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In Marburg werden derzeit zahlreiche Dokumente und Bescheide im Bereich des Fachdienstes Soziale Leistungen vom üblichen

Vorlagentyp: F
Beantwortet

Zusammenfassung

In der Frage geht es um die Bekanntheit des Marburger Projekts zur Übersetzung von Bescheiden in verständliche Sprache und um die Maßnahmen, die in Frankfurt unternommen werden. Der Magistrat informiert, dass das Jugend- und Sozialamt in Frankfurt an der Überarbeitung von Bescheiden arbeitet, um diese verständlicher zu machen und den Austausch mit Marburg intensiviert hat.

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Thema Gesundheit und Soziales verfolgen

Frage an den Magistrat

In Marburg werden derzeit zahlreiche Dokumente und Bescheide im Bereich des Fachdienstes Soziale Leistungen vom üblichen Beamtendeutsch in verständliche Sprache übersetzt. Das Ziel ist klar: Die Verwaltung möchte ihren Dienstleistungsgedanken gegenüber den anspruchsberechtigten Bürgerinnen und Bürgern weiterentwickeln. Ich frage den Magistrat: Ist das Marburger Projekt im Jugend- und Sozialamt bekannt, und welche Anstrengungen wurden bisher in Frankfurt unternommen, um diesem positiven Beispiel zu folgen?

Antwort des Magistrats

Das Jugend- und Sozialamt überprüft und überarbeitet derzeit zahlreiche Bescheide und Schreiben in einzelnen Rechtsgebieten aus dem Bereich Soziales. Ziel ist es, Verwaltungsbriefe verständlicher, klarer und zugänglicher zu formulieren. Daran arbeitet eine gemeinsame Arbeitsgruppe aus Mitarbeitenden der Sozialrathäuser und Besonderen Dienste. Gerade im Jugend- und Sozialamt ist verständliche Sprache von besonderer Bedeutung. Viele Schreiben betreffen existenzielle Fragen - etwa Leistungen zum Lebensunterhalt, Unterstützungsangebote oder Hilfen in schwierigen Lebenssituationen. Menschen müssen nachvollziehen können, was die Verwaltung mitteilt, welche Rechte bestehen und welche Schritte erforderlich sind. Zu einer modernen, inklusiven und serviceorientierten Verwaltung gehört es, dass alle Menschen behördliche Schreiben verstehen können - unabhängig von Bildungsgrad, Deutschkenntnissen oder gesundheitlichen Einschränkungen. Verständliche Kommunikation ist deshalb ein zentraler Bestandteil zugänglichen und verständlichen Verwaltungshandelns und darf keine unnötigen sprachlichen Hürden schaffen. Gleichzeitig bleibt die rechtssichere Formulierung von Bescheiden und Schreiben selbstverständlich gewährleistet. Das sogenannte "Marburger Projekt" ist dem Fachbereich bekannt. Seit Ende vergangenen Jahres besteht hierzu ein fachlicher Austausch mit dem Sozialamt Marburg. Zudem nimmt der Fachbereich Soziales gemeinsam mit dem Sozialamt Marburg am bundesweiten Austauschformat "Verständliche Sprache in der Verwaltung" der Freien Hansestadt Bremen teil. Ziel dieses Netzwerks ist es, Erfahrungen auszutauschen und Ansätze für eine nachhaltige Vereinfachung von Verwaltungssprache zu entwickeln. Die bisherige Überarbeitung einzelner Bescheide und Vordrucke versteht der Magistrat dabei als wichtigen ersten Schritt. Perspektivisch soll die Verständlichkeit der gesamten Kommunikation des Jugend- und Sozialamtes stärker in den Blick genommen werden. Die gewonnenen Erfahrungen können zugleich als Grundlage für weitere Bereiche der Stadtverwaltung dienen. Verständliche Sprache stärkt Vertrauen, verbessert den Zugang zu Leistungen und ist ein wichtiger Bestandteil gleichberechtigter Teilhabe.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 13. Mai 2026 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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