Der Magistrat hat am 27. Januar beschlossen, für den ehemaligen Industriepark Griesheim einen Bebauungsplan aufzustellen
Zusammenfassung
Der Magistrat plant die Aufstellung eines Bebauungsplans für den ehemaligen Industriepark Griesheim, um diesen für Industrie und Gewerbe zu revitalisieren. Ziel ist es, über 5.000 neue Arbeitsplätze zu schaffen und gleichzeitig nachhaltige Standards zu integrieren. Die Entwicklung soll unter Berücksichtigung von Erkenntnissen aus dem Modellprojekt "Nachhaltiges Gewerbegebiet" erfolgen.
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Thema Stadtplanung verfolgenFrage an den Magistrat
Der Magistrat hat am 27. Januar beschlossen, für den ehemaligen Industriepark Griesheim einen Bebauungsplan aufzustellen. Der Projektentwickler Beos will das Areal komplett neu für Industrie, Handwerk, Gewerbe und Rechenzentren entwickeln. Die Reaktivierung des Industrie- und Gewerbestandortes ist ein großer Erfolg für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt, über 5.000 neue Arbeitsplätze sollen dort entstehen. Gleichzeitig müssen wir auch, und insbesondere in der Industrie, dringend Weichen für eine nachhaltige Entwicklung stellen. Ich frage den Magistrat: Fließen Erkenntnisse aus dem Frankfurter Modellprojekt "Nachhaltiges Gewerbegebiet" in die Entwicklung des Standortes mit ein beziehungsweise werden nachhaltige Standards vereinbart?
Antwort des Magistrats
Das Areal des ehemaligen Industrieparks Griesheim befindet sich im Besitz der Clariant Produkte (Deutschland) GmbH. Seit 2020 besteht ein Erbbaurechtsvertrag mit dem Projektentwickler BEOS AG. Auf einer Fläche von rund 730.000 Quadratmetern wird BEOS zukünftig unter dem Namen "Frankfurt Westside" ein modernes, offenes und gemischt genutztes Gewerbequartier entwickeln. Aufgrund der Tatsache, dass es sich um eine privatwirtschaftliche Entwicklung eines nicht städtischen Areals handelt, können BEOS seitens Stadt Frankfurt keine Vorgaben hinsichtlich der Einbeziehung von Erkenntnissen aus dem Modellprojekt "Nachhaltiges Gewerbegebiet" gemacht bzw. Forderungen in dieser Hinsicht gestellt werden, die über die Erstellung einer städtischen Rahmenplanung bzw. der Aufstellung eines Bebauungsplanes hinausgehen.
Die BEOS AG selbst legt bei der Realisierung ihres Revitalisierungsprojektes "Frankfurt Westside" jedoch einen ausdrücklichen Fokus auf Nachhaltigkeit. Der unternehmenseigene Rahmenplan des Frankfurter Stadtplanungsbüro AS+P bildet dabei den Grundstein für eine nachhaltige Quartiersentwicklung. Infolgedessen erhielt die Entwicklung "Frankfurt Westside" im vergangenen Jahr das Vorzertifikat der Kategorie Platin der Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.
V. BEOS hat einen umfangreichen Maßnahmenkatalog erstellt, in dem die im Rahmen der Vorzertifizierung geschlossenen Absichtserklärungen für Nachhaltigkeitsstandards aufgeführt sind.
Vor dem Hintergrund der Erfahrungen aus dem "Nachhaltigen Gewerbegebiet" soll auch der Bebauungsplan für den ehemaligen Industriepark Griesheim entwickelt werden. Der Stadt wurden Pläne des Gebietsentwicklers zur Wärmeversorgung vorgestellt. Das gesamte Areal soll ressourcenschonend mit Abwärme aus Rechenzentren versorgt werden und klimanagepasst entwickelt werden. Gleichwohl kann im Gewerbepark selbst nur ein geringer Teil der Abwärme genutzt werden. Zur Steigerung der Abwärmenutzung wurden Gespräche der Gebietsentwickler mit potenziellen Abnehmern der Wärme - Mainova, Wohnungsbaugesellschaften - initiiert. Ein Ergebnis dazu steht noch aus.
Darüber hinaus steht die Wirtschaftsförderung hinsichtlich der Entwicklung des ehemaligen Industrieparks Griesheim mit BEOS AG in regelmäßigem Kontakt und pflegt eine enge Zusammenarbeit.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 23. Februar 2023 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.