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In der hervorragenden Sonderausstellung „Damenwahl - 100 Jahre Frauenwahlrecht“ wurde dankenswerterweise auf die erfolgr

Vorlagentyp: F
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Frage vom 24.01.2019, F 1640 In der hervorragenden Sonderausstellung "Damenwahl - 100 Jahre Frauenwahlrecht" wurde dankenswerterweise auf die erfolgreiche Frankfurter Firmenchefin der Naxos Union und Stifterin Marie Pfungst erinnert. Die Stiftung für Verfolgte und Notleidende trägt den Namen des Bruders Arthur Pfungst und leistet bis heute sehr gute Arbeit für die Stadt und ihre Bürger*innen.

Ich frage den Magistrat: Was hält der Magistrat von der Anbringung einer Gedenktafel an der Naxosh alle und einer Gedenkveranstaltung, um die im Konzentrationslager Theresienstadt ermordete Frankfurter Pionierin zu würdigen?

Antwort des Magistrats: Sehr geehrte Frau Stadtverordnete auf der Heide! Der Magistrat begrüßt die Anregung, im unmittelbaren Kontext der Naxoshalle einen Gedenkort für Marie Pfungst unter Einbeziehung der Geschichte der Naxoshalle zu schaffen, ebenso wie andere Formen des öffentlichen Gedenkens an diese wichtige Persönlichkeit der Frauenbewegung und der Frankfurter Stadtgeschichte. Sowohl mit der Naxos-Halle als auch der Dr. Arthur Pfungst Stiftung, die den Namen ihres Bruders trägt, ist eine lebendige stadtgeschichtliche Erinnerung verknüpft. Die Sonderausstellung "Damenwahl! 100 Jahre Frauenwahlrecht" hat auf eine Vielzahl Frankfurter Persönlichkeiten hingewiesen, die im Stadtgedächtnis nicht gewürdigt und erinnert werden, so neben Marie Pfungst etwa auch Anna Edinger oder Jenny Apolant, als zwei besondere Vertreterinnen der jüdischen Frauenbewegung in Frankfurt. Die Ausstellung wurde von verschiedenen Projekten flankiert, die weitere entsprechend wichtige Protagonistinnen in den Fokus nehmen, so die Heussenstammstiftung für die Frauenrechtlerinnen, die Ärztin Elisabeth Winterhalter und die Künstlerin Ottilie W. Roederstein sowie die AWO-Geschichtswerkstatt zu Meta Quarck-Hammerschlag, erste weibliche Magistratsangehörige. Auch die Kampagne des Frauenreferates "Frauen.Machen.Politik" verfolgt das Ziel, die Errungenschaften von Frankfurter*innen sichtbar zu machen. Marie Pfungst wirkte als Unternehmerin, Stifterin und Philanthropin. Mit ihrem Namen verbindet sich unternehmerisches Streben, aufklärerischer Ehrgeiz und mäzenatisches Engagement. Sie stand damit in den geistigen und kulturellen Traditionen eines Frankfurter Bürgertums, das in großen Teilen jüdisch war und das die Nationalsozialisten ab 1933 sukzessive vertrieben und dann auslöschten. Sie rief zusammen mit Jenny Apolant Realgymnasialkurse für Mädchen in Frankfurt ins Leben, richtete eine Freibibliothek mit Lesehalle für Arbeiterinnen und Arbeiter ein und gründete ein Heim für Frauen, die in Not geraten waren. Als Gedenkort für Marie Pfungst im Kontext der Naxoshalle wird - nach erfolgter Rücksprache mit dem Theater Willy Praml - eine Lösung präferiert, die im Foyer der Naxoshalle verortet ist. In diesem Zusammenhang ist die Installation eines QR-Codes, der auf www.frankfurt1933-1945.de verlinkt ist und digital vertiefte Informationen zur wechselvollen Geschichte der Naxos-Union bereitstellt, vorstellbar. Das Theater Willy Praml ist darüber hinaus bereit, zum Beispiel im Rahmen der Einweihung des Gedenkortes, eine entsprechende Veranstaltung inhaltlich zu betreuen. Antragstellende Person(en): Stadtv. Ursula auf der Heide

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 24. Januar 2019 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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