Frankfurt wächst - nicht nur durch Zuzug, sondern auch organisch durch eine zunehmende Anzahl an Geburten. 2017 waren es
Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.
Unabhängig. Kostenlos. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.
Thema Kinder, Jugend und Familie verfolgenInhalt
Frage vom 16.05.2019, F 1897 Frankfurt wächst - nicht nur durch Zuzug, sondern auch organisch durch eine zunehmende Anzahl an Geburten. 2017 waren es 9.003 lebend geborene Kinder in und aus Frankfurt - 2016: 8.868 -, das sind im Schnitt 25 Geburten pro Tag. Insgesamt kommen jedoch im Jahr circa 14.000 Kinder in Frankfurt zur Welt, da viele aus dem Uml and in Frankfurt entbinden. Trotz weiterhin steigender Geburtenzahlen schließen immer mehr Krankenhäuser in Frankfurt ihre Kreißsäle, zuletzt entschied sich das Markus Krankenhaus, zum 01.01.2019 keine Entbindungen mehr vorzunehmen. Ich frage daher den Magistrat: Wie wird sichergestellt, dass künftig werdende Eltern ohne lange Wege und ohne Gefahr zu laufen, in Kreißsälen abgewiesen zu werden, eine Entbindungsmöglichkeit in Frankfurt finden, und werden Gespräche geführt, um weitere Schließungen abzuwenden?
Antwort des Magistrats: Die klinische Geburtshilfe in Frankfurt ist gesichert. Kliniken können jedoch im Rahmen ihres Versorgungsauftrags frei darüber entscheiden, welche Fachbereiche sie mit welchem Leistungsspektrum für die Patientenversorgung vorhalten. Derzeit sind dem Magistrat aber keine weiteren Schließungsabsichten von Geburtskliniken in Frankfurt bekannt. Das Markus-Krankenhaus hatte nach eigener Darstellung einen Rückgang der Geburtenzahlen verzeichnet und daraufhin entschieden, die Geburtshilfe aus ihrem Leistungsspektrum zu nehmen. Das ist nachvollziehbar: Mit dem Rückgang der Fallzahlen geht einem Krankenhaus Erfahrung und somit Expertise verloren, letztlich also Qualität, die wirtschaftlich erbracht werden muss. Das Markus-Krankenhaus hat aber nach eigener Darstellung nicht leichtfertig agiert, sondern zunächst mit anderen Geburtskliniken Gespräche geführt. Infolge dessen wurde insbesondere eine Kooperation mit dem Bürgerhospital geschlossen, das mit seinem Neubau die Geburtshilfe stark ausgeweitet hat. Im Ergebnis ist die Geburtshilfe in Frankfurt aber weiterhin gut aufgestellt. Das gilt auch in Bezug auf die vorgegebenen Erreichbarkeitskriterien für die Notfallversorgung - 30 Minuten/25 Kilometer - zumal die Wege in Frankfurt deutlich kürzer sind. Vereinzelt kann es jedoch vorkommen, dass Eltern wegen der hohen Auslastung von ihrer Wunschklinik abweichen und eine andere Klinik aufsuchen müssen. Sie können sich dabei aber immer auf die Unterstützung der abgebenden Klinik verlassen, denn auch die begleitende Hilfe ist sichergestellt. Selbstverständlich teilt der Magistrat das Interesse an ausreichenden, qualitätsvollen und ortsnahen Entbindungsmöglichkeiten und wird in diesem Sinne die Frankfurter Interessen auch in die anstehende Fortschreibung des hessischen Landeskrankenhausplanes einbringen. Antragstellende Person(en): Stadtv. Kristina Luxen
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 16. Mai 2019 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.