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Der Tourismus ist in Frankfurt ein boomender, wachsender Wirtschaftsfaktor. Jedoch sind leider immer noch nicht alle Ang

Vorlagentyp: F
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Thema Fußverkehr verfolgen

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Frage vom 19.09.2019, F 2112 Der Tourismus ist in Frankfurt ein boomender, wachsender Wirtschaftsfaktor. Jedoch sind leider immer noch nicht alle Angebote barrierefrei. Einem Rollstuhlfahrer wurde mit seiner Familie die Teilnahme an einer Schiffsrundfahrt auf dem Main verweigert, da es keine Einstiegshilfe gäbe. Nur nach mehrtägiger Voranmeldung könne das Schiff an einer anderen Stelle anlegen, an der ein Zugang mit Rollstuhl möglich sei.

Ich frage den Magistrat: Wie gedenkt der Magistrat, in Absprache mit Anbietern von Schiffsrundfahrten zukünftig die Teilnahme von mobilitätseingeschränkten Personen an Rundfahrten zu ermöglichen?

Antwort des Magistrats: Die Belange mobilitätseingeschränkter Menschen sind sowohl für die Reedereien als auch für die HFM Managementgesellschaft für Hafen und Markt als Betreiber der Schiffsliegeplätze von großer Bedeutung. In den vergangenen Jahren hat die HFM keinerlei Rückmeldung erhalten, dass deren Liegeplätze für mobilitätseingeschränkte Personen eine Hürde darstellen. Im Gegenteil: Die Reedereien der Hotelschiffe, die an der Nizza Werft festmachen, meldeten zurück, dass die Liegeplätze gute Bedingungen für mobilitätseingeschränkte Personen bieten. Durch das niedrige Ufer können Planken vom Ufer direkt auf das Schiff gelegt werden, die von Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrern gut genutzt werden können. Lediglich bei einer Reederei für Fahrgastschiffe ist es so, dass unter bestimmten Voraussetzungen eine Voranmeldung nötig ist, um den Zustieg zum Schiff zu gewährleisten. Dieser Umstand ist baulich bedingt: Der Ponton, von dem aus die Rundfahrten starten, liegt vor einer denkmalgeschützten Treppe am Mainufer. Um diese Treppe mit einem Rollstuhl zu überwinden, muss eine Rampe passiert werden, deren Neigung steiler ist, als in den einschlägigen DIN-Normen - sechs Prozent - vorgesehen. Die größere Rampenneigung ist durch die denkmalgeschützte Treppe bedingt. Auch die Rampe, die vom Ponton auf das Schiff führt, ist je nachdem, welches Schiff die Rundfahrt durchführt, mehr als sechs Prozent geneigt. Eine optimal geneigte Rampe hätte einen breiteren Ponton erfordert, was baulich durch die Nähe zur Fahrrinne des Mains nicht möglich war. Viele Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer passieren diese beiden Rampen mit Unterstützung der Reedereiangestellten oder der eigenen Begleitung trotz der starken Neigung. Wem dies nicht möglich ist - hierzu zählen vor allem Nutzer elektrischer Rollstühle -, kann einen wenige Meter entfernten Zustieg zum Schiff nutzen. Da dies mit großem organisatorischem Aufwand für die Reederei verbunden sein kann, die dafür unter Umständen mehrere Schiffe verholen muss, sollte dies nur mit Voranmeldung erfolgen. Oft wird ein Zustieg zum gewünschten Zeitpunkt am selben Tag ermöglicht, in einzelnen Fällen muss auf einen anderen Tag ausgewichen werden. Aufgrund der baulichen und nautischen Rahmenbedingungen wird es schwer möglich sein, an dieser Situation mittelfristig etwas zu ändern. Bei neuen Liegeplätze oder bei der Umgestaltung bestehender Liegeplätze werden gemeinsam mit den Reedereien Lösungen erarbeitet, die die Nutzung durch mobilitätseingeschränkte Personen weiter erleichtert. Um rasch auf den geschilderten Fall reagieren zu können, bittet der Magistrat die Fragestellerin mitzuteilen, um welche Schifffahrtsgesellschaft und um welchen Anleger es sich handelt. Eine kurze E-Mail an die Adresse: pf.dezernat08@stadt-frankfurt.de reicht aus. Antragstellende Person(en): Stadtv. Dominike Pauli

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 19. September 2019 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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