Im Heizkraftwerk West der Mainova wurde über viele Jahre hinweg Steinkohle aus Kolumbien verbrannt. Die kolumbianische M
Zusammenfassung
Die Frage bezieht sich auf die Herkunft der Steinkohle, die von Mainova verwendet wird, und die Einhaltung der unternehmerischen Sorgfaltspflicht gemäß dem Lieferkettengesetz. Es wird erwartet, dass der Magistrat Informationen über die Lieferanten und die Maßnahmen zur Sicherstellung der Menschenrechte und Umweltschutz bereitstellt.
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Thema Umwelt und Energie verfolgenFrage an den Magistrat
Im Heizkraftwerk West der Mainova wurde über viele Jahre hinweg Steinkohle aus Kolumbien verbrannt. Die kolumbianische Menschenrechtsorganisation "Tierra Digna" kritisiert die Bedingungen, unter denen Kohle in Kolumbien vom Unternehmen "Glencore" abgebaut wurde und wird. Es seien Menschenrechte verletzt und die Umwelt geschädigt worden.
Ich frage den Magistrat:
Von welchen Unternehmen bezog und bezieht die Mainova Steinkohle, und wie ist sichergestellt, dass die unternehmerische Sorgfaltspflicht gemäß dem Lieferkettengesetz eingehalten wird?
Antwort des Magistrats
Mainova hat, soweit die eigene Dokumentation zurückreicht, keine Steinkohle von dem Unternehmen Glencore bezogen.
Mainova arbeitet im Kontext der Beschaffung von Steinkohle mit dem Lieferanten JERA Global Markets Pte-Ltd., JERAGM, zusammen. Das Unternehmen ist Mitglied der Bettercoal-Initiative und hat Mainova die Konsistenz ihrer Geschäftspraktiken mit den zehn Prinzipien des UN Global Compact für das Geschäftsjahr 2023 schriftlich bestätigt.
Zur Überwachung der menschen- und umweltrechtlichen Sorgfaltspflichten gemäß Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, LkSG, hat Mainova die Funktion einer Menschenrechtsbeauftragten eingerichtet. Zusammen mit einem Projektteam bestehend aus Einkauf, Compliance und Nachhaltigkeit werden die Sorgfaltspflichten seitens Mainova konsequent nachgehalten und umgesetzt.
Mainova führt zudem Risikoanalysen durch, um potenzielle Risiken in ihren Geschäftsbereichen und den Lieferketten zu identifizieren und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um die Einhaltung von Menschen- und Umweltrechten sicherzustellen. Auch JERAGM, als unmittelbarer Zulieferer von Mainova, ist Bestandteil dieser jährlichen Risikoanalyse.
Das Bekenntnis der Mainova AG zum Schutz der Menschenrechte ist in der Grundsatzerklärung zur Achtung der Menschenrechte und Umweltbelange im Mainova Konzern unter folgendem Link zu finden: www.mainova.de/nachhaltigkeitsrichtlinien.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 7. Dezember 2023 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.