Im Rahmen der Maßnahmen zu „Zero Waste City“ soll der Verein „Umweltlernen in Frankfurt e. V.“ an Schulen Lernwerkstattv
Zusammenfassung
Der Verein "Umweltlernen in Frankfurt e. V." führt Bildungsprogramme an Schulen durch, um das Bewusstsein für Mülltrennung zu schärfen. Es wird angestrebt, durch diese Maßnahmen Verhaltensänderungen bei Schüler*innen und Lehrkräften zu initiieren. Die Ergebnisse sind jedoch schwer quantifizierbar, da die Abfallmengen nicht in Kilogramm erfasst werden können.
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Thema Schulen und Bildung verfolgenFrage an den Magistrat
Im Rahmen der Maßnahmen zu "Zero Waste City" soll der Verein "Umweltlernen in Frankfurt e. V." an Schulen Lernwerkstattvormittage und andere Aktionen durchführen, um für das Thema "Mülltrennung" zu sensibilisieren. Das Projekt wird auf der Website der Stadt Frankfurt beschrieben.
Ich frage den Magistrat:
An wie vielen Schulen wurde bisher durch den Verein "Umweltlernen in Frankfurt e. V." für eine bessere Mülltrennung geworben, und anhand welcher Zahlen - Müllmengen - lässt sich das Ergebnis evaluieren?
Antwort des Magistrats
Seit vielen Jahren bietet Umweltlernen Frankfurt Bildungsprogramme für Frankfurter Schulen an. Aktuell sind die Lernwerkstätten "Recycling" "Vom Holz zum Papier" Handy und Smartphone" und "Was ist (m)ein T-Shirt wert?" im Programm. Thematisiert werden in allen Lernwerkstätten die Aspekte Ressourcenschutz, Wiederverwertung-Wiederverwendung, Abfallvermeidung und Konzepte eines nachhaltigen Konsums.
Weiterhin wird das Thema im Projekt "Schuljahr der Nachhaltigkeit" angeboten. Dieses Projekt begleitet Schulen über mehrere Jahre und unterstützt sie über den Unterricht hinaus - im Sinne eines whole school approach - auf dem Weg zur nachhaltigen Schule.
Umweltlernen macht darüber hinaus im Rahmen der Europäischen Woche der Abfallvermeidung Bildungsangebote für Frankfurter Schulklassen.
Alle vorher beschriebenen Angebote finden in Kooperation und mit finanzieller Förderung durch die FES, Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH statt. Seitens der Stadt Frankfurt/im Rahmen von zero waste werden Umweltlernen bislang keine Mittel für Bildungsangebote zur Verfügung gestellt.
Im zero-waste Prozess der Stadt Frankfurt engagiert sich Umweltlernen durch die Mitgliedschaft im Expert*innen-Gremium des "zero-waste-expert-board". Mit den durch die FES finanzierten Angeboten - Lernwerkstätten, Schuljahr der Nachhaltigkeit, Projektwoche im Rahmen der EWAV - werden pro Schuljahr etwa 70 Schulklassen mit eintägigen Projekten erreicht.
Die Nachfrage seitens der Schulen nach Angeboten ist allerdings deutlich höher. Insofern wäre eine Finanzierung von weiteren Angeboten im Rahmen von zero waste wünschenswert.
Ziel der Projekte von Umweltlernen ist es, einen Bildungsprozess anzustoßen und Verhaltensänderungen in der Schule und zuhause zu initiieren. Die eingesparte Menge an Abfällen lässt sich nicht in Kilogramm quantifizieren.
Die Bereitschaft von Schüler*innen und Lehrkräften zur Trennung und Vermeidung von Abfällen ist hoch. Im schulischen Alltag gibt es aber Schwierigkeiten bei der konkreten Umsetzung. Die Abfalltrennung in den Klassenräumen, von den Kindern häufig engagiert durchgeführt, scheitert daran, dass die Reinigungsfirmen entsprechend der städtischen Ausschreibung nach dem Unterricht die Abfälle nicht entsprechend getrennt entsorgen. Die Schüler*innen entwickeln teilweise dazu ganz eigene kreative Ideen, (Klassendienste...), sie benötigen stattdessen aber Strukturen, die ihr Engagement bei der Abfalltrennung entsprechend unterstützen, wie eine vertragliche Vereinbarung zur Abfalltrennung mit den Reinigungsfirmen. Hierzu wurden bereits Gespräche mit dem Stadtschulamt geführt.
Darüber hinaus stellen Schüler*innen selbst Anfragen nach Beratung zur Abfalltrennung und -vermeidung an Umweltlernen. Mangels fehlender Projektmittel kann eine solche Beratung nur in wenigen Fällen erfolgen.
Die diesjährigen Bewerbungen von Schulen für den Nachhaltigkeitspreis für Frankfurter Schulen, unter denen etliche Projekte zum Thema Abfall und Ressourcenschutz sind, machen den Bedarf deutlich.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 23. Februar 2023 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.