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Am letzten Montag, 23.01.2023, wurde das neue Klinikum Höchst als weltweit erstes Krankenhaus im Passivhaus-Standard erö

Vorlagentyp: F
Beantwortet

Zusammenfassung

Die Frage bezieht sich auf die Auswirkungen der Passivhausbauweise im neuen Klinikum Höchst auf verschiedene Aspekte wie Patient*innen, Mitarbeitende und Energiesicherheit. Es wird erwartet, dass die nachhaltige Bauweise positive Effekte auf den Betrieb und zukünftige Krankenhausprojekte hat.

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Thema Umwelt und Energie verfolgen

Frage an den Magistrat

Am letzten Montag, 23.01.2023, wurde das neue Klinikum Höchst als weltweit erstes Krankenhaus im Passivhaus-Standard eröffnet.

Ich frage den Magistrat:

Welche Auswirkungen hat die Passivhausbauweise auf Patient*innen, Mitarbeitende, Energiesicherheit und Betrieb, und auf welche weiteren (Krankenhaus-) Projekte kann sich der Magistrat eine Übertragung dieser nachhaltigen Bauweise in Zukunft vorstellen?

Antwort des Magistrats

Stadtrat Stefan Majer:

Frau Stadtverordnetenvorsteherin,

meine sehr geehrten Damen und Herren,

liebe Tina Zapf-Rodriguez!

Ich beantworte die Frage wie folgt: Passivhausbauten erfüllen hohe Anforderungen an Wärmeschutz und Luftdichtheit. Diese Anforderungen werden unter anderem durch eine gute Dämmung, in der Regel dreifach verglaste Fenster sowie die Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung erreicht. Neben der luftdichten Gebäudehülle ist auch eine überwiegend wärmebrückenfreie Konstruktion wichtig. Durch den intensiven 24-Stunden-Betrieb in Krankenhäusern gehören diese zu den Spitzenverbrauchern an Energie. Ein wichtiger Schritt für die Umsetzung des Passivhausstandards im neuen Klinikum Frankfurt Höchst war daher eine komplette Erfassung des Energiebedarfs. Dabei wurden im Gegensatz zu herkömmlichen Nachweisverfahren nicht nur Heizung, Kühlung, Lüftung, Trinkwasser und Beleuchtung betrachtet. Krankenhäuser sind mit zahlreichen Geräten ausgestattet, es laufen viele weitere sehr energieintensive Prozesse ab. Sie machen nahezu die Hälfte des Energiebedarfs aus. Gerade deshalb ist das energieeffiziente Konzept für Krankenhäuser mit einem hohen Energiebedarf besonders lohnend. Ein positiver Nebeneffekt von hochenergieeffizienten Bauten ist der hohe Komfort. Die von Patient:innen und Mitarbeitenden als angenehm empfundene erhöhte Raumtemperatur von 22 Grad Celsius wird aufgrund der guten Energieeffizienz des Gebäudes mit weniger Energieeinsatz erreicht. Das Passivhausinstitut plant nach der Inbetriebnahme ein Monitoring durchzuführen. Damit kann der Betrieb des neuen Gebäudes noch besser an die Bedürfnisse der Nutzenden angepasst werden, und die gewonnenen Messwerte können zusammen mit der Grundlagenstudie zur Zertifizierung zukünftiger Passivhausbauten als Wissensgrundlage dienen.

Öffentliches Bauen hat immer auch einen Vorbildcharakter. Neben Funktionalität, wirtschaftlichen Aspekten und Ästhetik haben Anforderungen wie Nachhaltigkeit und Anpassung an den Klimawandel eine große Bedeutung gewonnen. Als öffentliche Hand haben wir hier eine ganz besondere Verantwortung und Vorbildfunktion. Der Neubau des Klinikums Frankfurt Höchst leistet somit einen deutlichen Beitrag zu den Nachhaltigkeitszielen der Stadt Frankfurt am Main und einen Beitrag für künftiges Bauen von komplexen Funktionsbauten. In den Leitlinien zum wirtschaftlichen Bauen der Stadt Frankfurt ist bereits seit vielen Jahren vorgeschrieben, dass Neubauten und Sanierungen im Passivhausstandard oder mit Passivhauskomponenten auszuführen sind.

