Im Kampf gegen den Klimawandel, aber auch, um die Heizkosten senken zu können, spielt die Dämmung von Häusern eine wicht
Zusammenfassung
Der Magistrat wird gefragt, welche Möglichkeiten bestehen, den Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen bei der Wärmedämmung zu fördern und wie dies bei städtischen Bauten gehandhabt wird. Es wird vorgeschlagen, nachwachsende Dämmstoffe in städtische Förderprogramme zu integrieren, um die Klimawirkung zu verbessern und Heizkosten zu senken.
Dies ist eine KI-generierte Zusammenfassung. Diese kann Fehler beinhalten.
Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.
Unabhängig. Kostenlos. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.
Thema Umwelt und Energie verfolgenFrage an den Magistrat
Im Kampf gegen den Klimawandel, aber auch, um die Heizkosten senken zu können, spielt die Dämmung von Häusern eine wichtige Rolle. Werden dabei nachwachsende Rohstoffe verwendet, wird gleichzeitig CO2 dauerhaft gebunden, was zusätzlich zur Dämmwirkung gut gegen den Klimawandel ist. Ich frage den Magistrat: Welche Möglichkeiten sieht der Magistrat, den Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen bei der Wärmedämmung zu fördern, und wie wird der Einsatz nachwachsender Rohstoffe bei städtischen Bauten gehandhabt?
Antwort des Magistrats
Die Förderung des Einsatzes nachwachsender Dämmstoffe könnte gegebenenfalls in städtische Förderprogramme integriert werden. Der Einsatz nachwachsender Rohstoffe bei städtischen Bauten ist in den Leitlinien zum wirtschaftlichen Bauen geregelt. Unter Punkt 3.3.2.b) heißt es dort: "Es sollen Baustoffe mit einem möglichst geringen Aufwand an Treibhausgas(THG)-Emissionen bei der Herstellung eingesetzt werden. Die Bilanzierung erfolgt über die Gesamtkostenberechnung. Dabei sind die sommerliche Behaglichkeit (ausreichende Speichermassen) und die Nachhaltigkeit (Langlebigkeit) zu beachten." Da bei der Gesamtkosten-/Lebenszykluskostenberechnung Umweltfolgekosten in Höhe von 237 Euro pro Tonne CO2 einzusetzen sind, Punkt 1.2, sind nachwachsende Dämmstoffe hier natürlich entsprechend im Vorteil. Gleichzeitig ist zu beachten, dass nachwachsende Dämmstoffe eine höhere Wärmeleitfähigkeit - schlechtere Dämmwirkung - haben als moderne Dämmstoffe. Wenn zum Beispiel bei der Altbausanierung die mögliche Dämmstoffstärke begrenzt ist - und das ist in aller Regel der Fall -, kann die Verwendung nachwachsender Dämmstoffe sogar kontraproduktiv für den Klimaschutz sein. Es ist daher wichtig, immer den gesamten Lebenszyklus zu betrachten und nicht nur die Emissionen bei der Herstellung des Dämmstoffes. Die THG-Emissionen bei der Herstellung von Dämmstoffen nehmen bei der Treibhausgasbilanz von Gebäuden nur einen sehr geringen Anteil ein und werden innerhalb weniger Monate durch die eingesparten Treibhausgase bei der Heizenergieerzeugung kompensiert. Dies gilt auch bei einer Heizenergieerzeugung durch Wärmepumpen, solange der Wärmepumpenstrom noch zu großen Teilen aus Kohlekraftwerken stammt. Bei einer künftigen Dekarbonisierung der Stromnetze sinken natürlich auch die Treibhausgasemissionen bei der Herstellung der Dämmstoffe, sodass sich an der Relation der THG-Emissionen zwischen Herstellung und Betrieb auch in Zukunft nicht viel ändern dürfte.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 22. Februar 2024 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.