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Für das angedachte Neubaugebiet Frankfurt-Nordwest, Gemarkung Niederursel und Praunheim, östlich und westlich der A 5, w

Vorlagentyp: F
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Thema Verkehr und Straße verfolgen

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Frage vom 16.05.2019, F 1860 Für das angedachte Neubaugebiet Frankfurt-Nordwest, Gemarkung Niederursel und Praunheim, östlich und westlich der A 5, wurden für ein Concilium Expert*innen berufen, die die Stadt bei der Planung beratend unterstützen, um von Anfang an Planungsfehler zu vermeiden und das Gebiet nachhaltig im Sinne des Masterplans 100 Prozent Klimaschutz zu entwickeln. Im Concilium sind zwar Kompetenzen wie zur Landschaftsplanung abgedeckt, aber keine expliziten Expert*innen für Klima- und Umweltschutz sowie Energie eingebunden.

Ich frage den Magistrat: Wie gedenkt der Magistrat das angedachte Neubaugebiet Frankfurt-Nordwest von Anfang an so aufzustellen, dass beim Bau und vor allem bei der zukünftigen Nutzung der Masterplan 100 Prozent Klimaschutz verwirklicht wird?

Antwort des Magistrats: Der Masterplan 100% Klimaschutz der Stadt Frankfurt enthält zu den Sektoren Strom, Wärme und Verkehr Aussagen hinsichtlich möglicher Energieeinsparpotentiale und hinsichtlich des vermehrten Einsatzes erneuerbarer Energien. Die im Masterplan 100% Klimaschutz gesetzten Ziele gehen mit den nationalen und internationalen Zielen einher. Für Frankfurt am Main bedeutet dies konkret, den Endenergiebedarf bis 2050 zu halbieren und den Anteil aus regenerativen Energieträgern auf 50 % des Basisjahres 2010 zu erhöhen, so dass im Jahr 2050 eine vollständige Versorgung der Stadt Frankfurt am Main aus erneuerbaren Energiequellen gewährleistet ist. Das Planungsdezernat versteht Klimaschutz als eine fachübergreifende Aufgabe. Um die kommunalen, nationalen und internationalen Ziele zu erreichen, müssen dringend integrierte Strategien erarbeitet und umgesetzt werden! Die interdisziplinäre Zusammensetzung des Consiliums stellt sicher, dass das Handlungsfeld Klimaschutz und Klimaanpassung im Neuen Stadtteil integriert bearbeitet wird. Soweit spezifisches Fachwissen im Kreis des Consiliums weiter vertieft werden soll, können nach Geschäftsordnung des Consiliums externe Expertinnen und Experten hinzugezogen und gegebenenfalls Arbeitskreise gebildet werden. Damit folgt die Arbeitsweise des Consiliums dem Leitbild der Leipzig Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt. Der neue Stadtteil wird darüber hinaus seit Anfang 2018 in enger Zusammenarbeit mit Stadträtin Heilig im Green-City-Nachhaltigkeitsforum beraten. Denn es ist wichtig, dass Stadt und Freiraum zusammengedacht werden. Diesem Gremium gehören neben meinen Kolleginnen und Kollegen Stadträtin Heilig, Stadträtin Weber, Stadtrat Frank und Stadtrat Oesterling namhafte Expertinnen und Experten unterschiedlicher Fachdisziplinen an - Naturschutzverbände, Forschungsinstitute, Energieversorger, Wirtschaft, Landwirte, Architekten, Stadt- und Verkehrsplaner. Im Rahmen mehrerer Soiree-Veranstaltungen wurden die im Masterplan 100% Klimaschutz benannten Sektoren behandelt. In diesem Jahr stehen weitere Gesprächsrunden zum neuen Stadtteil an. Die Mitglieder des Nachhaltigkeitsforums geben dem Magistrat ebenfalls Hinweise, wie im neuen Stadtteil eine nachhaltige Quartiersentwicklung gelingen kann. Im Rahmen der vorbereitenden Untersuchungen wird der Klimaschutz ebenfalls berücksichtigt. Neben stadtklimatologischen Untersuchungen wird ein Grünkonzept entwickelt, das über das Gebiet hinausreicht und eine Umsetzung des Konzepts der Speichen und Strahlen zum Ziel hat. Dieser Ansatz wurde bereits in einer öffentlichen Bürgerveranstaltung im September 2018 von Mitarbeitern des Planungsdezernats und des Umweltamts erörtert. Im Fokus standen dabei stadtklimatologische Fragen. Mit Hilfe der oben genannten Gremien, Gutachten und Konzepte soll gewährleistet werden, dass bei der Entwicklung des Neuen Stadtteils die aktuellsten Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis einfließen. Damit soll der Neue Stadtteil einen wichtigen Beitrag leisten, um die Ziele des Masterplans 100% Klimaschutz in Frankfurt zu erreichen. Antragstellende Person(en): Stadtv. Bernhard Maier

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 16. Mai 2019 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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