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Wasserstoff gewinnt unter anderem für Industrie, Fernwärme, Nahverkehr und Binnenschifffahrt zunehmend an Bedeutung. Fra

Vorlagentyp: F
Beantwortet

Zusammenfassung

Der Magistrat plant, Wasserstoff als wichtigen Energieträger für die Klimaneutralität in Frankfurt zu nutzen. Es sollen Maßnahmen zur Entwicklung eines Wasserstoffnetzes und zur Integration in die Mobilität ergriffen werden, um die Stadt zukunftsfähig zu machen.

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Thema Öffentlicher Nahverkehr und neue Mobilität verfolgen

Frage an den Magistrat

Wasserstoff gewinnt unter anderem für Industrie, Fernwärme, Nahverkehr und Binnenschifffahrt zunehmend an Bedeutung. Frankfurt darf dieser Entwicklung nicht hinterherlaufen.

Ich frage den Magistrat, welche Maßnahmen, insbesondere für Logistik sowie für Speicherung von Wasserstoff, in Frankfurt vorangetrieben werden.

Antwort des Magistrats

Wasserstoff ist ein wichtiger Baustein für das Ziel der Klimaneutralität der Stadt Frankfurt. Als gasförmiger Energieträger ist Wasserstoff gut speicherbar und leicht transportabel, was ihn für eine Vielzahl von Einsatzbereichen prädestiniert und zu einem Schlüssel für die Dekarbonisierung der Energieversorgung und Industrie macht. Der Magistrat sieht zudem die Notwendigkeit des Einsatzes in der dezentralen Wärmeversorgung, da sich nicht die gesamte Wärmeversorgung in Frankfurt auf Fernwärme und Wärmepumpen umstellen lässt, ohne das Stromnetz massiv zu überfordern.

Die entsprechenden leistungsfähigen H2-Fernleitungen sollten bis spätestens 2030 die Rhein-Main-Region erreichen - Projekte "H2erkules" von OGE und "Flow" von GASCADE, ONTRAS, terranets bw. Bis dahin muss ein regionales Wasserstoffnetz - "H2-Backbone" - aufgebaut sein, um im ersten Schritt große Ankerkunden der Region versorgen zu können. Danach kann die sukzessive Umstellung der bestehenden Gasnetzinfrastruktur auf Wasserstoff erfolgen.

Bezüglich möglicher Konzeption und Planung des H2-Backbones steht Mainova mit weiteren Energieversorgern der Region, mit der Landes-Energie-Agentur, LEA, und dem Hessischen Wirtschaftsministerium im Austausch.

Analog zu Erdgas wird keine wesentliche lokale Speicherung von Wasserstoff in Erwägung gezogen, da hierzu technische und wirtschaftlich Voraussetzungen fehlen. Die Speicherung kann bei entsprechendem Leitungsnetz auch wie bisher in großen zentralen Kavernenspeichern erfolgen.

Die Entwicklung eines H2-Backbones in der Region und in Frankfurt sowie der weiteren Schritte sieht der Magistrat vor dem Hintergrund der geplanten europäischen Gesetzgebung massiv gefährdet. Die Europäische Kommission möchte ein eigentumsrechtliches Unbundling durchsetzen, das dazu führen würde, dass sich Mainova oder andere Energieversorger der Region beim Thema Wasserstoff nicht mehr engagieren können. Es gibt zwar hiergegen eine entsprechende Positionierung des Europäischen Parlaments, aber im Europäische Rat, das Gremium der Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union, vermisst der Magistrat ein entsprechendes Engagement seitens der Bundesregierung.

Die Stadt Frankfurt hat den Energieträger Wasserstoff im Bereich Mobilität bereits integriert:

Die städtische In-der-City-Bus GmbH, ICB, hat seit Oktober 2022 insgesamt 13 Brennstoffzellenbusse auf der Linie M36 im Linieneinsatz, weitere zehn Fahrzeuge befinden sich derzeit für die Linie 64 in der Beschaffung und sollen voraussichtlich im Frühjahr 2024 in den Betrieb gehen. Die ICB und traffiQ prüfen derzeit den Einsatz und die Beschaffung von weiteren Brennstoffzellenbussen für Frankfurt. Aktuell werden die Busse an der öffentlichen Agip-Tankstelle im Süden des Industrieparks Höchst betankt. Auf dem Betriebshof Römerhof der ICB wird aktuell eine eigene Wasserstofftankstelle für die Betankung von bis zu circa 30 Bussen gebaut. Der Wasserstoff wird im Industriepark Höchst produziert, am Betriebshof ist eine zweitätige Bevorratung geplant. Die Tankstelle wird voraussichtlich im Sommer betriebsbereit sein.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 23. März 2023 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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