Der Presse war zu entnehmen, dass insbesondere Eltern im Stadtteil Unterliederbach unter fehlenden Hortplätzen leiden. I
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Thema Schulen und Bildung verfolgenInhalt
Frage vom 12.12.2014, F 1917 Der Presse war zu entnehmen, dass insbesondere Eltern im Stadtteil Unterliederbach unter fehlenden Hortplätzen leiden. In diesem Zusammenhang wurde vonseiten des Stadtschulamtes darauf aufmerksam gemacht, dass für 2016 eine Software geplant sei, die die Vergabe von Betreuungsplätzen zentral regeln würde. Bereits Anfang dieses Jahres verkündete der Magistrat, dass der Kita-Navigator auf dem Weg sei und nur noch wenige Verwaltungsschritte zur Umsetzung erforderlich seien. Vor diesem Hintergrund frage ich den Magistrat: Aus welchen Gründen verzögert sich die zentrale Vergabe der Betreuungsplätze um ein weiteres Jahr, und wie gedenkt der Magistrat, übergangsweise den Eltern bei der Betreuungssuche zu helfen?
Antwort des Magistrats: Unser Ziel ist klar: Das Portal mit dem Namen: .kindernet frankfurt - Betreuungsplatz online' wird es Eltern in Zukunft ermöglichen, sich über das Frankfurter Betreuungsangebot für Kinder aller Altersstufen zu informieren, sich für die gewünschten Betreuungsangebote elektronisch vorzumerken und dann auch über das Portal einen Betreuungsplatz vermittelt zu bekommen. Wichtig ist, dass für die Eltern selbstverständlich weiterhin die Möglichkeit besteht, sich Betreuungsangebote und Einrichtungen vorab persönlich anzuschauen. Dadurch werden die Einrichtungen interessierte Eltern ebenso weiterhin vorab persönlich kennenlernen können. Hier wird sich also nichts ändern. Was sich ändert ist, dass Kinder, die einen Platz bekommen haben, dann automatisch von den Wartelisten der anderen Einrichtungen gelöscht werden. So bekommen wir einen genauen Überblick darüber, wie viele Eltern noch einen Platz benötigen. Wir werden in Frankfurt ein elektronisches Platzvermittlungswerkzeug aufbauen, dass alle Kinderbetreuungsformen und -einrichtungen berücksichtigt: U3, Ü3 sowie Betreuungsplätze für Grundschulkinder, auch die Tagespflegepersonen. In dieser Breite ist unser Portal bundeweit einmalig. Wir geben unseren Eltern, unseren Trägern und den Tagesmüttern und -vätern hier ein qualitativ hochwertiges Instrument an die Hand. Die Umsetzung allerdings ist hoch komplex. Wir sprechen hier von derzeit über 45.000 Betreuungsplätze, die von 230 Trägerorganisationen in rund 800 Betreuungseinrichtungen und bei rund 550 Tagespflegepersonen angeboten werden. Die Zahl der Betreuungsplätze ist weiter steigend. Diese enorme Zahl bedeutet auch, dass vor der Inbetriebnahme ca. 1.700 Personen aus den Fachdiensten und Einrichtungen sowie den Trägerorganisationen für .kindernet frankfurt' geschult werden müssen. Diese Schulungen werden vom Stadtschulamt in 141 Schulungsgruppen mit jeweils 12 Personen an einem PC-Arbeitsplatz organisiert. Zudem erfordert die Programmierung der verschiedenen Komponenten Information, Vormerkung und Vermittlung eine dezidierte fachliche sowie technische Abstimmung, die die Vorgaben des Datenschutzes sowie der IT-Sicherheit berücksichtigt. Aus diesem Grund sind zwingend mehrfache Testphasen erforderlich, um jedes Risiko inhaltlicher und technischer Probleme auszuschließen. Wie sicher bekannt ist, haben technische oder datenschutzrechtliche Probleme in anderen Kommunen zur Abschaltung oder Rücknahme dort entwickelter Portale geführt. Wir wollen hier von Anfang an alles richtig machen und gehen daher mit Sorgfalt vor. Sorgfalt und die nötigen Schulungen erfordern jedoch Zeit. Wir gehen davon aus, dass unser .kindernet frankfurt - Betreuungsplatz online' im Laufe des nächsten Jahres an den Start geht. Bis es losgeht, steht die Infobörse des Stadtschulamtes den Eltern selbstverständlich weiterhin zur Beratung und Orientierung bei der Betreuungsplatzsuche zur Verfügung. Antragstellende Person(en): Stadtv. Stefan Freiherr von Wangenheim
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 12. Dezember 2014 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.