In der letzten Sitzung des Ortsbeirates 1 haben eine Reihe von Elternvertretern und Lehrern der Günderrodeschule im Gall
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Frage vom 04.05.2015, F 2124 In der letzten Sitzung des Ortsbeirates 1 haben eine Reihe von Elternvertretern und Lehrern der Günderrodeschule im Gallus berichtet, dass wohl geplant ist, auf dem Schulhof der Schule Container aufzustellen. Ich frage vor diesem Hintergrund, welche Planungen dazu der Magistrat verfolgt und für wann und für welche Dauer diese Maßnahme geplant ist.
Antwort des Magistrats: Stadträtin Sarah Sorge: Lieber Herr Stadtverordnetenvorsteher, meine Damen und Herren, lieber Herr Knudt! Wir haben es hier mit einer Herausforderung zu tun, die wir sehr wahrscheinlich gerade in den innenstadtnahen Bereichen in Zukunft öfter haben werden. Ich habe vorhin bei der Beantwortung der anderen Fragen dargestellt, wie immens, wie dynamisch das Wachstum in dieser Stadt ist, und damit auch das Wachstum der Kinderzahlen und die Anzahl der benötigten Schulplätze. Das ist gerade in den innenstadtnahen Stadtteilen eine Herausforderung, weil wir hier nicht einfach neue Schulen hinbauen können beziehungsweise sehr langwierig nach neuen Grundstücken suchen müssen. Genau mit einem solchen Problem haben wir es hier zu tun. Aufgrund der Entwicklung der Schülerinnen- und Schülerzahlen ist die Günderrodeschule an ihren Kapazitätsgrenzen angelangt. Zur Deckung des Raumbedarfs müssen wir für die kommende Schulzeit 2015/2016 zwei Schulraum-Container aufstellen. Ebenfalls ist für die Zukunft prognostiziert, dass sich die Zügigkeit der Schule weiterhin erhöhen wird. Daher ist angedacht, die neu zu schaffende Containeranlage so zu bauen, dass sie je nach Bedarf temporär erweitert werden kann. Allerdings wird das sehr wahrscheinlich so nicht ausreichen. Deswegen ist im Rahmen des Schulentwicklungsplans ferner ein Neubau einer weiteren Grundschule im Stadtteil Gallus geplant. Diese neue Grundschule wird dann auch für die Günderrodeschule zu Entlastungen führen. Unabhängig davon wird derzeit geprüft, wie eine bauliche Erweiterung der Günderrodeschule darstellbar sein könnte.
(Beifall) Stellvertretender
Stadtverordnetenvorsteher Ulrich Baier: Die erste Zusatzfrage kommt von Herrn Knudt und die zweite Zusatzfrage von Frau Triantafillidou. Bitte schön, Herr Knudt! Stadtverordneter Arne Knudt, SPD: (Zusatzfrage) Frau Stadträtin, ich glaube Ihnen, dass es in vielen Bereichen der Stadt nicht abzuschätzen war, wie sich die Schülerzahlen dort entwickeln. Für das Gallus bezweifle ich das ein bisschen. Dort diskutieren wir nämlich seit über zehn Jahren über das Europaviertel und viele andere Projekte, die dort entstehen. Deshalb kann ich nicht nachvollziehen, dass das so überraschend kommt und man nicht schon vorzeitig Maßnahmen hätte ergreifen können. Aber davon unabhängig habe ich noch eine Frage diesbezüglich. Wie erklären Sie sich, dass sich die Lehrer und die Elternvertreter in dieser Schule bei dieser Sache so übergangen fühlen? Die waren bis vor Kurzem noch nicht informiert. Sie wurden in die Planung nach meinen Informationen - ich habe heute Morgen noch Gespräche geführt - nicht richtig eingebunden und fühlen sich nicht ernst genommen. Halten Sie es denn nicht auch für sinnvoller, so etwas gemeinsam mit den Lehrern, den Eltern und der Schulleitung zu erarbeiten? Stadträtin Sarah Sorge: (fortfahrend)
Ich halte es absolut für sinnvoll, bei solchen Planungen Transparenz walten zu lassen und die Eltern sowie die Lehrerinnen und Lehrer in die Planung und auch in die Prüfung insofern mit einzubeziehen, indem man sagt, was geht und was nicht geht. Es ist aber leider so, dass wir immer verschiedene Möglichkeiten prüfen und die Verwaltung dann erst einmal in Gang kommen muss. Das Ergebnis wird dann in den meisten Fällen über die Schulleitung berichtet. Ich arbeite gemeinsam mit dem Stadtschulamt, insbesondere den sogenannten RFMs, den Regionalen Facilitymanagerinnen und -managern daran - und das wissen Sie auch, dass wir bei der Kommunikation mit den Schulen transparenter werden. Dazu haben wir auch schon einige Maßnahmen vorgelegt, unter anderem die sogenannte Transparenzliste im Internet. Sicher gibt es immer wieder die eine oder andere Situation, in der etwas hakt. Bei uns stehen immer die Türen offen, um für Verbesserungen zu werben. Wir haben zahlreiche Ideen aus der Schule und auch aus der Elternschaft bekommen, die wir geprüft haben. Ich gehe davon aus, dass die Ergebnisse dieser Prüfungen dann auch meistens über die Schulleitungen zurückgegeben wurden.
Stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher Ulrich Baier: Die zweite Zusatzfrage kommt von Frau Triantafillidou. Bitte sehr! Stadtverordnete Evanthia Triantafillidou, GRÜNE: (Zusatzfrage) Vielen Dank! Sie haben schon die Stichworte Kommunikation und Transparenz genannt. Werden Sie oder eine Vertretung dann auch entsprechend bei der vom Ortsbeirat initiierten Informationsveranstaltung oder einem Runden Tisch zu dem Thema zum Austausch dazukommen, um das, was Sie gerade vorgetragen haben, die geprüften Themen, von denen Sie gesprochen haben, auch gemeinsam mit den Eltern zu erörtern und die Weiterentwicklung der Schule vor Ort zu begleiten? Stadträtin Sarah Sorge: (fortfahrend)
Das ist ein gutes Stichwort, Sie oder eine Vertretung, denn wir haben über 150 Schulen in dieser Stadt, nicht an jeder ist eine Sanierung, ein Neubau oder die Zunahme der Schülerzahl die Problematik, aber es ist doch viel los in dieser Stadt. Ich bin neben den Schulen noch für ein paar andere Bereiche zuständig. Deswegen bitte ich um Verständnis, dass ich nicht bei jeder einzelnen Veranstaltung der Runden Tische und zu den Situationen an jeder Schule anwesend sein kann. Aber wir sind selbstverständlich, wir im Sinne von mein Dezernat oder das Stadtschulamt, in nahezu jeder Ortsbeiratssitzung jedes Ortsbeirates vertreten, gefühlt zumindest. Also meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, insbesondere das Stadtschulamt, sind sehr bemüht, die Kommunikation in Richtung der Schulen, in Richtung der Öffentlichkeit und in Richtung der Eltern zu verbessern. Selbstverständlich werden wir uns mindestens einmal auf Ebene des Stadtschulamtes, eventuell auch auf Ebene meines Dezernatsbüros, mit den Menschen an einen Tisch setzen.
(Beifall) Antragstellende Person(en): Stadtv. Arne Knudt
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 4. Mai 2015 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.