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Gaming ist ein weltweit wachsender Milliardenmarkt und Hessen ein führender Gaming-Standort. Die Universität in Darmstad

Vorlagentyp: F
Beantwortet

Zusammenfassung

Der Magistrat wird gefragt, ob es Möglichkeiten gibt, die Förderung und Unterstützung der Gaming-Branche in Hessen zu verbessern, um die Abwanderung von Unternehmen und Talenten zu verhindern. Eine bessere finanzielle Unterstützung könnte die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts FrankfurtRheinMain erhöhen und neue Arbeitsplätze schaffen.

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Frage an den Magistrat

Gaming ist ein weltweit wachsender Milliardenmarkt und Hessen ein führender Gaming-Standort. Die Universität in Darmstadt bildet mit dem Bachelor-Studiengang "Animation and Game" inzwischen Gaming-Profis aus, in Hessen und speziell Frankfurt treffen sich Kreative aus dieser Branche, es entstehen Arbeitsplätze mit Zukunftspotenzial. Trotzdem liegt Hessen laut einem MEX-Bericht des Hessischen Rundfunks im Vergleich der Bundesländer bei der finanziellen Förderung dieser Branche mit nur 200.000 Euro jährlich weit im unteren Drittel.

Ich frage daher:

Sieht der Magistrat eine Möglichkeit, zum Beispiel über die Wirtschaftsförderung, die Förderung und Unterstützung des Gamings entscheidend zu verbessern?

Antwort des Magistrats

Games sind gleichermaßen Kulturgut, Innovationsmotor und Wirtschaftsfaktor. Kein anderes Medium entwickelt sich vergleichbar dynamisch. Weltweit spielen über drei Milliarden Menschen Computer- und Videospiele, in Deutschland sind es sechs von zehn Bürgern. Der internationale Games-Markt ist mit einem Wert von 182,9 Milliarden USD die zweitgrößte Unterhaltungsbranche nach der TV-Industrie und übertrifft damit erneut die Einnahmen der Film- und Musikindustrie zusammen, Quelle: Newzoo. Der Umsatz in Deutschland lag 2022 bei 9,9 Milliarden Euro, Quelle: Game Bundesverband.

Neben dem Freizeitvertreib mit Computer- und Videospielen haben Games zu Neuentwicklungen in zahlreichen Branchen beigetragen. Azubis können an Bildschirmen das Ziehen digitaler Schweißnähte üben, bevor sie in die echte Anwendung gehen. Feuerwehren können in digitaler Umgebung Brandentwicklungen und deren Bekämpfung simulieren. Im Maschinen- und Anlagenbau können Wartungs- und Reparaturarbeiten über Augmented Reality Brillen aus der Ferne gesteuert beziehungsweise angeleitet werden, sodass Reiseaktivitäten reduziert und die Ressourceneffizienz deutlich erhöht werden können. Die Zahl der industriellen Anwendungsfälle, die sich aus der Gamifizierung bislang analoger Vorgänge ableitet, steigt zuverlässig.

Um die Games-Branche am Standort zu sichern und entscheidend zu unterstützen, das heißt einer Abwanderung von Unternehmen und Talenten entgegenzuwirken, die am Standort FrankfurtRheinMain ausgebildeten Fachkräfte zu binden sowie Neuansiedlungen und Start-ups zu fördern, ist eine gut ausgestattete Förderkulisse notwendig. Die Förderung muss dabei sowohl ideell als auch finanziell ausgerichtet sein, um verlässlich national, Landesförderung, und international konkurrenzfähige Rahmenbedingungen, Bundesförderung, für die Branche zu schaffen.

Die Erfahrungen aus der Games-Förderung in anderen Ländern wie Kanada und Frankreich zeigen, das ein Euro aus der Games-Förderung 1,80 Euro zusätzliche Steuereinnahmen und acht Euro zusätzliche Investitionen folgen, Quelle: Game Bundesverband. Eine Games-Förderung wäre damit eine sinnvolle Investition auch in den Digitalstandort FrankfurtRheinMain/Hessen. Die Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH schließt sich der Auffassung der Branchenvereinigung gamearea-Hessen e. V. an, dass eine bessere Projektförderung erforderlich ist, um den Anschluss an andere Bundesländer nicht zu verlieren. Als angemessene Größenordnung wird ein Betrag von zwei Millionen Euro jährlich auf Landesebene geschätzt. Aufgrund der aktuellen Haushaltslage ist die Unterstützung der Games-Branche durch die Wirtschaftsförderung nur ideell in Form von Beratung, Vernetzung und Sichtbarmachung möglich.

Der Magistrat schätzt das Potential der Games-Branche in Frankfurt als hoch ein und sieht diese - wie oben ausgeführt - auch als wichtigen Baustein für den Digitalstandort Frankfurt. Das Wirtschaftsdezernat pflegt deshalb einen guten Austausch mit Akteuren der Games-Branche. Im Frühjahr 2024 soll erstmals eine Gaming-Messe stattfinden, die den Standort Frankfurt in einem qualitativ hochwertigen Format stärken soll. Eine Ankündigung der Veranstaltung folgt.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 21. September 2023 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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