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Eine Untersuchung des Frankfurter Kinderbüros über Essgewohnheiten in Kitas hat bedenkliche Ergebnisse zu Tage gefördert

Vorlagentyp: F
Beantwortet

Zusammenfassung

Die Untersuchung des Frankfurter Kinderbüros zeigt, dass die Wünsche von Kindern und Eltern in Kitas bezüglich der Ernährung oft ignoriert werden. Der Magistrat plant, die pädagogische Praxis zu überprüfen und die Partizipation der Kinder und Eltern bei der Gestaltung einer gesunden Ernährung zu gewährleisten.

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Frage an den Magistrat

Eine Untersuchung des Frankfurter Kinderbüros über Essgewohnheiten in Kitas hat bedenkliche Ergebnisse zu Tage gefördert. Die Selbstbestimmung des Kindes und die Wünsche der Eltern werden demnach mehr oder weniger ignoriert, wenn es darum geht, für eine aus Sicht der Erzieher vermeintlich "gesunde" und "vernünftige" Ernährung zu Sorgen. "Das bedeutet in der Konsequenz, dass Fachkräfte mit allen möglichen Mitteln die Nahrungsaufnahme manipulieren, zum Teil auch mit Zwang ", so der Bericht.

Ich frage den Magistrat:

Wie bewertet der Magistrat die Ergebnisse dieser Untersuchung, und wie gedenkt er - unter Berücksichtigung der Mitbestimmungswünsche von Kindern und Eltern - eine wirklich gesunde Ernährung in den Frankfurter Kitas zu gewährleisten?

Antwort des Magistrats

Die Untersuchung des Frankfurter Kinderbüros weist auf sensible Situationen im Alltag einer Kindertageseinrichtung hin, zeigt die wesentlichen Situationen im Kontext der Verpflegung und ihre mögliche partizipative Gestaltung auf und thematisiert, dass auch in Verpflegungssettings in Kindertageseinrichtungen Partizipation und Kinderschutz gewährleistet sein müssen. Aufgabe von Bildung und Erziehung in Kindertageseinrichtung ist die Begleitung der geistigen, seelischen und körperlichen Entwicklung der Kinder. Die Verpflegung ist somit ein wesentlicher Bestandteil. Auch dieser unterliegt wie alle anderen Bereiche gesetzlichen Vorgaben zur Sicherstellung des Kindeswohls, die Partizipation grundlegend mit einbeziehen.

Die Gestaltung der Kindertagesbetreuung erfolgt in Verantwortung der Träger auf Grundlage einer Einrichtungskonzeption. Diese muss auch den gesetzlichen Vorgaben zum Kinderschutz sowie zur Partizipation entsprechen. Insofern kann die Untersuchung des Frankfurter Kinderbüros Anstoß sein, die pädagogische Praxis daraufhin zu überprüfen, inwieweit die konzeptionellen Ansprüche umgesetzt werden beziehungsweise was dafür zu tun ist, damit diese umgesetzt werden. Leitend für die Frage einer gesunden Ernährung sind die Hinweise der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, DGE, auf ausgewogene Ernährung.

Das Speiseplanangebot der 148 Kindertageseinrichtungen in städtischer Trägerschaft, berücksichtigt bei der Speiseplangestaltung die Empfehlungen der deutschen Gesellschaft für Ernährung. Laut DGE zeichnet sich ein gesundheitsförderndes und nachhaltiges Verpflegungsangebot, unter anderem dadurch aus, welche Lebensmittel wie häufig im Speiseplan eingesetzt werden. Da das Mittagessen ein wesentliches Element der Versorgung im Kinderzentrum darstellt, besteht es aus mehreren Komponenten. Neben magerem Muskelfleisch- und Fischgerichten, die an einzelnen Tagen berücksichtigt werden, enthält jede Mahlzeit eine Stärkebeilage, Rohkost, Salat oder gegartes Gemüse sowie ein Getränk. Die Kinder werden grundsätzlich an der Menüauswahl beteiligt und bestimmen die Komponentenauswahl und die Essensmenge selbstständig, da die Umsetzung der Kinderrechte einen hohen Stellenwert hat.

Beschwerden und Verdachtsmeldungen auf kindeswohlgefährdende Ereignisse wird umgehend nachgegangen und Abhilfe geschaffen.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 23. März 2023 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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