Auf eine Presseanfrage zum Thema Umstellung auf Open-Source-Software teilt das Dezernat 5 mit: „Eine belastbare Kostensc
Zusammenfassung
Der Magistrat wurde beauftragt, bei zukünftigen Softwareanschaffungen offene Standards und freie Open Source-Software zu bevorzugen. Dies soll die digitale Souveränität der Stadt stärken und mögliche Kostenersparnisse durch den Wegfall von Lizenzgebühren ermöglichen.
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Thema Wirtschaft und Tourismus verfolgenFrage an den Magistrat
Auf eine Presseanfrage zum Thema Umstellung auf Open-Source-Software teilt das Dezernat 5 mit: "Eine belastbare Kostenschätzung ist aktuell (noch) nicht möglich."
Ich frage den Magistrat:
Bis wann kann der Magistrat eine belastbare Kostenschätzung liefern, und falls sie schon vorhanden ist, wie sieht sie aus?
Antwort des Magistrats
Sehr geehrte Frau Stadtverordnetenvorsteherin Arslaner,
sehr geehrter Herr Stadtverordneter Dr. Vogel,
meine Damen und Herren!
Der Magistrat wurde durch den Antrag NR 664 beauftragt, bei zukünftigen Softwareanschaffungen der Stadt grundsätzlich offene Standards und freie Open Source-Software zu bevorzugen und diese bei ausreichender Eignung, finanziellen Möglichkeiten und Sicherheit auszuwählen. Vorteile bei der Nutzung von Open Source-Software ergeben sich durch weniger Abhängigkeit von Unternehmen und mögliche Kostenersparnisse durch den Wegfall, bzw. die Senkung von Lizenzgebühren.
Somit ist von einer grundsätzlichen IT-Umstellung der bereits eingesetzten Software keine Rede, sondern das Open Source-Bestreben bezieht sich auf die zukünftige Prüfung bei Anschaffungen von neuen Software-Anwendungen. Ob eine Open Source-Lösung sinnvoll ist, wird jeweils im Einzelfall dezentral von den beschaffenden Einheiten geprüft. Dabei fallen unter anderem Aufwände für die Entwicklung und Bereitstellung von Schnittstellen von Open-Source-Fachapplikationen zu Fachverfahren an, welche durch die Ämter und Betriebe der Stadt Frankfurt mittels diverser Standard-Softwareprodukte abgedeckt werden. Analog zu den proprietären Software-Produkten muss im Übrigen auch bei den Open Source-Produkten die Absicherung beziehungsweise der sichere Betrieb gewährleistet werden, um sich vor Sicherheitslücken zu schützen. Ferner sind Aufwände für Schulungsmaßnahmen der Mitarbeitenden und insbesondere des IT-Personals bei jeder Art von Software-Produkten einzukalkulieren. Eine belastbare Kostenabschätzung ist somit nur zum Zeitpunkt des Bedarfs möglich.
Der Magistrat begrüßt die Initiative der Stadtverordnetenversammlung zu mehr digitaler Souveränität und somit auch, dass hiermit das Selbstverwaltungsrecht der Kommunen in nicht unerheblichem Maße gestärkt wird.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 13. Juli 2023 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.