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Nilgänse breiten sich in Frankfurt weiter aus und verdrängen andere Tierarten. Der Bestand an Stockenten geht zurück, au

Vorlagentyp: F
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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgen

Inhalt

Frage vom 16.08.2018, F 1389 Nilgänse breiten sich in Frankfurt weiter aus und verdrängen andere Tierarten. Der Bestand an Stockenten geht zurück, auch auf dem Storchennest in Bonames wurden bereits Nilgänse gesichtet. Landwirten, etwa den Gärtnern in Oberrad, wird die Ernte weggefressen. Es ist zu hoffen, dass die Maßnahmen zur Eindämmung der Nilganspopulation in einzelnen öffentlichen Grünanlagen, zum Beispiel im Ostpark, erfolgreich sein werden, damit ist eine allgemeine Ausbreitung im Stadtgebiet aber noch nicht gestoppt. Ein konsequentes Vorgehen gegen diese nach EU-Recht invasive Tierart mit Hilfen auch für betroffene Landwirte wird vom Magistrat unterlassen, die Landwirte fühlen sich alleingelassen.

Ich frage den Magistrat: Welches nachhaltige Vorgehen plant der Magistrat für ganz Frankfurt?

Antwort des Magistrats: Die Nilgans wurde gegen den Willen der Bundesregierung - da sie in Deutschland bereits als etabliert gilt - zwar von der EU-Kommission in die Liste der invasiven Arten aufgenommen, die EU-Kommission verlangt aber keinesfalls die Ausrottung der Nilgans. So führt die Kommission in dem Papier "Verabschiedung der ersten Liste invasiver gebietsfremder Arten von unionsweiter Bedeutung" unter anderem aus: "Laut Verordnung besteht keine Verpflichtung dazu, Tiere zu töten oder zu keulen. Es ist Sache der Mitgliedstaaten, geeignete Maßnahmen zu ergreifen." [1] Ebenso gibt es keine wissenschaftlichen Belege für die hier angeführte These, dass der Rückgang des Bestandes an Stockenten durch Nilgänse verursacht sei. Wie bekannt, wurden im Frankfurter Brentanobad, aufgrund der besonders hygienischen Anforderungen in einem Badebetrieb, im Jahr 2017 sechs Nilgänse durch einen zertifizierten Wildtiermanager auf Grundlage einer Abschlussgenehmigung erlegt. Diese jagdrechtliche Ausnahmegenehmigung der BäderBetriebe Frankfurt für das Brentanobad gilt auch weiter in 2018. Demnach können Nilgänse in der Zeit vom 01.09. bis 15.01. bejagt werden. Weitere Anzeigen über wirtschaftlichen oder sonstigen Schäden durch Nilgänse liegen der Unteren Jagdbehörde derzeit nicht vor. Inwieweit sich im Ostpark die Errichtung des Zaunes als Maßnahme zur Vergrämung der Wildgänse von der großen Wiese bewährt, wird - wie bereits erläutert - im Rahmen eines Monitorings durch die Vogelschutzwarte noch untersucht. Mit belastbaren Ergebnissen ist frühestens Anfang September 2018 zu rechnen. Über weitere Vergrämungsmaßnahmen in Grünanlagen wird dann nach der Auswertung dieses Monitorings durch den sogenannten Runden Tisch Nilgans beraten. [1]

"Verabschiedung der ersten Liste invasiver gebietsfremder Arten von unionsweiter Bedeutung - Fragen und Antworten - Brüssel, 13. Juli 2016 - Übersetzung Brigitte Read (Umweltbundesamt GmbH) Antragstellende Person(en): Stadtv. Robert Lange

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 16. August 2018 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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