Laut einer Studie der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources, IUCN, mit dem Titel „Primary
Zusammenfassung
Die Frage bezieht sich auf die ökologische Bewertung der roten Markierungen für Radwege in Frankfurt, insbesondere im Hinblick auf den Abrieb von Fahrbahnmarkierungen als Mikroplastikquelle. Es wird vorgeschlagen, diese Markierungen auf echte Gefahrenstellen zu reduzieren, um die Umweltbelastung zu verringern.
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Thema Fahrradfahren verfolgenFrage an den Magistrat
Laut einer Studie der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources, IUCN, mit dem Titel "Primary Microplastics in the Oceans" aus dem Jahr 2017 entfallen rund sieben Prozent aller Mikroplastikpartikel in den Ozeanen auf den Abrieb von Fahrbahnmarkierungen. In einer 2018 publizierten Studie des Fraunhoferinstituts über Mikroplastik in der Umwelt rangiert der Abrieb von Fahrbahnmarkierungen unter den Top-Ten-Quellen auf Platz 9. Ich frage den Magistrat: Wie bewertet der Magistrat unter diesem Aspekt die in Frankfurt seit geraumer Zeit weitläufig betriebene rote Markierung für Radwege, und wäre es ökologisch nicht sinnvoller, diese auf echte Gefahrenstellen wie Kreuzungen, Einmündungen und unübersichtliche Stellen zu reduzieren?
Antwort des Magistrats
Das Amt für Straßenbau und Erschließung verwendet eine Zwei-Komponenten-Kaltplastik eines niederländischen Herstellers. Das Unternehmen verfügt über alle nötigen Zulassungen für Fahrbahnmarkierungsprodukte.
Ganzflächig rot eingefärbte Radfahrstreifen und Radwege haben zum Ziel, diese möglichst unter allen Witterungs- und Lichtbedingungen deutlich sichtbar von anderen Verkehrsflächen wie Fahrstreifen für den motorisierten Individualverkehr, MIV, und Gehwege abzugrenzen und damit die Gefahr von Konflikten zu reduzieren. Damit können sie insbesondere in Bereichen mit einem höherem Gefahrenpotenzial - zum Beispiel Furten, Knotenpunktzufahrten und hochbelastete Grundstückszufahrten - einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten.
Auf streckenhafte Roteinfärbungen kann verzichtet werden, wo Radverkehrsanlagen zum Beispiel durch Separatoren baulich getrennt markiert und daher im Regelbetrieb auch nicht von Kraftfahrzeugen überfahren werden. Bei aktuellen Planungen wird dies berücksichtigt.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 19. Oktober 2023 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.