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Thema Verkehr und Straße verfolgenInhalt
Frage vom 05.12.2019, F 2249 Auf der Bürger*innenveranstaltung zum geplanten Stadtteil der Quartiere Frankfurt Nordwest sprach sich ein Consiliums mitglied dafür aus, dass der Anteil des ÖPNV zur verkehrlichen Erschließung am besten bei 50 Prozent anstatt der in den Planungen genannten 30 Prozent liegen sollte.
Ich frage den Magistrat: Wie sieht die mögliche Erschließung für das Baugebiet aus, um dieses für den Klimaschutz so wertvolle Ziel zu erreichen und den bisher geplanten Anteil am motorisierten Individualverkehr von 50 Prozent deutlich zu reduzieren?
Antwort des Magistrats: Der in der Verkehrsuntersuchung, Durth-Roos Consulting GmbH 2019, angenommene Modalsplit der Anzahl der zurückgelegten Wege von 50 Prozent MIV, 30 Prozent ÖV und 20 Prozent Fuß- und Radverkehr war eine sogenannte "worst case"-Betrachtung, um eine erste Grundlage zur Ermittlung der Leistungsfähigkeit der in Frage kommenden Anschlussmöglichkeiten an das städtische bestehende Verkehrsnetz zu eruieren. Im weiteren Verfahren wird, wie auch vom Consilium empfohlen, das Ziel verfolgt, den ÖV-Anteil sowie den Fuß- und Radverkehrsanteil deutlich zu erhöhen und den MIV auf 20 Prozent zu senken, um somit weitere Verringerung des motorisierten Individualverkehrs zu erwirken. Dieser Hinweis ist in die Aufgabenstellung zur Studie "Frankfurt Nordwest - Neuer Stadtteil der Quartiere: Studie zu Stadt und Landschaft" eingeflossen. Damit soll sichergestellt werden, dass der "Neue Stadtteil der Quartiere" im Sinne einer sozial- und klimagerechten Stadtentwicklung als autoarmes Quartier mit einem hohen Anteil des Umweltverbunds - ÖV, Radverkehr, Fußgänger - geplant wird. Die Grundlagen für ein autoarmes Quartier sind durch die Lagegunst des Gebietes gegeben. Der "Neue Stadtteil der Quartiere" soll sich durch eine sehr gute ÖV-Erschließung auszeichnen: Stadt-, Regional- und S-Bahn können hier künftig miteinander verbunden werden. Im südlichen Bereich befindet sich die Stadtbahn-Haltestelle Heerstraße, U 7. Sie soll in das Gebiet verlängert werden. Die Regionaltangente West soll ebenfalls in das Gebiet geführt werden, Haltestelle "Gewerbegebiet Praunheim". An der westlichen Grenze des Untersuchungsgebietes verläuft die S-Bahnlinie 5. Es ist geplant, die zukünftig in den Quartieren verkehrende Stadtbahnlinie U 7 in einem verdichteten Takt fahren zu lassen. Die Haltestellenstandorte sollen dann eine bequeme fußläufige Erreichbarkeit aus den Quartieren gewährleisten. Insbesondere an den vorhandenen und neuen ÖV-Haltestellen sollen Mobilitätshubs geplant werden, Quartiersgaragen, e-Mobilität, Car-Sharing, Leihräder, um so den ruhenden Verkehr aus den Quartieren herauszuhalten und das zu Fuß gehen und den Radverkehr innerhalb der Quartiere zu unterstützen. Diese verkehrsberuhigten Bereiche sollen sich durch eine hohe Aufenthaltsqualität auszeichnen. Viele Arbeitsplätze in der Innenstadt sowie in den benachbarten Kommunen befinden sich in Radfahrdistanz. Durch attraktive Radrouten soll die Nutzung des Rads auch außerhalb des "Neuen Stadtteils der Quartiere" erleichtert werden. Antragstellende Person(en): Stadtv. Bernhard Maier
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 5. Dezember 2019 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.