Den zweiten Teil Ihrer Frage, liebe Tina Zapf-Rodriguez, beantwortet der Magistrat deswegen wie folgt: Ja, alle sogar weltweit.

(Beifall)

Stellvertretender

Stadtverordnetenvorsteher

Dr. Christoph Rosenbaum:

Danke schön! Die erste Zusatzfrage kommt von Frau Zapf-Rodriguez. Bitte schön!

Stadtverordnete Tina Zapf-Rodriguez, GRÜNE:

(Zusatzfrage)

Angesichts der positiven Auswirkungen, die Sie gerade dargestellt haben, fragt sich heutzutage niemand mehr, warum ein Krankenhaus in Passivhausbauweise gebaut werden sollte. Damals gab es meines Wissens größere Debatten. Könnten Sie vielleicht noch einmal ausführen, was damals die Gegenargumente waren?

Stadtrat Stefan Majer:

(fortfahrend)

Liebe Frau Stadtverordnete, ich musste auch ein bisschen in meinen Erinnerungen kramen. Ich war damals in der Rolle eines Stadtverordneten und gesundheitspolitischen Sprechers. Die Gesundheits- und Umweltdezernentin Manuela Rottmann hatte das Konzept vorgestellt.

(Zurufe)

Ja, ob Sie es glauben oder nicht.

(Heiterkeit)

Das Schöne ist, liebe CDU, dass genau von der Seite aus jetzt dieses Thema so ... Sie haben damals natürlich auch zu den Miterfindern gehört. Aber ich erinnere mich durchaus, dass es eine ganze Reihe von Personen aus ... Sie waren damals noch nicht dabei gewesen, das entschuldigend in Ihre Richtung. Da wurde von Energiesparwahn geredet. Da gab es eine Verächtlichmachung dieses hochenergieeffizienten Gebäudes. Es wurde gefragt, ob das denn alles kostenmäßig abgedeckt sei. Richtige Frage.

Erstaunlicherweise ist es heute so, dass alle das damals schon richtig fanden. Dem war mitnichten so. Es hat durchaus Rückgrat dazugehört, dieses Thema durchzusetzen. Das sage ich als derjenige, der den allerersten Antrag zum Thema Passivhausbauweise gestellt hat, das war damals Stadtverordneter Stefan Majer. Ich glaube, heute wissen wir, dass der Klimaschutz nur machbar ist, wenn man auch bereit ist, mit Rückgrat solche Themen durchzusetzen. Kleiner Hinweis meinerseits.

(Beifall, Zurufe)

Ja genau, Sie haben hinterher mitgestimmt.

Aktuelle Stunde zur Frage Nr. 1309

Stadtverordnete Tina Zapf-Rodriguez, GRÜNE:

Sehr geehrter Herr Vorsteher,

werte Kolleg:innen,

werte Gäste!

Das Klinikum Höchst hat für mich eine ganz persönliche Bedeutung, mein Sohn wurde dort Anfang August letzten Jahres geboren. Ich war schon Ende Juli dort im Krankenhaus auf der Geburtsstation. Das war die Woche mit Temperaturen von über 35 Grad. Es gab keine Klimaanlage, die Rollläden waren defekt, wir hochschwangeren Frauen brüteten in der Hitze, und dieser Hitze waren dann für kurze Zeit auch die neugeborenen Babys ausgesetzt. Kurzum: Für Patientinnen und Klinikpersonal war es eine unzumutbare Situation, das kann ich aus persönlicher Erfahrung sagen, und ich bin jetzt total froh, dass es einen Neubau gibt, in dem solch eine Hitzetortur Geschichte ist. Der Neubau sorgt nämlich in seiner Ausgestaltung dafür, den Krankenhausaufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Wir haben es vorhin bereits gehört. In den Zimmern sind behagliche 22 Grad. Das freut mich persönlich sehr. Dass es aber auch energieeffizient ist, verdanken wir der Passivhausbauweise.

