Die Stadt Frankfurt hat sich auf die Ausschreibung als Messestandort für die IAA beworben und möchte mit neuem Konzept d
Zusammenfassung
Die Stadt Frankfurt hat sich um die IAA beworben, um die Messe in der Stadt zu halten und die Region als Mobilitätsregion zu präsentieren. Das Konzept sollte verschiedene Verkehrsträger vereinen und eine Plattform für urbane Mobilität bieten. Der Verlust der IAA wird als großer wirtschaftlicher und emotionaler Einschnitt für die Stadt angesehen.
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Thema Verkehr und Straße verfolgenFrage an den Magistrat
Die Stadt Frankfurt hat sich auf die Ausschreibung als Messestandort für die IAA beworben und möchte mit neuem Konzept den VDA davon überzeugen, dass die Internationale Automobil-Ausstellung in Frankfurt bleibt. Ziel des Konzeptes sei es, dass Frankfurt gemeinsam mit dem Rhein-Main-Gebiet als Mobilitätsregion präsentiert wird. Unterstützt wird dieser Vorstoß mit einer Kampagne von Fraport, Mainova und dem Rhein-Main-Verkehrsverbund - "JAA zur IAA". Ich frage daher den Magistrat: Wie genau soll das Konzept aussehen, und welche Maßnahmen werden zur Umsetzung des Konzeptes in den nächsten Monaten konkret erfolgen?
Antwort des Magistrats
Stadtrat Markus Frank: Herr Vorsteher, meine sehr verehrten Damen und Herren! Wir haben gestern einen schlimmen Tag für die Stadt Frankfurt erleben müssen. Wir haben gestern, am 29. Januar 2020, die Weltleitmesse für Automobile in Frankfurt am Main verloren. Das ist ein großer Verlust, vor allem für die Messestadt Frankfurt, für den Wirtschaftsstandort, aber auch insgesamt für die Stadt. Der wirtschaftliche Schaden ist immens. Ich versichere Ihnen, wir haben mit Leidenschaft und Herzblut für die IAA gemeinschaftlich gekämpft, weil wir auch die vielen fleißigen Menschen wertschätzen, deren Existenz von den Messen in unserer Stadt abhängt. Das sind unsere Kreativen, die es verstehen, auch Automobilmarken zu inszenieren, unser Handwerk, das es versteht, die kreativen Ideen umzusetzen und hochwertige Messestände zu bauen, unsere Hotellerie, die unsere Gäste nach langen Messetagen verwöhnt, das Kfz-Gewerbe, die Gastronomie, das Taxi-Gewerbe, der Einzelhandel, die Klubszene - ich könnte es fortsetzen. Sie sehen, viele Menschen leben in der Messestadt Frankfurt davon, dass wir hochwertige Messen haben. Der 29. Januar bedeutet einen wirtschaftlichen, aber auch einen emotionalen Einschnitt im Leben vieler Menschen. Viele Lebensläufe sind gerade mit der IAA in Frankfurt am Main verknüpft. Für viele Menschen auch hier in der Region war der September in den vergangenen Jahren fest für die IAA gebucht. Viele haben angekündigt, in Zukunft die IAA nicht mehr zu besuchen. Meine Damen und Herren, Sie wissen, am 9. Dezember habe ich von unserem Oberbürgermeister, dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Messe Frankfurt, Peter Feldmann, den Auftrag bekommen, die Bewerbung der Stadt Frankfurt durchzuführen. Wir wussten, dass es in der Kürze der Zeit eine ganz besondere Herausforderung wird. Wir wussten, wir haben wenig Zeit, in der Vertrauen wieder aufgebaut werden muss, zahlreiche Termine haben wir in Berlin beim VDA wahrgenommen, um eben auch zu spüren, worauf es dem VDA ankommt. Parallel haben wir ein dezernatsübergreifendes Organisationskomitee aufgebaut, um ein realisierungsfähiges Konzept abgeben zu können. Denn was nützen all die kreativen Ideen, wenn man sie nicht umsetzen kann? Wir haben alle Landräte, Bürgermeister und auch die Landesregierung eingeladen, um Teil der neuen IAA zu werden. Ziel der neuen IAA, Ziel unseres Konzeptes war es, die verschiedenen Verkehrsträger miteinander zu versöhnen. Gerade in unserem Ballungsraum, in der Pendlerstadt Frankfurt am Main ist es wichtig, dass Miteinander der Region und das Miteinander der verschiedenen Verkehrsträger zu fördern. Die neue IAA wäre auch eine Plattform gerade für den ÖPNV geworden. Die neue IAA hätte ebenso barrierefreie, urbane Mobilität von Mikromobilität bis zum Fahrrad wunderbar dargestellt. Die neue IAA, meine Damen und Herren, wäre eine intermodale Fahrzeugschau im Herzen unserer Stadt gewesen! Wir haben die schönsten, die frequentiertesten Plätze in Frankfurt klar und dem VDA ein großes Angebot gemacht. Wir haben aber auch die Kritiker der alten IAA eingebunden. Wir haben Gespräche zum Beispiel mit dem ADFC aufgenommen, um auch ihnen Beiträge für die neue IAA zu ermöglichen. Wir haben eine sehr positive Resonanz zu unserem Konzept bekommen. Die Region, das Land, die Menschen in unserer Stadt haben Ja zur neuen IAA gesagt. Wir wollten die neue IAA dafür nutzen, um Prüfkriterien vorzubereiten, um dafür zu sorgen, dass wir immer in den ungeraden Jahren eine Inventur der Mobilitätswende durchführen, um zu schauen, welche Projekte haben wir vor, welche Projekte sind abgeschlossen und wie geht es weiter. Meine Damen und Herren, gestern, am 29. Januar 2020, war es für uns umso ernüchternder, dass das verlorengegangene Vertrauen beim VDA eben nicht mehr zurückgewonnen werden konnte. Wir sind schon in der ersten Runde ausgeschieden. Glauben Sie mir, das tut weh! Das tut nicht nur mir weh, sondern vielen Menschen, die sich für das Konzept der neuen IAA engagiert haben.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 23. Januar 2020 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.