In der Heinrich-Lübke-Siedlung in Praunheim kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen auffälligen Heranwachsenden und
Zusammenfassung
Die Stadt plant Maßnahmen zur Verbesserung der Situation in der Heinrich-Lübke-Siedlung, um Konflikte zwischen Jugendlichen und Senioren zu reduzieren. Ziel ist es, ein sicheres und angstfreies Wohnumfeld für die Senioren zu schaffen. Durch Projekte und den Austausch zwischen den Akteuren vor Ort soll die Integration und das Miteinander gefördert werden.
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Thema Umwelt und Energie verfolgenFrage an den Magistrat
In der Heinrich-Lübke-Siedlung in Praunheim kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen auffälligen Heranwachsenden und Bewohnern der Seniorenwohnanlage. In jüngster Zeit haben sich die Beschwerden über Jugendgruppen gehäuft, die nicht nur direkt vor deren Wohnungen Fußball spielen, sondern die Bewohner auch durch bewusste Ruhestörung, Sachbeschädigungen und direkte verbale Angriffe provozieren. Die Senioren fühlen sich unsicher und bedroht, in einem Fall kam es zur Überreaktion eines hilflosen Bewohners, der die Jugendlichen dann mit einer Waffe bedrohte. Ich frage den Magistrat: Welche konkreten Maßnahmen wird die Stadt ergreifen, damit die Situation in der Siedlung befriedet wird und die Senioren dort wieder angstfrei leben können?
Antwort des Magistrats
Dem Magistrat ist die Situation in der Praunheimer Heinrich-Lübke-Siedlung durchaus bekannt. Seit einiger Zeit schwelen dort Konflikte zwischen Bewohnerinnen und Bewohnern sowie den Heranwachsenden in der Siedlung. Es kam vermehrt zu Beschwerden über Lärm, Vandalismus und Fußballspiele der Heranwachsenden an ungeeigneten Plätzen. Seitens der Seniorinnen und Senioren sind auch Beschimpfungen gegenüber den Kindern und Jugendlichen in der Siedlung bekannt geworden. Die Spannungen sind sicher auch durch die derzeit eingeschränkten Möglichkeiten aufgrund der Coronapandemie entstanden. Bei dem angesprochenen Vorfall hatten Kinder Fußball gespielt. Der Ball landete dabei auf einem Balkon im ersten Stock. Nachdem die Kinder geklingelt hatten und niemand öffnete, kletterten sie auf den Balkon. Der Bewohner der Wohnung stürmte daraufhin mit einer Schreckschusspistole auf den Balkon. Die eingeschaltete Polizei veranlasste weitere Maßnahmen gegen den Bewohner im Nachgang. Im Zusammenhang mit dem Vorfall gab es in der Folge ein Treffen mit den Jugendbeauftragten der Polizei und weiteren Akteuren im Quartier - Quartiersmanagement, ABG, Jugendclub Westside 488, Frankfurter Verband. Bis Ende Mai soll ein weiteres Gespräch unter Einbezug des Quartiersmanagements und einer Mitarbeiterin der Begegnungsstätte stattfinden. Der Magistrat fördert durch das Jugend- und Sozialamt im betroffenen Gebiet Jugendeinrichtungen und das dort ansässige Quartiersmanagement. Wegen der Grundproblematik im Stadtteil Praunheim wurde das benannte Gebiet für ein Projekt der "intensivierten" Sozialraumorientierung ausgewählt. Der Magistrat wird durch das Jugend- und Sozialamt die Träger der Einrichtungen vor Ort weiterhin unterstützen. Derzeit wird in diesem Rahmen ein generationsübergreifendes Projekt konzeptioniert, welches durch eine erweiterte Öffnung den persönlichen Kontakt mit den Kindern und Jugendlichen stabilisiert. Darüber hinaus soll durch den Jugendclub ein erweitertes Spiel- und Sportangebot zur Verfügung gestellt werden. Weiterhin ist eine Intensivierung des Austauschs aller Akteurinnen und Akteure vor Ort beabsichtigt, um zeitnah auf sich abzeichnende Problemlagen reagieren zu können.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 12. Mai 2021 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.