Was bedeutet das eigentlich? Definiert ist der Passivhausstandard durch einen Heizwärmebedarf von unter 15 Kilowatt pro Stunde, und dieser Wert wird durch besonders effiziente Lüftungstechnik, die Minimierung von Wärmeverlusten und die Optimierung von Wärmegewinnung erreicht. Das funktioniert beispielsweise durch wirksame Dämmung von Außenwänden, Bodenplatten und Dach, eine bestmögliche Verglasung zur passiven Nutzung der Sonnenenergie - im Klinikum sind beispielsweise ungefähr 1.000 dreifach verglaste Fenster, das hat Herr Majer vorhin auch benannt -, moderne Lüftungstechnik mit Wärmerückgewinnung, eine verbesserte Wärmedämmung von warmen Trinkwasserleitungen und auch - was im Sommer besonders wichtig ist - durch den Einsatz passiver Kühlstrategien, wie einen außenliegenden Sonnenschutz.

Wie sich das alles positiv auswirkt, haben wir vorhin in der Beantwortung der Frage auch schon gehört. Ich danke Herrn Stadtrat Majer dafür, dass er dieses großartige Projekt zu Ende geführt hat, das seine Vorgängerinnen im Amt, Manuela Rottmann und Rosemarie Heilig, begonnen haben. Sie wurden damals für verrückt gehalten, auch das haben wir gehört, die Passivhausstrategie auch für den Krankenhausbereich auszuweiten. Der Voraussicht und der Durchsetzungsstärke der beiden ehemaligen Dezernentinnen Rottmann und Heilig und des aktuellen Gesundheitsdezernenten Majer haben wir diesen modernen Neubau zu verdanken.

(Beifall)

Dieser Krankenhausbau demonstriert, wie Klimaschutz auch im Gebäudesektor gelingen kann. Der Maximalversorger Klinikum Höchst nimmt hier eine Vorreiterrolle ein, denn nur so können wir die Energie- und Wärmewende schaffen, die nötig ist, um Frankfurt bis 2035 klimaneutral zu machen. Die beste Energie ist die, die nicht verbraucht wird. Und ich kann ganz persönlich sagen, ich freue mich, dass mein Sohn, falls nötig, im Neubau versorgt werden kann und dass ich auch vor zukünftigen Geburten keine Angst mehr haben muss, zumindest was die Zimmertemperatur angeht.

Ganz herzlichen Dank!

(Beifall)

Stellvertretender

Stadtverordnetenvorsteher

Dr. Christoph Rosenbaum:

Danke schön, Frau Zapf-Rodriguez! Als Nächstes hat für die CDU-Fraktion Frau Stadtverordnete David das Wort. Bitte!

Stadtverordnete Verena David, CDU:

Sehr geehrter Herr Stadtverordnetenvorsteher,

meine sehr verehrten Damen und Herren!

Auch wir begrüßen ausdrücklich, dass das Klinikum jetzt den Patienten übergeben werden kann. Am 4. und 5. wird der Umzug erfolgen, in einzelnen Abteilungen hat er schon begonnen, ich war diese Woche da. Wir hoffen, dass alles gut läuft. Damit ist es ein gutes Ende nach einem wirklich langen Prozess. Eigentlich sollte das Klinikum ja schon im Jahr 2019 eröffnet werden, und es ist ein wirkliches Mega-Projekt, mit 263 Millio-nen Euro die größte Einzelinvestition für Jahrzehnte. Die CDU hat immer dazu gestanden wie auch zur Passivhaustechnologie. Wir haben uns damals zusammen mit Frau Heilig wahnsinnig gut informiert. Wir sind nach Köln-Chorweiler gefahren, haben uns die Technologie angeschaut und waren genauso wie andere Partner überzeugt. Wir haben dazu gestanden, und es ist das erste europaweite Passivhaus nach modernsten klimaeffizienten Standards, das jetzt hier eröffnet wird. Dadurch werden sich die Energiekosten deutlich reduzieren, und das ist jetzt so wichtig wie nie, seit die Kosten durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine so gestiegen sind. Es ist für die Sicherheit des Klinikbetriebs, gerade auch in Zeiten der Energiekrise, nicht hoch genug einzustufen.

