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Frage vom 10.10.2014, F 1776 Am 13.10.2014 haben die Vorlesungen des Wintersemesters an den Frankfurter Hochschulen begonnen. Viele Studierende befinden sich auf Unterkunftssuche, o b in Studentenwohnheimen, WGs oder normalen Wohnungen.
Ich frage den Magistrat: Was unternimmt der Magistrat, um positiv auf die Wohnraumsituation von Studierenden einzuwirken?
Antwort des Magistrats: Die Stadt Frankfurt am Main steht als Wissenschaftsstadt deutschlandweit und international im Wettbewerb um die klügsten Köpfe. So stieg die Zahl der Studierenden bei uns in den vergangenen Jahren beständig an, zuletzt jährlich um etwa acht Prozent. Zum Wintersemester 2012/2013 waren über 57.000 Studierende an den Frankfurter Hochschulen immatrikuliert. Leider fehlt es vor allem in deutschen Großstädten und daher auch hier in Frankfurt ohnehin schon wegen des anhaltenden Bevölkerungswachstums an günstigem Wohnraum für Studierende. Der Magistrat sieht die Schaffung von ausreichendem Wohnraum für Studierende als vordringliches Ziel an und unterstützt dies im Rahmen seiner Möglichkeiten nach Kräften. Bei der Versorgung der Studierenden mit Wohnraum spielen seit jeher die Studentenwerke eine wichtige Rolle. Das Sudentenwerk Frankfurt am Main betreibt derzeit knapp 20 Studierenden-wohnhäuser, in denen die verhältnismäßig günstigen Warmmieten zwischen 200 und 400 Euro rangieren. Daneben gibt es noch weitere Wohnheimträger, wie die GWH, den Bauverein Katholische Studentenwohnheime e. V., die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau sowie die Wohnrauminitiative Frankfurt e. V., die Studierenden Wohnraum zu ähnlichen Konditionen überlassen. Der Magistrat unterstützt die Schaffung von Wohnraum für Studierende auf unterschiedliche Weise - auch wenn man konstatieren muss: Alleine können wir das kaum erreichen. Hier sieht der Magistrat das Land Hessen wesentlich stärker gefordert. Aber wir tragen unseren Teil dazu bei, angemessenen Wohnraum für Studierende zur Verfügung zu stellen. So gibt es seit 2012 ein eigenes städtisches Förderprogramm zur Schaffung von preiswertem Wohnraum für Studierende in Frankfurt. Mit diesem Programm kann sowohl der Neu-, Um- und Ausbau als auch die Umwandlung von gewerblichen Flächen in Wohnraum gefördert werden. Im Rahmen dieses Programms wurden bislang Fördermittel in Höhe von rund drei Millionen Euro für den Neubau von 95 Apartments in Passivhausbauweise durch das Studentenwerk Frankfurt am Riedberg bewilligt. Weitere Projekte mit circa 220 Wohnplätzen für Frankfurter Studierende sind derzeit in Planung. Der Magistrat unterstützt die Schaffung von Wohnraum für Studierende aber auch über seine Bauberatungstätigkeit, um die die zeitnahe Realisierung von Projekten zu befördern. Dabei handelt es sich beispielsweise um Nutzungsänderungen von Büroraum in Wohnraum, so geschehen beim ehemaligen Ordnungsamt auf der Mainzer Landstraße. Als weiteres Beispiel sei hier die im Rahmen der Bahnhofsviertelrichtlinie erfolgte Um-wandlung des ehemaligen 4. Polizeireviers am Wiesenhüttenplatz in ein Studierendenwohnhaus mit 48 Einzelzimmerapartments genannt. Darüber hinaus errichten erfreulicherweise immer mehr Privatinvestoren auch Studierendenwohnraum, die leider allerdings meist einen höheren Mietpreis aufweisen. Zu diesen Projekten zählen beispielsweise die Youniq AG - 233 Wohnungen für Studierende, Riedberg -, die Frankfurt School of Finance & Management - 228 Zimmer, Adickesallee -, die Schneider Bau GmbH - Studentenwohnheim Campus Riedberg - sowie Magnus Kaminiarz & Cie im bereits erwähnten ehemaligen Ordnungsamt - 382 Wohneinheiten, Mainzer Landstraße. Die gegenwärtig laufende Werbekampagne des Studentenwerks, die Privatvermieter sucht, die Wohnraum für Studierende zur Verfügung stellen können, unterstützt der Magistrat aktiv und schließt sich dem Appell ausdrücklich an. Außerdem stellt der Magistrat über das Projekt "Alt und Jung unter einem Dach" leer stehende Kleinwohnungen in Seniorenwohnanlagen in begrenzten Kontingenten von der eigentlich bestehenden Belegungsbindung an Senioren frei. Es umfasst aktuell vier Seniorenwohnanlagen - Im Mainfeld 16, Ben-Gurion-Ring 20 und 110, Rheinlandstraße 14, Lettigkautweg 39-41 / Wendelsweg 107. Dort sind derzeit 96 Kleinwohnungen an Studierende vermietet. Sie sehen also, die Stadt Frankfurt am Main trägt einen erheblichen Teil dazu bei, dass Studierende hier eine angemessene Bleibe finden. Antragstellende Person(en): Stadtv. Wolfgang Siefert
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 10. Oktober 2014 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.