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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgenInhalt
Frage vom 04.05.2015, F 2154 In einem Artikel der FAZ vom 22.04.2015 zur neuen Frankfurter Altstadt ist auch vom "Schindluder mit Überresten der Altstadt" die Rede. Der Autor schreibt unter anderem: "Im Frankfurter Stadtwald vergammelt seit 1906 die prächtige Schaufront des Darmstädter Hofes, eines ehemaligen Palais an der Zeil." Daher frage ich den Magistrat: Inwieweit entspricht diese Aussage den Tatsachen, und welche Möglichkeiten sieht der Magistrat, die Überreste des Darmstädter Hofes zu bergen, um sie einer sinnvollen Verwendung zuzuführen?
Antwort des Magistrats: Der Darmstädter Hof an der Nordseite der Zeil mit seiner barocken Prunkfassade wurde 1757 als Stadtresidenz der Grafen von Hessen-Darmstadt vollendet. Zu einem Hotel umgewandelt, logierte hier am
- März 1871 Kaiser Wilhelm I. Das Anwesen wurde 1899 niedergelegt und durch das Kaufhaus M. Schneider ersetzt. Die Fassade kaufte die Stadt Frankfurt für 25.000 Mark. Sie wurde an der Gutleutstraße eingelagert. 1952 wurden diese 200 Kubikmeter Steine in drei Haufen in den Stadtwald südöstlich des Frankfurter Kreuzes gebracht, um in einem Mufflongehege den Tieren als Klettermöglichkeit zu dienen. Im Jahr 2011 führte der Magistrat eine stichprobenweise Sichtung und Bergung von 27 ausgewählten skulpturierten Objekten durch. Dabei zeigte sich, dass im Durchschnitt zehn Steine ohne Verzierung gehoben, begutachtet und umgeschichtet werden mussten, um einen brauchbaren Stein auszumachen. Der konservatorische Zustand der Steine, die seit über 60 Jahren den Witterungsbedingungen ungeschützt ausgesetzt sind, ist insgesamt desaströs. Moos, Erde, Feuchtigkeit und Temperatur-schwankungen haben viele Steine völlig zerstört. Da zudem nach den vorliegenden Informationen in der Vergangenheit bereits kleinere skulpturale Teile von Privatpersonen entfernt und abtransportiert worden sind, ist eine Sammlung und Rekonstruktion der kompletten Fassade ausgeschlossen. Die 2011 geborgenen Objekte sind im Steindepot des Historischen Museums gelagert. Eine Spolie wird an der Nordwand des Neubaus des Historischen Museums verwendet. Antragstellende Person(en): Stadtv. Elke Tafel-Stein
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 4. Mai 2015 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.