Auf die Frage Nr. 77 der Fragestunde der Stadtverordnetenversammlung am 17.06.2021 hat Stadtrat Frank eine äußerst unbef
Zusammenfassung
Die Frage bezieht sich auf die Auswirkungen der Pandemieklausel in der Vereinbarung zur Frankfurter Fashion Week und die Kürzung des Zuschusses. Es wird erwartet, dass die digitale Umsetzung der Fashion Week neue Impulse für die Modebranche gibt und langfristig die Stadt Frankfurt am Main als Modezentrum stärkt.
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Thema Umwelt und Energie verfolgenFrage an den Magistrat
Auf die Frage Nr. 77 der Fragestunde der Stadtverordnetenversammlung am 17.06.2021 hat Stadtrat Frank eine äußerst unbefriedigende Antwort erteilt. Zumindest wurde erklärt, dass in der städtischen Vereinbarung mit dem Veranstalter eine Pandemieklausel für den Fall vorgesehen ist, dass die Fashion Week aus Infektionsschutzgründen nicht wie geplant durchgeführt werden kann. Allgemein bekannt ist, dass dieser Fall eingetreten ist und die Fashion Week nur mit einem Rumpfprogramm stattgefunden hat. Ich frage den Magistrat: Was hat die besagte Pandemieklausel zur Folge, und in welchem genauen Umfang wird der Zuschuss für die Frankfurter Fashion Week gekürzt?
Antwort des Magistrats
Die Vereinbarung zwischen der Messe Frankfurt Exhibition GmbH und dem Magistrat der Stadt Frankfurt am Main zielt in der inhaltlichen Ausrichtung darauf ab, dass die Frankfurt Fashion Week, FFW, fester Bestandteil des internationalen Fashionkalenders wird. Unter dem Anspruch, die FFW positioniert sich als Host für die Zukunft der Mode und treibt die Transformation hin zu einer zukunftsorientierten, nachhaltigeren Fashion- und Textilbranche aktiv voran, fand die Premiere aufgrund der aktuellen Situation in Form einer Preview als digitales FFW Studio statt. Frankfurt am Main wurde seiner Rolle als Treffpunkt der analogen und digitalen Welt mit internationaler Wirkung gerecht und konnte über das digitale Format alle relevanten Schlüsselfiguren der Modebranche erreichen. Vom 5. bis 9. Juli 2021 präsentierten internationale Marktteilnehmer inspirierende Markenerlebnisse, virtuelle Showcases, Live Acts und lieferten mit über 200 Rednern und Rednerinnen wesentliche Impulse für die zukunftsrelevanten Themenkomplexe Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Gemeinsam mit Anita Tilmann, Managing Partner der Premium Group, und Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt, gab der Frankfurter Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der Messe Frankfurt den Startschuss für über 72 Stunden kuratierten Fashion-Content. Im Vertrag verpflichtete sich die Messe, im Falle der Pandemie die Veranstaltung in digitale Formate umzusetzen. Dies ist geschehen. Das vollständige Programm des FFW STUDIO findet sich unter http://www.frankfurt.fashion/studio im Internet. Das progressive und zukunftsweisende digitale Format zeigte, welch großes Potenzial in Frankfurt am Main nach der Pandemie für eine Fashion Week aufzurufen ist. Die gelungene Markensetzung "Frankfurt Fashion Week" beflügelte die in Eigeninitiative veranstalteten Fashion-Projekte im Stadtgebiet, die über verschieden inhaltlich ausgerichtete Aktionen und Projekte einen Vorgeschmack auf die geplante Einbeziehung vieler stadtweiter Aktivitäten erzeugten. Unter Stadteventing werden vor allem die Projekte verstanden, die von Kreativschaffenden im Stadtgebiet - außerhalb des Messegeländes - auf die Frankfurt Fashion Week einzahlen und das Label FFW von der Messe bekommen. Über die Anfang Juli 2021 gegründete AAArea GmbH - ein Zusammenschluss von elf inhabergeführten Frankfurter Agenturen - ist der Prozess der Stadteventisierung für die vier verbleibenden FFW bereits angelaufen. Die neue Aufmerksamkeit für die Mainmetropole zum Thema Mode soll über spektakuläre, vernetzende und innovative Elemente dem Wirtschaftsstandort Frankfurt am Main neuen Auftrieb verleihen sowie globale und lokale Synergien aktivieren: Global wirkt die Frankfurt Fashion Week auf ein zukunftsfähigeres, faireres und umweltschonenderes Fashionsystem hin; lokal erwirtschaftet eine gemeinsam von Stadt Frankfurt am Main, Land Hessen und Messe Frankfurt getragene Investition in Höhe von zehn Millionen Euro - verteilt über drei Jahre - eine erwartete Umwegrentabilität von über 200 Millionen Euro pro Jahr und bietet damit große Chancen für alle Beteiligten. Langfristig begrüßt der Magistrat die Verwurzelung des Themas Mode in neuer verantwortungsvoller Ausrichtung als einen förderungswürdigen Nährboden für die stadtweite Subkultur und speziell für Initiativen und Gewerbevereine in den einzelnen Quartieren der Stadtteile.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 8. Juli 2021 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.