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Seit mehr als zwei Jahren haben Mieter*innen aus der Waldschmidtstraße 41-45a, Wittelsbacherallee 16-26, Jakob-Carl-Juni

Vorlagentyp: F
Beantwortet
Vorlage
Idee
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Zusammenfassung

Die Mieter*innen in der Waldschmidtstraße kämpfen seit über zwei Jahren mit unzureichender Trinkwasserqualität. Der Magistrat hat Maßnahmen ergriffen, um die Situation zu verbessern, darunter den Austausch von Armaturen und die Installation von Wasserfiltern. Ziel ist es, die Trinkwasserqualität zu sichern und die Gesundheit der Mieter*innen zu schützen.

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Frage an den Magistrat

Seit mehr als zwei Jahren haben Mieter*innen aus der Waldschmidtstraße 41-45a, Wittelsbacherallee 16-26, Jakob-Carl-Junior-Straße 2-8 mit braunem Trinkwasser und erhöhten Legionellen- und Bleiwerten zu kämpfen. Die Linksfraktion hatte gefordert, umgehend wirksame Maßnahmen zu ergreifen, um die Trinkwasserqualität wiederherzustellen. Die bisherigen Maßnahmen des Eigentümers brachten keine Verbesserung. In einem Bericht, B 453/23, sagt der Magistrat, dass die Legionellenfunde mit dem niedrigen Wasserverbrauch einzelner Haushalte zusammenhängt. Ich frage den Magistrat: Wieso wurde den Bewohner*innen ein Duschverbot erteilt, wenn das Wasser unbedenklich sei, und wie wird der Magistrat die Mieter*innen endlich konkret unterstützen?

Antwort des Magistrats

Der Magistrat steht in ständigem Austausch mit der Immobilienverwaltung des Liegenschaftsinhabers, um gemeinsame Lösungen zum Schutz der Gesundheit der Mieterinnen und Mieter der betroffenen Liegenschaft zu erarbeiten.

Im Mai 2023 wurde die Armatur, die mit erhöhten Bleiwerten im Zusammenhang stand, umgehend ausgetauscht. Seitdem sind keine erhöhten Bleiwerte mehr bekannt.

Eine Verfärbung des Trinkwassers beruht in der Regel auf erhöhten Eisenwerten und ist gesundheitlich unbedenklich. Dennoch hat das Gesundheitsamt im Austausch mit der Immobilienverwaltung des Liegenschaftsinhabers für die Mieterinnen und Mieter eine adäquate Lösung gesucht. Durch die laufenden Sanierungsarbeiten der Wasserleitungen wird eine Verbesserung zu optisch klarem Trinkwasser erwartet. Die Sanierungsarbeiten sind noch nicht abgeschlossen.

Bei der weiteren Beprobung des Trinkwassers auf Legionellen am 03.01.2024 wurde der Maßnahmenwert zur direkten Gefahrenabwehr von 10.000 KBE/100ml bei keiner der gezogenen Proben überschritten. Ein Großteil der Werte lag sogar deutlich unter dieser Grenze. Die Immobilienverwaltung des Liegenschaftsinhabers hat festgestellt, dass ein geringer Wasserverbrauch in einer der Wohnungen vorliegt, eine daraus folgende Stagnation begünstigt die Vermehrung von Legionellen in Trinkwassersystemen. Als Lösungsansatz ist seitens der Immobilienverwaltung des Liegenschaftsinhabers der Einbau einer automatischen Spülung vorgesehen.

Das Gesundheitsamt hat entschieden, trotz Einhaltung der gesetzlich festgelegten Maßnahmenwerte die Nutzungseinschränkung zunächst weiter aufrecht zu erhalten. In Kalenderwoche sechs 2024 sind bei allen Mietern Filter eingebaut worden. Diese ermöglichen, die Duschen und das Trinkwasser trotz Nutzungseinschränkung vollumfänglich und gefahrlos zu nutzen.

Zusätzlich wurde aufgrund der erhöhten Werte zweimal eine thermische Desinfektion durchgeführt und anschließend, mit dem nötigen zeitlichen Abstand, wurden neue Proben genommen. Sobald die Ergebnisse vorliegen, wird das Gesundheitsamt entsprechend der Sachlage handeln.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 22. Februar 2024 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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