Das 9-Euro-Ticket war ein vom 01.06.2022 bis zum 31.08.2022 befristetes Sonderangebot im öffentlichen Personennahverkehr
Zusammenfassung
Das 9-Euro-Ticket wurde als Sonderangebot im öffentlichen Personennahverkehr eingeführt, um die Nutzung zu fördern. Die Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH wird die finanzielle Bilanz des Tickets im Herbst 2023 abschließend bewerten.
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Thema Öffentlicher Nahverkehr und neue Mobilität verfolgenFrage an den Magistrat
Das 9-Euro-Ticket war ein vom 01.06.2022 bis zum 31.08.2022 befristetes Sonderangebot im öffentlichen Personennahverkehr in Deutschland. Es war eine bundesweit gültige Monatskarte, die neun Euro kostete und damit deutlich günstiger als reguläre Zeitkarten war.
Ich frage den Magistrat:
Wie lautet die finanzielle Bilanz der Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH hinsichtlich des 9-Euro-Tickets?
Antwort des Magistrats
In Frankfurt wurden über alle Vertriebskanäle hinweg rund 617.000 9-Euro-Tickets verkauft. Das 9-Euro-Ticket war im Preis günstiger als der Großteil der anderen Fahrkarten im Gelegenheitsverkehr. In dem genannten Zeitraum wurden auch so gut wie alle Zeitkarten durch das günstige Ticket ersetzt. Bei den Abo-Kunden mit Jahreskarten sowie bei Semester- und Jobtickets wurde der Preis temporär auf neun Euro reduziert.
Die hierdurch entstandenen Mindereinnahmen sowie die entstandenen Vertriebskosten sollen der Stadt Frankfurt am Main über die von Bund und Ländern gemeinsam finanzierten Billigkeitsleistungen, sogenannter Coronarettungsschirm, für das Kalenderjahr 2022 auf Antrag vollumfänglich - gemeinsam mit den Effekten des Coronaschades - ausgeglichen werden.
Die Stadt Frankfurt am Main hat die entsprechenden Anträge fristgerecht über den RMV eingereicht und bereits Abschlagszahlungen zur Sicherung der Liquidität erhalten. Die Endabrechnung erfolgt frühestens im Herbst 2023, sodass erst dann eine finanzielle Bilanz gezogen werden kann.
Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass die Schäden aus der temporären Einführung des 9-Euro-Tickets in den drei Monaten Juni bis August 2022 nicht von den Effekten der Coronaschäden isoliert dargestellt werden können. Dies ergibt sich aus dem Abrechnungsprozedere, bei dem als Referenz auf die dynamisierten Fahrgeldeinnahmen in 2019 abgestellt wird.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 10. November 2022 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.