Mit der offiziellen Einweihung letzte Woche und dem Umzug der einzelnen Fachabteilungen geht damit hoffentlich die jahrzehntelange Diskussion über die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit des Klinikums zu Ende. Der Neubau hätte allerdings, wie schon gesagt, deutlich schneller kommen müssen. Dadurch gab es allgemeine Preissteigerungen, zusätzliche bauliche Interimslösungen, und die Verteuerung ist auch im technischen Bereich deutlich gestiegen. Auch in den letzten Jahren oder Wochen hat man immer noch von Baumängeln, ausstehenden Genehmigungen und Abnahmen gehört. Das ist jetzt Gott sei Dank alles erledigt, und insofern kann der Umzug gelingen. Aber ich verweise noch einmal auf die Geschichte. Wir haben schon darüber gesprochen. Die Kostenspirale drehte sich bereits unter der früheren Gesundheitsdezernentin Manuela Rottmann. Als diese 2012 das Amt als Gesundheitsdezernentin abgab und die Stadt Frankfurt verließ, hatten sich die von ihr 2007 berechneten Kosten bereits um 45 Prozent erhöht, auf rund 173 Millionen Euro. Das war bereits eine stolze Summe. Als das Klinikum dann im Jahr 2011 wieder ein Jahresminus von über 6,5 Millionen Euro bilanzierte, stand das Projekt auf der Kippe, sodass mehrfach diskutiert wurde, ob wir es in dieser Form stemmen können. Ich habe mich insbesondere auch persönlich sehr dafür und für den Klinikverbund eingesetzt.

Im Rückblick auf diese heftigen Debatten kann man sagen: Es hat sich gelohnt, wir haben dort ein ganz tolles, modernes Klinikum für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, für Patientinnen und Patienten, und dort soll in den nächsten Jahren gute Gesundheit für Frankfurt erfolgen.

Frankfurt hat ein markantes Zeichen ...

Stellvertretender

Stadtverordnetenvorsteher

Dr. Christoph Rosenbaum:

Kommen Sie bitte zum Schluss, Frau David.

Stadtverordnete Verena David, CDU:

(fortfahrend)

... in der Kliniklandschaft gesetzt: für Kinder ein modernes OP-Zentrum, neue Kreißsäle, eine Intensivstation, ein Hybrid-OP - alles Dinge, die wichtig sind.

Wir wünschen dem Klinikum viel Erfolg für die nächsten Jahre und dass dort Gesundheit erfolgen kann.

Danke!

(Beifall)

Stellvertretender

Stadtverordnetenvorsteher

Dr. Christoph Rosenbaum:

Danke schön! Als nächster Redner hat für die AfD-Fraktion Herr Stadtverordneter Fuchs das Wort. Bitte!

Stadtverordneter Markus Fuchs, AfD:

Sehr geehrter Herr Vorsteher,

meine Damen und Herren!

Einmal vorweg: Ich hatte auch das Vergnügen, mir den Neubau zeigen lassen zu können. Es ist tatsächlich sehr beeindruckend, das muss man zugeben. Allerdings, mit diesen Elogen auf den Passivhausstandard wäre ich erst einmal ein bisschen vorsichtig. Es ist tatsächlich ein sehr spannendes Experiment. Anfangs war ich mehr als skeptisch, aber ich lasse mich gern überzeugen. Sollte das so funktionieren wie geplant, dann wäre es tatsächlich ein Meilenstein. Aber es ist - das war auch sehr interessant bei der Führung zu erfahren - ein technisch hochkomplexer Bau, von wo auch die Verzögerungen herrühren. Das kann man dem Bauherrn nicht wirklich ankreiden. Es ist tatsächlich auch ein Experiment gewesen. Man hat mit Dingen zu tun gehabt, mit denen man es noch nie zu tun hatte, weil es eben etwas vollkommen Neues ist. Aber die Technik ist hochkomplex, und erfahrungsgemäß führt hochkomplexe Technik auch zu einer höheren Fehleranfälligkeit.

Es wurde hier davon gesprochen, dass das jetzt ein Vorbild für alle Neubauten wäre. Das kann sein. Es ist ein Experiment, das gelingen kann, aber nicht muss. Ich würde erst einmal ein bisschen die Erfahrungen der nächsten Jahre abwarten. Der Stadtrat sprach ja auch davon, dass es ein Monitoring geben soll. Aber hier in Euphorie zu verfallen, da möchte ich ein bisschen Wasser in den Wein kippen. Warten wir doch die Erfahrungen in den nächsten Jahren ab, dann weiß man, ob es wirklich Vorbildcharakter hat. Interessant ist es auf jeden Fall. Es bleibt spannend.

Vielen Dank!

