Im Gebäude des Südbahnhofs werden neue Toiletten gebaut, die im April 2023 fertiggestellt sein sollen. Die Stadt plant d
Zusammenfassung
Im Südbahnhof werden genderneutrale Toiletten geplant, die im April 2023 fertiggestellt sein sollen. Die Stadt verfolgt mit diesem Pilotprojekt das Ziel, eine inklusive und sichere Nutzung für alle Geschlechter zu gewährleisten.
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Thema Abfall und Sauberkeit verfolgenFrage an den Magistrat
Im Gebäude des Südbahnhofs werden neue Toiletten gebaut, die im April 2023 fertiggestellt sein sollen. Die Stadt plant dort nach einem Bericht der FNP aber kein herkömmliches WC. Die Toiletten und Urinale befinden sich künftig in einem gemeinsamen Raum, den Angehörige aller Geschlechter nutzen. Laut dem Sprecher der Baudezernentin ginge es hierbei um "Genderneutralität", außerdem soll dieses WC als Pilotprojekt auch für andere öffentliche WC in der Stadt gelten. Vor allem Senioren und Frauen kritisieren die Planungen, unter anderem aus Sicherheitsaspekten. Ich frage den Magistrat: Wie bewertet er diese Bedenken, und welche Reaktionen von Bürgern gab es bisher hinsichtlich dieser Planungen?
Antwort des Magistrats
Eine inhaltlich sehr ähnliche Frage wurde mit Frage Nr. 1059 für die Plenarsitzung am 20.10.2022 gestellt. Vor diesem Hintergrund wird auf die damaligen Ausführungen verwiesen, die nachstehend auszugsweise wiedergegeben werden. Inzwischen liegen dem Magistrat verschiedene Reaktionen von Bürger*innen zu den genannten Planungen vor, die nun sukzessive besprochen und auf Machbarkeit hin überprüft werden.
Bei der Planung der Toilettenanlage im Südbahnhof wurden die Bedürfnisse nach Intimsphäre und Sicherheit berücksichtigt. Die bauliche Umsetzung wird dem wie folgt Rechnung tragen:
Es ist wichtig, dass die Toilette kein Ort weitab vom restlichen Geschehen im Südbahnhof wird, sondern durch eine gewisse soziale Kontrolle unerwünschtes Verhalten von Nutzer*innen unterbleibt. Dem wird unter anderem durch eine verglaste Eingangstür Rechnung getragen, die voraussichtlich tagsüber zudem offen steht und den Vorraum der Toiletten mit der Halle verbindet.
Selbstverständlich wird durch bauliche Trennung dafür gesorgt sein, dass die Intimsphäre im Raum gewahrt bleibt. Urinale befinden sich hinter einer Trennwand und somit separiert von den Toilettenkabinen.
Die Kabinen selbst sind in sich geschlossen, das heißt, die Wände reichen vom Boden bis zur Decke, sodass unerwünschte Kontakte zu anderen Personen im Raum selbstverständlich vermieden werden. Derzeit wird geprüft, ob die Einzeltoilettenkabinen zusätzlich mit einem Spiegel, gegebenenfalls sogar mit kleinen Waschbecken ausgestaltet werden können, um dem Wunsch und dem Bedürfnis nach Privatsphäre bei körperlicher Hygiene, Makeup oder Korrektur der Frisur Rechnung tragen zu können.
Das Konzept sieht einerseits vor, durch eine gewisse vandalismusresistente Ausführung Schäden zu vermeiden und zudem durch die Schaffung einer geeigneten Atmosphäre Fehlverhalten gar nicht erst entstehen zu lassen. Die Toilettenanlage soll von allen Personen gerne und ohne Angst aufgesucht werden können. So werden die Wände und Toilettenkabinen großflächig mit Aluminium-Verbundplatten verkleidet, die Vandalismus erschweren, einfacher zu reinigen sind und zudem durch die frei wählbare Gestaltung mit Farben, Mustern, Bildern zu einer deutlichen optischen Aufwertung der Anlage führen werden.
Der Bodenbelag trägt diesem Aspekt ebenfalls Rechnung: Es werden keine Fliesen mehr zum Einsatz kommen, sondern ein neuer, rutschhemmender Bodenbelag, der zudem mit neu eingebrachten Abläufen versehen sein wird. Die Vorteile liegen auch hier in der einfachen Sauberhaltung, die maßgeblich zu einem ordentlichen Gesamteindruck beiträgt. Außerdem wird es dadurch keine zahlreichen Fugen mehr geben, die im Laufe der Jahre unlösbaren Schmutz ansetzen und zudem durch Urin stark beschädigt werden können.
Eine angenehme Atmosphäre wird zudem auch durch die Beleuchtung geschaffen, die bündig in die Decken eingelassen sein wird und somit nicht "im Vorbeigehen" beschädigt werden kann. Weiterhin ist die Installation von Lautsprechern vorgesehen, die durch die Einspielung ruhiger Klänge dieses Vorhaben unterstützen.
Durch die vorgenannten Maßnahmen geht der Magistrat davon aus, dass alle Bürgerinnen und Bürger die Toilettenanlage als einen sicheren und sauberen Ort vorfinden werden.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 10. November 2022 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.