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Der TuS Makkabi Frankfurt e. V. ist mit über 5.000 aktiven Mitgliedern in 27 Abteilungen einer der größten Sportvereine

Vorlagentyp: F
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Zusammenfassung

In der Frage wird der Magistrat gefragt, ob es aktuelle Pläne gibt, dem Thema Antisemitismus im Sport und in der Gesellschaft intensiver zu begegnen. Der Magistrat erklärt, dass Frankfurt antisemitischen Vorfällen mit einem klaren Ansatz begegnet und konkrete Maßnahmen im Aktionsplan gegen Antisemitismus beschrieben sind.

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Frage an den Magistrat

Der TuS Makkabi Frankfurt e. V. ist mit über 5.000 aktiven Mitgliedern in 27 Abteilungen einer der größten Sportvereine Frankfurts. Makkabi wächst weiterhin und nutzt 17 Standorte in Frankfurt und bis nach Kronberg. Nach mehr als neun Jahren Wartezeit eröffnet im Juni die neue multifunktionale Sportanlage an der Wilhelm-Epstein-Straße. Schon vor der Eröffnung wurden Sportgeräte antisemitisch beschmiert. Ich frage den Magistrat: Gibt es aktuelle Pläne, gemeinsam mit Makkabi dem Thema Antisemitismus im Sport und in der Gesellschaft noch intensiver und mit klaren Konzepten zu begegnen?

Antwort des Magistrats

Die Stadt Frankfurt begegnet antisemitischen Vorfällen mit einem klaren politischen und strukturellen Ansatz. Dafür wurde der Aktionsplan gegen Antisemitismus im Dezernat II etabliert, in dem konkrete Maßnahmen gebündelt werden, um Antisemitismus wirksam entgegenzutreten. Dazu zählen insbesondere Präventions- und Bildungsangebote in Schulen und (Sport-)Vereinen, die Stärkung demokratischer Werte im Vereinsleben sowie die Unterstützung und Beratung Betroffener. Die Stadt Frankfurt setzt auf eine enge Zusammenarbeit mit Makkabi Frankfurt, wie auch mit Sicherheitsbehörden und weiteren Initiativen, um Vorfälle frühzeitig zu erkennen, konsequent zu verfolgen und nachhaltige Präventionsstrukturen aufzubauen. Sportstätten müssen Orte bleiben, an denen antisemitische Hetze, Ausgrenzung und Einschüchterung keinen Platz haben und jüdisches Leben sichtbar und selbstverständlich Teil des gesellschaftlichen Miteinanders ist. Es gilt, bestehende Maßnahmen konsequent weiterzuentwickeln und fortzuführen. Schon seit längerem bietet Makkabi Deutschland mit "Zusammen1" - ein Präventionsprojekt im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie Leben"!" - an, das sich konkret mit antisemitischen Verhaltensweisen im Kontext Fußball beschäftigt. Hier können bundesweit Vereine Workshops und Vorträge buchen, aber auch Vorfälle melden. Auch Frankfurter Turn- und Sportvereine haben diese Angebote schon genutzt, um ihr Profil zu schärfen und ihre Haltung zu stärken - denn Antisemitismus, Hass und Hetze gefährden den Zusammenhalt im Sport und letztlich in unserer Gesellschaft. Gleichzeitig gilt es hervorzuheben, dass Makkabi Deutschland Mitglied im Bündnis der Partnerschaft für Demokratie Frankfurt, PfD, ist und dort insbesondere Perspektiven und Expertise zum Themenfeld Antisemitismus einbringt. Darüber hinaus wurde auch Makkabi Deutschland Jugend über die Projektförderung der PfD unterstützt. Das Bündnis bildet das zentrale Gremium der PfD. Hier kommen unterschiedliche zivilgesellschaftliche Akteur:innen aus verschiedenen gesellschaftlichen und thematischen Bereichen zusammen, um demokratische Prozesse mitzugestalten und sich zu aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen auszutauschen. Durch die Einbindung verschiedener Perspektiven und Phänomenbereiche wird der fachliche Austausch innerhalb der Demokratiearbeit gestärkt. Mit der Beteiligung von Makkabi Deutschland sind die Themen jüdisches Leben, Antisemitismus und Sport dauerhaft in der Arbeit des Bündnisses verankert. Dadurch können Perspektiven und Erfahrungen zu antisemitischer Diskriminierung kontinuierlich in die Arbeit der PfD eingebracht und bearbeitet werden Des Weiteren wurden die Themen Antisemitismus und Sport im Dezember 2025 im Rahmen der Menschenrechtswoche durch eine Veranstaltung von Makkabi Deutschland Jugend aufgegriffen, die im Rahmen der PfD mit 8.200 Euro gefördert wurde. Inhaltlich setzte sich die Veranstaltung mit Antisemitismus, Vielfalt und der Bedeutung von Sport als Raum für Begegnung und Austausch auseinander. Im Mittelpunkt standen persönliche Erfahrungen, strukturelle Herausforderungen sowie die Rolle des Sports als Ort der Begegnung und des gesellschaftlichen Austauschs. Nach einer kurzen Hawdalah als symbolischem Auftakt diskutierten vier Podiumsreferent:innen aus Sport, Politik und Jugendarbeit über Vielfalt, demokratische Teilhabe sowie den Umgang mit Diskriminierung und Antisemitismus im Sport. Insbesondere Jugendliche und junge Menschen konnten als zentrale Zielgruppe erreicht werden. Gleichzeitig bot die Veranstaltung Raum für Austausch, Vernetzung und eine vertiefte inhaltliche Auseinandersetzung mit Antisemitismus im Sport. Durch die Maßnahme konnten wichtige Impulse für Sensibilisierung und die Vernetzung junger Engagierter aus Sport und Zivilgesellschaft gesetzt werden.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 13. Mai 2026 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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