(Beifall)

Stellvertretender

Stadtverordnetenvorsteher

Dr. Christoph Rosenbaum:

Danke schön! Als nächste Rednerin hat Frau Stadtverordnete Meyer für die SPD-Fraktion das Wort. Bitte!

Stadtverordnete Almuth Meyer, SPD:

Sehr geehrter Herr Vorsteher,

liebe Kolleginnen und Kollegen!

Die feierliche Eröffnung des Neubaus in Höchst war wirklich ein schöner Anlass, und schöne Anlässe haben wir in diesen Zeiten ja nicht so oft. Es wurde viel dazu gesagt, und ich finde auch, dass das Haus sehr gelungen ist. Es ist groß, es ist hell und freundlich, und trotz der Funktionalität herrscht tatsächlich fast eine Wohlfühlatmosphäre. Auch die technischen Innovationen, die der Bau zu bieten hat - das wurde gut beschrieben -, sind beachtlich und werden sicherlich Zeichen und Maßstäbe für zukünftige Projekte setzen.

Damit ist die Krankenhauswelt in Höchst aber noch lange nicht in Ordnung. Wie die meisten Krankenhäuser bundesweit stehen auch die Häuser des Varisano-Verbundes finanziell gesehen zumindest einmal vor riesigen Herausforderungen. Dabei war eines der wesentlichen Ziele bei der Gründung des Verbundes 2016 eigentlich unter anderem, "ein positives operatives Ergebnis zu erzielen", wie man damals sagte. In diesem Zusammenhang sind die Sorgen und auch die Unsicherheiten bei den Beschäftigten des Varisano-Verbundes weiterhin immens, und zwar an allen drei Standorten, und somit eben auch in Höchst. Zusätzlich kamen noch Belastungen durch die Pandemie dazu, durch Personalmangel, durch Angst vor Veränderung et cetera. Die Liste wäre hier zu lang.

Natürlich fallen viele Entscheidungen in Sachen Gesundheits- und Krankenhauspolitik auf Landesebene. Aber auch wir hier tragen kommunalpolitische Verantwortung für das Wohl und Wehe unserer Krankenhäuser und natürlich für deren Beschäftigte. Auch wir hier in diesem Haus müssen uns fragen: Wie können und wollen wir unsere Krankenhäuser zukünftig, auch finanziell, auf stabile Beine stellen, sodass sie eine gute Versorgung von uns Patienten sicherstellen können, dass sie den Beschäftigten gute und sichere Arbeitsbedingungen bieten und im Idealfall, so wie jetzt, auch noch technische und medizinische Innovationen voranbringen können? Wir hier müssen auf politischer Ebene in solchen Fragen eine Richtung vorgeben. Meiner Meinung nach kann diese Richtung eigentlich nur eine sein, und zwar weg von der reinen Ökonomisierung im Gesundheitswesen.

(Beifall)

Die einfache Frage lautet zum Beispiel: Muss man mit einem Krankenhaus Gewinne erzielen? Was ist uns allen unsere Gesundheitsvorsorge eigentlich im wahrsten Sinne des Wortes wert? Sollten wir nicht auf kommunaler Ebene vorweggehen und zum Beispiel durch die Einführung innovativer Arbeitszeitmodelle mehr Personal gewinnen und auch halten? Dies ist sicherlich alles sehr einfach formuliert, aber genau das sind die eigentlichen Fragen, mit denen wir uns beschäftigen müssen.

(Beifall)

Auf Bundesebene wurden dazu in letzter Zeit schon einmal einige richtige Weichen gestellt. Das würde im Detail hier zu weit führen, ich nenne nur einmal das Stichwort "Vorhaltepauschale". Ich hoffe darauf, dass wir in Zukunft gemeinsam im Sinne ...

Stellvertretender

Stadtverordnetenvorsteher

Dr. Christoph Rosenbaum:

Kommen Sie bitte zum Schluss.

Stadtverordnete Almuth Meyer, SPD:

(fortfahrend)

... unserer Krankenhäuser solche Debatten führen. Für den Moment wünsche ich allen Beteiligten und Beschäftigten in Höchst für den Umzug an diesem Wochenende wirklich gutes Gelingen und bedanke mich bei jedem einzelnen der Beschäftigten für seinen und ihren Anteil am Projekt Neubau Frankfurt-Höchst.

(Beifall)

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 26. Januar 2023 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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