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Der Presse war zu entnehmen, dass im Hafenpark ältere Skateboarder von Kindern und deren Eltern zunehmend verdrängt werd

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Frage vom 04.05.2015, F 2138 Der Presse war zu entnehmen, dass im Hafenpark ältere Skateboarder von Kindern und deren Eltern zunehmend verdrängt werden. Zwar sei mit der Stadt bereits vor einem Jahr vereinbart worden, entsprechende Hinweisschilder für die Nutzung der Skate-A nlage aufzustellen, jedoch seien diese bis heute noch nicht aufgestellt worden. Vor diesem Hintergrund frage ich den Magistrat: Was gedenkt der Magistrat gegen die zunehmende Konfliktsituation zwischen Eltern und erfahrenen Skatern zu unternehmen, und mit welchem Aufwand wäre eine Alternativanlage für unerfahrene Skater verbunden?

Antwort des Magistrats: Stadträtin Rosemarie Heilig: Sehr geehrte Frau Lang, Sehr geehrte Frau Tafel-Stein! Dem Magistrat ist natürlich bekannt, dass es seit einiger Zeit zu Nutzungskonflikten am Skatepark im Hafenpark kommt. Zum einen gibt es diese Probleme zwischen Anfängern und Fortgeschrittenen, aber vor allem zwischen Skatern, die die Anlage stimmungsgemäß benutzen, und Eltern, deren Kinder die Anlage mit Laufrädern oder Ähnlichem befahren. Schon kurz nach der Herstellung des Skateparks wurden deshalb Hinweisschilder angebracht, um eine geregelte Benutzung zu gewährleisten. Diese Regelungen gingen offenbar nicht weit genug und waren in ihrer Deutlichkeit zu optimieren. Das Grünflächenamt hat gemeinsam mit den Skatern den Text der Schilder überarbeitet, die bisher im Skatepark gestanden haben. Jetzt beschäftigt sich erstaunlicherweise sogar die EU-Kommission mit dieser Fragestellung, denn die Thematik der Altersbegrenzung auf Skate-Anlagen wird derzeit im EU-Normenausschuss diskutiert.

(Zurufe) Man höre und staune. Mich hat das auch sehr überrascht. Ich muss sagen, ich bin keine Freundin dieser Regelungswut, aber so ist es. Es ist davon auszugehen, dass bei dieser Diskussion im EU-Normenausschuss das Mindestalter für Nutzerinnen und Nutzer auf acht Jahre festgelegt wird. An dieser Altersbegrenzung hat sich das Grünflächenamt nun orientiert. Es soll geregelt werden, dass die Nutzung des Skateparks im Hafenpark nur für Sportlerinnen und Sportler über acht Jahre erlaubt ist. Der Textvorschlag befindet sich derzeit beim zuständigen Ortsbeirat 4 zur Abstimmung. Das neue Schild enthält außerdem einen Hinweis auf die Website, die Angaben zu weiteren Skate-Anlagen in Frankfurt am Main enthalten soll. Die Schilder werden voraussichtlich im Juni vor Ort aufgestellt. Die Anbringung soll im Rahmen eines öffentlichkeitswirksamen Termins erfolgen, um die Notwendigkeit der Verhaltensregeln zu erläutern, publik zu machen und mehr Akzeptanz und Verständnis für die Belange der Nutzerinnen und Nutzer zu erreichen. Eine Alternativanlage im Hafenpark ist aus Platzgründen nicht realisierbar. Die nächste Skate-Anlage, die auch für Kinder unter acht Jahren gut nutzbar ist, befindet sich nur unweit vom Hafenpark entfernt, am nördlichen Mainufer unterhalb der Flößerbrücke. Stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher Ulrich Baier: Eine Zusatzfrage kommt von Frau Tafel-Stein. Bitte sehr! Stadtverordnete Elke Tafel-Stein, FDP: (Zusatzfrage) Als Qualitäterin frage ich mich natürlich, wie Sie die Wirksamkeitsprüfung Ihrer Maßnahme einleiten? Stadträtin Rosemarie Heilig: (fortfahrend) Keine erstaunliche Nachfrage, das habe ich mich auch gefragt. Ehrlich gesagt, wäre es mir sehr lieb, wenn die Eltern und die Nutzer sich untereinander einigen könnten.

(Beifall) Es ist natürlich traurig genug, dass das nicht stattfindet und wir solche Regelungen machen müssen. Als ich mit dieser Fragestellung konfrontiert wurde, habe ich echt gesagt: Oh nein. Es kann doch nicht wahr sein, dass wir bei solch einer tollen Anlage im Hafenpark Probleme bekommen. Aber ich war da und habe es mir angeschaut. Wenn die kleinen Kinder mit ihren Laufrädern herumfahren, ist das wahnsinnig gefährlich, zum einen, weil es teilweise sehr steil ist. Die Eltern sind zwar dabei, aber mit den anderen, die dort mit einer hohen Geschwindigkeit unterwegs sind, kommt es irgendwann zu Kollisionen. Die Frage ist einfach: Wie verhindern wir Unfälle? Das möchte ich gerne verhindern. Jetzt bin ich gezwungen, dort ein solches Schild aufzustellen. Ich finde es nicht in Ordnung, aber ich weiß mir im Moment wirklich keinen anderen Rat, das sage ich Ihnen ganz offen. Es wäre natürlich super, wenn man sich vor Ort einigen und einfach sagen könnte: Ihr seht doch alle, was hier los ist. Aber auch die Eltern, die mit ihren kleinen Kindern kommen, gefährden ihre Kinder. Ich bin auf einige zugegangen, das hat sie überhaupt nicht gestört. Es ist sehr traurig, dass Erwachsene mit einem solchen Thema nicht vernünftig umgehen können. Stellvertretender

Stadtverordnetenvorsteher Ulrich Baier: Ich sehe keine weiteren Zusatzfragen.

(Zurufe) Stadträtin Rosemarie Heilig: Habt ihr mich verstanden oder Herrn Baier? Ich kann ja hier nichts lauter stellen.

(Zurufe) Stellvertretender

Stadtverordnetenvorsteher Ulrich Baier: Ich kann hier an der Mikrofonanlage nichts ändern. Das wissen Sie. Stadträtin Rosemarie Heilig: Er hat es gehört und er nickt. Es wird auch schon lauter. Antragstellende Person(en): Stadtv. Elke Tafel-Stein

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 4. Mai 2015 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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