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Im Forschungsbrief Nr. 52/Juli 2019 der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen e. V. heißt es, dass wohnungslose Mensch

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Inhalt

Frage vom 22.08.2019, F 2034 Im Forschungsbrief Nr. 52/Juli 2019 der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen e. V. heißt es, dass wohnungslose Menschen in Deutschland überdurchschnittlich häufig von Substanzkonsum-störungen und anderen psychischen Erkrankungen betroffen seien, dies sei spätestens seit den empirischen Studien zu diesem Thema aus den 1990er-Jahren bekannt. Die Seewolf- Studie, 2017, die dies im Großraum München untersuchte, belege dies mit aktuellen Daten. Umstritten seien die Konsequenzen, die sich daraus für die Hilfesysteme ergeben würden. Ich frage daher den Magistrat: Wie ist die Situation zu dem genannten Sachverhalt in Frankfurt, und arbeiten die Wohnungslosenhilfe, die ambulante sowie stationäre Suchthilfe zusammen?

Antwort des Magistrats: Eine der "Seewolf-Studie" vergleichbare Untersuchung wurde in Frankfurt am Main nicht durchgeführt. Dass viele wohnungslose Menschen Suchtprobleme, und/oder psychische Probleme haben, ist Realität und auch für Frankfurt am Main zu konstatieren. Entsprechend sind die Projekte und Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe in Frankfurt am Main für Problemlagen wie Substanzgebrauch und psychische Erkrankungen sensibilisiert. Die Mitarbeitenden können die Betroffenen beim Gebrauch illegaler oder legaler Drogen schnell in Hilfen des Systems der Drogen- und Suchthilfe vermitteln. Darüber hinaus haben die großen Träger der Wohnungslosenhilfe in der Stadt spezielle Beratungsangebote für den Personenkreis. Der Fokus liegt im Bereich der Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit. Bei Problemen mit illegalen Substanzen greift das System der Drogenhilfe. In den niedrigschwelligen Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe, wie den Tagesstätten, Beratungszentren, der aufsuchenden Arbeit oder der Notübernachtung Ostpark, bieten Mitarbeitende der Suchtberatungsstellen Beratung vor Ort an, ebenso teilweise in den stationären Einrichtungen nach den §§ 67 ff SGB XII. Für Männer - über 70 Prozent der suchtmittelabhängigen wohnungslosen Menschen sind männlich - hält der Frankfurter Verein für soziale Heimstätten e. V. ein spezielles Angebot vor. Direkt von der "Straße" können Betroffene in das Fachkrankenhaus Vielbach gebracht werden. Entgiftung und Therapievorbereitung finden vor Ort statt. Die Nachsorge zur Stabilisierung erfolgt ebenfalls noch in der Nähe der Suchtfachklinik. So können gegebenenfalls Rückfälle unmittelbar therapeutisch behandelt werden. Weiterhin steht in Frankfurt am Main eine ausreichende Platzzahl im Betreuten Wohnen zur Verfügung, dass mit der Thematik Sucht vertraut ist. Dieses Angebot setzt eine gewisse Stabilität der Bewohnerinnen und Bewohner voraus. Die Betreuung wird im System der Wohnungslosenhilfe, Hilfe zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten i. S. d. §§ 67 - 69 SGB XII, als auch im System der Eingliederungshilfe, §§ 53 - 60 SGB XII, ab 2020 im SGB IX, angeboten sowohl in betreuten Wohngemeinschaften als auch im betreuten Einzelwohnen im eigenen Wohnraum. Zusammengefasst ist festzustellen, dass in Frankfurt am Main Wohnungslosenhilfe und Suchthilfe - legale und illegale Süchte - gut vernetzt sind. Antragstellende Person(en): Stadtv. Yanki Pürsün

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 22. August 2019 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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