Die Baustelle am ehemaligen Bundesrechnungshof lässt die Bürgerinnen und Bürger nicht los: Während die einen dort darübe
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Thema Stadtplanung verfolgenInhalt
Frage vom 08.09.2016, F 148 Die Baustelle am ehemaligen Bundesrechnungshof lässt die Bürgerinnen und Bürger nicht los: Während die einen dort darüber ins Grübeln kommen, was vom Denkmalschutz noch übrig bleibt, erregen sich andere über die anhaltenden Belästigungen durch Lärm und Dreck. Zwar wurde kürzlich ein mehrtägiger Baustopp angeordnet und gehört die Baustelle zu den besonders engmaschig kontrollierten Orten der Bauaufsicht, doch immer noch klagen Anwohnerinnen und Anwohner der Berliner Straße, dass das Innere ihrer Wohnungen täglich neu von Schmutz überzogen würde.
Ich frage den Magistrat: Welche Hoffnungen kann er den Anwohnerinnen und Anwohnern machen?
Antwort des Magistrats: Es ist zutreffend, dass hinsichtlich des von der Baustelle ausgehenden Schmutzes und Lärms vielfach Beschwerden aus der Nachbarschaft vorlagen. Die Beschwerden waren oftmals auch berechtigt. In diesen Fällen wurde die Bauleitung regelmäßig umgehend aufgefordert, geeignete Maßnahmen zur Vermeidung der festgestellten Beeinträchtigungen durch Schmutz und Lärm vorzunehmen. Diese wurden in der Regel auch zeitnah umgesetzt. Mittlerweile wird die Baustelle dauerhaft durch Schallmessungen überwacht, sodass bei vermeidbarem Lärm unmittelbar behördlich eingeschritten werden kann. Aktuell liegen erfreulicherweise keine Beschwerden über die Baustelle vor. Die Bauaufsicht wird gleichwohl weiterhin engmaschig Kontrollen durchführen. Im Übrigen gingen die von der Nachbarschaft bisher wahrgenommenen Beeinträchtigungen nicht allein von der Baustelle am ehemaligen Bundesrechnungshof aus. Vielmehr trugen und tragen nach wie vor die zahlreichen Straßenbaustellen entlang der Berliner Straße, Bethmannstraße, Blauhandgasse und am Kornmarkt erheblich zu Staub- und Lärmbeeinträchtigungen bei. Das diesbezüglich zuständige Amt für Straßenbau und Erschließung ist hierüber informiert. Zum Denkmalrecht: Die Bebauung auf dem Gelände des ehemaligen Bundesrechnungshofes und der Umgang mit der Substanz dieses Gebäudes ist das Ergebnis eines jahrelangen Abstimmungsprozesses zwischen Bauaufsicht, Stadtplanungsamt, Denkmalamt und Landesamt für Denkmalpflege sowie der Umsetzung des aus dem architektonisch-städtebaulichen Wettbewerb hervorgegangenen Siegerentwurfs. Die Planung umfasst neben der Blockrandbebauung auf dem westlichen Abschnitt auch eine bauliche Verdichtung des Baugrundstücks, daneben eine umfangreiche Tiefgarage, die sich auch unter den Mittelbau des ehemaligen Bundesrechnungshofes zieht. Der Mittelbau des Gebäudeensembles, das Hochhaus, wies darüber hinaus schwere statische Schäden auf, weshalb hier partiell erheblich in den Bestand eingegriffen werden musste. Vollständig erhalten bleiben der Ostflügel sowie die architektonische Hülle des Mittelbaus - mit Ausnahme der Westfassade, die wieder rekonstruiert wird - und das markante Treppenhaus mit dem großen Wandbild des Künstlers Eberhard Schlotter. Die Fassaden werden in ihrer bauzeitlichen Qualität wiederhergestellt und damit gegenüber dem aktuellen Bestand deutlich aufgewertet. Damit wird zugleich dem durch die Fünfzigerjahre geprägten Erscheinungsbild der Berliner Straße Rechnung getragen und das Gebäude bleibt als wichtiges Zeugnis der politischen Geschichte der Stadt sowie der jungen Bundesrepublik erhalten. Antragstellende Person(en): Stadtv. Ulrich Baier
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 8. September 2016 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.