Kommunen stehen bis zu einem gewissen Grad selbst in der Pflicht, Eltern und erziehungsberechtigte Personen zum Thema Ki
Zusammenfassung
Die Stadt Frankfurt setzt verschiedene Maßnahmen ein, um Eltern und erziehungsberechtigte Personen zum Thema Kinderschutz zu sensibilisieren. Dazu gehören telefonische Beratungen, Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen. Ziel ist es, die Medienkompetenz zu stärken und Kinder in der digitalen Welt zu schützen.
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Thema Kinder, Jugend und Familie verfolgenFrage an den Magistrat
Kommunen stehen bis zu einem gewissen Grad selbst in der Pflicht, Eltern und erziehungsberechtigte Personen zum Thema Kinderschutz zu sensibilisieren. Verschiedene Städte wählen darum unterschiedliche Formate, um so zum Beispiel über den Schutz von Kindern im Internet oder Ähnliches zu informieren, zum Beispiel QR-Codes an Spielplätzen. Darum frage ich den Magistrat: Welche Wege und Mittel nutzt die Stadt Frankfurt bereits, um die hier lebenden Eltern und erziehungsberechtigten Personen zum Thema Kinderschutz zu sensibilisieren, und gibt es bereits Pläne, in der Zukunft noch weitere Aufklärungsmöglichkeiten umzusetzen?
Antwort des Magistrats
Die Stadt Frankfurt stellt Eltern und erziehungsberechtigten Personen durch das Jugend- und Sozialamt unterschiedliche Angebote zur Verfügung, die das Ziel verfolgen, zu Themen zum Kinderschutz zu sensibilisieren und Unterstützung für die Wahrnehmung ihrer Erziehungsaufgabe zu leisten.
Die Sensibilisierung zum Thema Kinderschutz findet im Team Kinder- und Jugendschutz, 51. D55, auf zwei verschiedenen Wegen statt: Einerseits über die telefonische Beratung von Anrufer*innen des Frankfurter Kinder- und Jugendschutztelefons und andererseits durch die Öffentlichkeitsarbeit des Teams Kinder- und Jugendschutz.
Das Frankfurter Kinder- und Jugendschutztelefon stellt die Erreichbarkeit des Jugend- und Sozialamts täglich in der Zeit von Montag bis Freitag von 08:00 bis 23:00 Uhr und samstags, sonntags und an Feiertagen von 10:00 bis 23:00 Uhr sicher.
Erfahrene Fachkräfte des Jugend- und Sozialamtes beraten Eltern, Kinder, Mitarbeitende von Institutionen der Jugendhilfe, der Medizin und alle Frankfurter Bürger*innen in Fragen rund um den Kinderschutz - bei Bedarf auch anonym - und leiten gegebenenfalls Schritte zum Schutz von jungen Menschen ein.
Dabei geht es unter anderem um die Förderung von Entwicklungschancen, aber auch um Fragen von Gewalt oder Krisen in Familien und Hinweise auf Misshandlung oder Vernachlässigung von Kindern und Jugendlichen.
Das Angebot des Frankfurter Kinder- und Jugendschutztelefons wird im Rahmen von Öffentlichkeitsarbeit bei diversen Veranstaltungen für die (Fach-) Öffentlichkeit bekannt gemacht. So präsentieren Mitarbeitende des Teams Kinder- und Jugendschutz beispielsweise an den jährlich wiederkehrenden Veranstaltungen "Familienmesse", "Frankfurter Polizeisommer", Stadtteilfest "Power im Tower", "Schwellen runter (Präventionsprojekt an Frankfurter Schulen)" und Vieles mehr. ihre Arbeit.
Das Angebot wird dort in persönlichen Gesprächen mit Interessierten sowie mit Flyern, Visitenkarten und so genannten "Give Aways" beworben. Mitarbeitende des Teams sind zudem eingebunden in diverse Schulungen zur Sensibilisierung im Kinderschutz beispielsweise für Auszubildende der Stadtverwaltung und für die Jugendleitercard, JuLeiCa.
Im Bereich Schutz von Kindern im Internet bietet der Präventive Jugendschutz folgendes an:
- Die Infonachricht vom Netzwerk gegen Gewalt und dem Präventiven Jugendschutz für Eltern und weitere Interessierte.
In dem Newsletter werden zum Beispiel Themen wie Datensicherheit, Rassismus und Hate Speech in den digitalen Medien, Onlinemobbing und Cybergrooming-Pornographie thematisiert. Ergänzt werden diese Themen mit umsetzbaren medienpraktische Tipps für zuhause. Der Newsletter wird über den Verteiler Jugendschutz monatlich versendet und ist auch auf der Startseite https://jugendschutz-frankfurt.de/ zu finden.
- Der Präventive Jugendschutz führt regelmäßig Elternveranstaltungen, zum Beispiel Elternabende in Schulen und Jugendhilfeeinrichtungen, durch. Darüber hinaus bietet der Präventive Jugendschutz Online-Elterntalks zu einzelnen Schwerpunktthemen an.
- Der Präventive Jugendschutz bietet Fachtagungen und Fortbildungen zu allen Themen der Medienpädagogik und des Medienschutzes an.
An diesen können auch immer Eltern teilnehmen. Die Angebote werden über den Verteiler Jugendschutz versendet und sind auch unter https://jugendschutz-frankfurt.de/veranstaltungen-uebersicht.html zu finden.
- Der Präventive Jugendschutz stellt Eltern kostenlose Flyer und Broschüren zu den genannten Themen zur Verfügung.
All diese Maßnahmen haben das Ziel, Kinder und Jugendliche in der digitalen Welt zu schützen und die Medienkompetenz innerhalb der Familie zu stärken.
Im Bereich der kulturellen Bildung werden regelmäßig Fortbildungen zum Thema Kinderschutz für Akteur*innen und Multiplikator*innen der kulturellen Bildung, unter anderem Menschen in Museen, Theatern, freiberuflich arbeitende Künstler*innen oder Kultur-Vermittler*innen, angeboten.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 10. November 2022 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.