Rund ein Sechstel des Frankfurter Stadtgebiets sind nach wie vor landwirtschaftlich genutzte Flächen. Hier werden region
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Zusammenfassung
Der Magistrat plant Maßnahmen zur Sicherstellung der planerischen und wirtschaftlichen Sicherheit für Frankfurter Landwirte, um den Flächendruck durch Wohnbau und Gewerbe zu begegnen. Dies umfasst die Sicherung landwirtschaftlicher Flächen, Unterstützung durch Gutachten und Veranstaltungen sowie die Entwicklung einer App zur Förderung der Landwirtschaft. Ziel ist es, die Interessen der Landwirte zu wahren und den Dialog zwischen ihnen und der Stadt zu fördern.
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Thema Stadtplanung verfolgenFrage an den Magistrat
Rund ein Sechstel des Frankfurter Stadtgebiets sind nach wie vor landwirtschaftlich genutzte Flächen. Hier werden regionale und saisonal abwechselnde Lebensmittel genauso angebaut wie beispielsweise auch Nutzpflanzen zur Energiegewinnung. Die Landwirtschaft in Frankfurt sieht sich jedoch seit Jahren dem Flächendruck für Wohnbau, Gewerbe- und Industriegebiete und andere Potenziale ausgesetzt. Der derzeit stattfindende bundespolitische Druck erhöht die Sorgen der Frankfurter Landwirte zunehmend.
Ich frage den Magistrat:
Was plant der Magistrat, um den Frankfurter Landwirten planerische und wirtschaftliche Sicherheit zu gewährleisten, und wie unterstützt er die hiesige Landwirtschaft?
Antwort des Magistrats
Die landwirtschaftliche Bodennutzung wird im Ballungsraum Frankfurt/Rhein-Main durch die Flächenkategorie "Vorranggebiet für Landwirtschaft" im Regionalplan Südhessen/Regionalen Flächennutzungsplan gesichert, der von der Regionalversammlung Südhessen und der Verbandskammer des Regionalverbands Frankfurt/Rhein-Main aufgestellt wird. Der Stadt Frankfurt am Main stehen selbst keine rechtlich verbindlichen Planungsinstrumente zur Verfügung, um Planungssicherheit für Landwirte herzustellen. In Planungsprozessen werden die Interessen der Landwirtschaft durch den Magistrat berücksichtigt und abgewogen. Hierzu stimmt sich insbesondere die Wirtschaftsförderung mit den Landwirtschaftsvertretern ab. Ein Beispiel ist die Erarbeitung von Gutachten zur Verminderung der landwirtschaftlichen Betroffenheit im Planungsprozess wie beispielsweise im Planfeststellungsverfahren zur RTW oder den Vorbereitenden Untersuchungen für eine Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme im Frankfurter Nordwesten. Bei der Umsetzung von solchen Projekten werden dann zusätzlich Verlagerungs- und Ersatzflächenangebote gemacht sowie Entschädigungszahlungen geleistet, um unvermeidliche Auswirkungen auf die landwirtschaftlichen Betriebe auszugleichen. Die Branche Landwirtschaft wird vom Magistrat des Weiteren in vielen Bereichen unterstützt, unter anderem organisiert die Wirtschaftsförderung traditionelle Veranstaltungen, wie das Landwirtschaftsgespräch mit dem Ziel, den konstruktiven Dialog zwischen den Frankfurter Landwirten und dem Magistrat zu pflegen. Weiterhin finden Arbeitsgespräche zwischen den Landwirten und den zuständigen Ämtern statt, um die notwendigen Arbeiten in Flur und Fauna abzustimmen und durchführen zu können - Sanierung der Feldwege, Gehölzschnittarbeiten et cetera. Zur Berger Tierschau, anlehnend an den Berger Markt, dem wöchentlich stattfindenden Verbrauchermarkt auf der Konstablerwache, erhalten die Frankfurter Landwirte die Gelegenheit ihre Erzeugnisse und Tiere vorzustellen und dabei mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen. Gemeinsam mit dem Amt für den ländlichen Raum Bad Homburg wurde für die Landwirtschaft der Region Frankfurt-Rhein-Main eine App entwickelt, www.Landpartie.de, in der Landwirtschaftliche Direktvermarkter sowie Erlebnisangebote der Landwirtschaft recherchierbar sind. Einmal im Jahr trifft sich die Arbeitsgruppe "Umweltgerechte Entwicklung der Landbewirtschaftung" gemeinsam mit den Vertretern der Landwirtschaft, um aktuelle Themen und Maßnahmen zu diskutieren und Kompromisse in der Umsetzung zu erarbeiten, um diese verträglich für die Landwirtschaft zu gestalten. Die Wirtschaftsförderung unterstützt darüber hinaus die Frankfurter Landwirte bei individuellen Problemstellungen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 22. Februar 2024 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.