Aufgrund von An- oder Abschaffung wasserstoffbetriebener Fahrzeuge sind zuletzt diverse Städte in der Berichterstattung
Zusammenfassung
Die Stadt Frankfurt plant, Wasserstoff als wichtigen Baustein zur Erreichung der Klimaneutralität zu nutzen. Es gibt jedoch derzeit keine konkreten Projekte zur Herstellung von grünem Wasserstoff, da die notwendigen erneuerbaren Energien nicht verfügbar sind. Die Stadt strebt an, Wasserstoffimporte und lokale Erzeugung zu fördern, um die Dekarbonisierung voranzutreiben.
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Thema Umwelt und Energie verfolgenFrage an den Magistrat
Aufgrund von An- oder Abschaffung wasserstoffbetriebener Fahrzeuge sind zuletzt diverse Städte in der Berichterstattung aufgefallen. Doch Wasserstoff kann nicht nur eine alternative Antriebsform im Mobilitätssektor sein, sondern auch als Energieträger beispielsweise für die Industrie einen enormen Beitrag zur Energiewende und zur Abkehr von fossilen Brennstoffen sein. Insbesondere grüner Wasserstoff ist hierbei von großer Bedeutung.
Ich frage den Magistrat:
Welche Pläne zur Herstellung von grünem Wasserstoff in Frankfurt gibt es?
Antwort des Magistrats
Wasserstoff ist ein wichtiger Baustein für das Ziel der Klimaneutralität der Stadt Frankfurt. Wasserstoff als gasförmiger Energieträger ist gut speicherbar und leicht transportabel, was ihn für eine Vielzahl von Einsatzbereichen prädestiniert und zu einem Schlüssel für die Dekarbonisierung der Energieversorgung und Industrie macht.
Entscheidend ist, dass Wasserstoff sektorenübergreifend zum Einsatz kommt. Mit dem Projekt MH2Regio - MH2Regio beschäftigte sich bundesweit als eines der ersten Projekte mit dem Aufbau einer regionalen Wasserstofferzeugungs- und -verteilinfrastruktur für den Schwerlast-, Güter- und Binnenschiffsverkehr - und der Umrüstung des Heizkraftwerks West von Kohle auf Gas, H2-ready, sind Mainova und die Stadt Frankfurt bereits die ersten Schritte in Richtung Dekarbonisierung durch Wasserstoff gegangen.
Es bedarf Wasserstoff in ausreichendem Umfang und zu wettbewerbsfähigen Preisen. Der Markthochlauf von Wasserstoff muss daher schnell und auch bilanziell anlaufen. Um das Ziel eines wasserstoffgestützten Wirtschaftssystems schnellstmöglich zu erreichen, werden internationale Energieimporte von Wasserstoff essenziell sein. Ebenso eine technologieoffene Erzeugung vor Ort. Nur wenn die Politik den Investoren die Perspektive eines H2-Marktes aufzeigt, wird Wasserstoff sein volles Dekarbonisierungspotenzial entfalten können.
Aufgrund der Tatsache, dass die Stadt Frankfurt am Main derzeit und absehbar noch nicht über ungenutzte Potenziale aus erneuerbaren Energien, EE, verfügt, gibt es derzeit noch keine konkreten Projekte zur Herstellung von grünem Wasserstoff.
Für die Herstellung von grünem Wasserstoff muss der notwendige Strom sinnvollerweise aus erneuerbaren Energien kommen, die anderweitig nicht verwendet werden können. Das ist derzeit nicht der Fall. Nach Einschätzung des Magistrats werden auch mittelfristig noch keine Kapazitäten für die Erzeugung von grünem Wasserstoff entstehen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 26. Januar 2023 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.