Auf dem mittlerweile vollständig in städtischem Besitz befindlichen Ausgrabungsgelände In der Römerstadt 126-134 bietet
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Zusammenfassung
Das Archäologische Museum Frankfurt plant ein Gesamtkonzept zur Präsentation der römischen Stadt Nida am Standort In der Römerstadt 126-134. Ziel ist es, die archäologischen Funde zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, während gleichzeitig ein Wohnungsbauprojekt umgesetzt wird. Dies soll die historische Bedeutung Nidas hervorheben und die Geschichte für zukünftige Generationen bewahren.
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Thema Wohnen verfolgenFrage an den Magistrat
Auf dem mittlerweile vollständig in städtischem Besitz befindlichen Ausgrabungsgelände In der Römerstadt 126-134 bietet sich die allerletzte Chance, auf einem zusammenhängenden größeren Areal Fundamente und Funde der provinzialrömischen Stadt Nida, circa 70 bis nach 260 n. Chr., an Ort und Stelle zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Allerdings plant die städtische ABG zwar ein zweifelsfrei wichtiges Wohnungsbauprojekt auf dieser Liegenschaft, dennoch sind die archäologischen Funde davon betroffen. Ich frage den Magistrat: Was wird der Magistrat unternehmen, um die letzten Reste der Stadt Nida zu retten, sie sichtbar für die Bürger*innen in die Bauprojekte zu integrieren und somit Geschichte für die Nachkommen zu erhalten?
Antwort des Magistrats
Das Archäologische Museum Frankfurt arbeitet seit 2019 an einem neuen Gesamtkonzept zur Präsentation des römischen Nida am Ort - und zwar unter Einbezug des "Forum Nida" und der "Historisch-Archäologischen Gesellschaft Frankfurt e. V. Parallel dazu erfolgt die komplette Überarbeitung der Präsentation von Nida im Archäologischen Museums im Kontext mit der grundlegenden Erneuerung der Dauerausstellung, dass im Sommer 2021 ein Teil der Mithras-Denkmäler aus Nida internationalen Wanderausstellung gezeigt werden, die 2022/23 in Frankfurt ihren Abschluss finden wird. Dieses Projekt wird die Bedeutung Nidas, des römischen Frankfurts in den Stadtteilen Praunheim und Heddernheim, einer breiten Öffentlichkeit zeigen. Auf dem Areal "In der Römerstadt 126-134" befinden sich im Nordteil, der in den 1990er Jahren archäologisch untersucht wurde, architektonische Reste der fast 2000 Jahre alten römischen Bebauung in situ, also am originalen Ort. Zwecks zukünftiger Präsentation und zum Schutz wurden über dem Töpferofen und den römischen Gebäuderesten Schutzbauten errichtet. Ein weiterer, römischer Keller wurde konservatorisch verfüllt, um ihn gegebenenfalls im Rahmen einer späteren Präsentation der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das wird vom Archäologischen Museum Frankfurt betreut. Es finden dort auch Führungen statt. Die auf dem Gelände bereits freigelegten und konservierten Baubefunde sollen nach Möglichkeit in ein zukünftiges Nutzungskonzept einbezogen werden. Die im Süden des Grundstückes gelegenen Flächen wurden bislang noch nicht archäologisch untersucht. Eine Untersuchung des gesamten Geländes ist erst nach der Freilegung des Geländes nach der Vegetationsperiode möglich. Für die archäologischen Untersuchungen ist der Zeitraum eines Jahres reserviert. In Abstimmung mit der geplanten Wohnbebauung durch die ABG Frankfurt Holding ist ein für eine öffentliche Präsentation zumindest des Brennofens und des Kellers vorgesehen. Das Gesamtkonzept ist abhängig davon, welche weiteren Funde und Erkenntnisse die geplanten Grabungen im Laufe des nächsten Jahres bringen werden. Die ABG Frankfurt Holding, das Denkmalamt und das Archäologische Museum stehen in Kontakt, um die archäologischen Funde möglichst zu integrieren.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 8. Juli 2021 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.