Zum Inhalt springenZur Navigation springenZum Fußbereich springen
Ortsbeiräte
Nachbarschaft
Abo

Zurzeit erreichen mich als Stadtverordneten immer wieder besorgte Mitteilungen von Frankfurter Eltern nichtdeutscher Her

Vorlagentyp: F
Beantwortet

Zusammenfassung

Die Frage zielt darauf ab, die Anzahl der in Obhut genommenen Kinder in Frankfurt am Main zu ermitteln und die Bedingungen für eine Inobhutnahme zu klären. Dies soll den besorgten Eltern nichtdeutscher Herkunft helfen, ihre Ängste zu verstehen und zu adressieren.

Dies ist eine KI-generierte Zusammenfassung. Diese kann Fehler beinhalten.

Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.

Unabhängig. Kostenlos. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.

Thema Kinder, Jugend und Familie verfolgen

Frage an den Magistrat

Zurzeit erreichen mich als Stadtverordneten immer wieder besorgte Mitteilungen von Frankfurter Eltern nichtdeutscher Herkunft, die die Befürchtung haben, dass ihnen ihre Kinder durch die Stadt "weggenommen" werden könnten, beispielsweise infolge eines Streits in der Familie. Offensichtlich besteht ein Informationsdefizit darüber, was eine Inobhutnahme bedeutet und welche Bedingungen für eine solche erfüllt sein müssen. Diesen Sorgen Frankfurter Eltern sollte begegnet werden. Ich frage den Magistrat: Wie viele Kinder mit und ohne deutschen Pass, bitte nach Herkunftsland aufgeschlüsseln, wurden von staatlichen Stellen im Laufe des letzten Jahres in Obhut genommen und welche Gründe müssen erfüllt werden, damit eine Inobhutnahme überhaupt erfolgt?

Antwort des Magistrats

Bezogen auf Frankfurter junge Menschen lag die Zahl der 2022 beendeten Inobhutnahmen bei 535. Dabei wird im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfestatistik lediglich erfasst, ob ein Migrationshintergrund - laut Definition der Kinder- und Jugendhilfestatistik bei ausländischer Herkunft mindestens eines Elternteils - vorliegt. Die Staatsangehörigkeit der in Obhut genommenen Kinder und Jugendlichen wird nicht erfasst.

2022 hatten 63 Prozent der in Obhut genommenen Kinder und Jugendlichen einen Migrationshintergrund. Der Anteil aller in Frankfurt am Main lebenden Kinder und Jugendlichen zwischen 0 und 17 Jahren mit Migrationshintergrund liegt bei 73,5 Prozent, zum Stichtag 31.12.2022.

Es gibt zwei Handlungsvoraussetzung für eine Inobhutnahme eines Kindes oder Jugendlichen gem. § 42 SGB VIII durch das Jugendamt:

Bittet ein Kind oder Jugendlicher selbst um Inobhutnahme, führt dies zwingend zur Handlungspflicht des Jugendamts. Der Gesetzgeber definiert die Bitte des Kindes um Inobhutnahme bereits als Indiz für eine Not- und Konfliktlage.

Eine dringende Gefahr für das Wohl eines Kindes oder Jugendlichen bedeutet eine Situation, die bei weiterer Entwicklung eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen und seelischen Wohls des Kindes mit ziemlicher Sicherheit erwarten lässt.

Das Jugendamt prüft hierbei im Rahmen einer Gefährdungseinschätzung die Einzelfallumstände, um das Vorliegen einer Kindeswohlgefährdung und die Wahrscheinlichkeit des Schadenseintritts angemessen bewerten zu können. Diese Gefährdungseinschätzung erfolgt stets im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte.

Die vorzunehmende Prüfung umfasst soweit dies mit dem Schutz des Kindes vereinbar ist zwingend die Kontaktaufnahme des Jugendamtes mit den Eltern, um zunächst abzuklären, ob die Eltern willens und in der Lage sind, die Gefahr für das Kind abzuwenden.

Voraussetzung einer Inobhutnahme ist, dass kein milderes Mittel zur Verfügung steht, um den drohenden Schaden vom Kind beziehungsweise Jugendlichen abzuwenden.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 7. Dezember 2023 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

Mitdiskutieren

Ortsbeiratssitzung