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Die lokale Frankfurter Nahverkehrsgesellschaft traffiQ gibt erstmals kein gedrucktes Fahrplanbuch heraus. Für das Jahr 2

Vorlagentyp: F
Beantwortet

Zusammenfassung

Die Frankfurter Nahverkehrsgesellschaft traffiQ stellt die Produktion gedruckter Fahrplanbücher ein, da die Nachfrage stark gesunken ist. Der Magistrat sieht dies nicht als Rückschritt im Service, sondern betont die Vorteile digitaler Informationen. Die Entscheidung soll Ressourcen sparen und den Fahrgästen aktuelle Informationen bieten.

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Thema Öffentlicher Nahverkehr und neue Mobilität verfolgen

Frage an den Magistrat

Die lokale Frankfurter Nahverkehrsgesellschaft traffiQ gibt erstmals kein gedrucktes Fahrplanbuch heraus. Für das Jahr 2024 gibt es also keine kompakte, gedruckte Version der Fahrplantabellen für Bahnen und Busse in der Stadt. Viele Fahrgäste, vor allem Senioren, sind darüber überrascht und verärgert. Nach Angaben des Sprechers der traffiQ seien der Grund hierfür die "stetig sinkenden Absatzzahlen", FNP, 29.12.2023. Vor 20 Jahren seien noch jährlich 100.000 Exemplare nachgefragt worden, im vorigen Jahr seien es hingegen keine 10.000 Stück mehr gewesen.

Ich frage den Magistrat:

Wie bewertet der Magistrat diesen Service-Rückschritt im Frankfurter ÖPNV?

Antwort des Magistrats

Der Magistrat bewertet die Einstellung der Fahrplanbuchproduktion keineswegs als "Service-Rückschritt" für den Frankfurter ÖPNV. Das Fahrplanbuch als gedruckte, statische Information kommunizierte den Fahrgästen ganzjährig den Planungsstand zum Fahrplanwechsel im Dezember. Die kurzfristigen Änderungen, die im großen und dichten Frankfurter Nahverkehrsnetz zwangsläufig auftreten, beispielsweise durch Baustellen, bildete das Fahrplanbuch nicht ab. Durch den Umstieg auf digitale Informationen, wie die Fahrplanauskunft auf rmv-frankfurt.de oder über die RMVgo-App, stehen den Fahrgästen immer die aktuellen Fahrplaninformationen zur Verfügung.

An den von Ihnen erwähnten geringen Absatzzahlen lässt sich ablesen, dass die deutliche Mehrheit der Fahrgäste im Frankfurter Nahverkehr auf den Service eines Fahrplanbuchs gut verzichten kann. Für einige wenige Fahrgäste wird es durch diese Entscheidung zu einer Umstellung auf andere Fahrplanmedien kommen. Dabei ist aber herauszustellen, dass gerade für ältere Menschen das Fahrplanbuch sicherlich nicht das optimale Fahrplanmedium war, da die Fahrplantabellen ausgesprochen klein gedruckt und somit nicht barrierefrei waren.

Für alle, die nicht auf gedruckte Informationen verzichten können oder wollen, gibt es weiterhin gedruckte Linienfahrpläne im praktischen Hosentaschenformat, die im Gegensatz zum Fahrplanbuch kostenlos zur Mitnahme angeboten werden. Sollten die Fahrgäste zu einer Linie, die sie benutzen möchten, keinen Linienfahrplan zur Hand haben, lassen sich Fahrplanauskünfte auch telefonisch bei der RMV-Hotline erfragen.

Darüber hinaus stehen auf rmv-frankfurt.de weiterhin Fahrplantabellen - zu allen Linien einzeln oder zusammengefasst als digitales Fahrplanbuch - zum Download im PDF-Format zur Verfügung. Bei Bedarf können sich die Fahrgäste ihre gewünschten Fahrplantabellen also ausdrucken oder ausdrucken lassen.

Vor dem Hintergrund dieser zahlreichen alternativen Auskunftsmedien und der geringen Absatzzahlen lassen sich der mit der Fahrplanbuchproduktion einhergehende enorm hohe Arbeitsaufwand sowie der ökonomische und ökologische Ressourcenverbrauch nicht mehr rechtfertigen.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 25. Januar 2024 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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