Die Leerstände in der Frankfurter Innenstadt nehmen zu. In letzter Zeit machten dagegen Hanau und Bad Homburg von sich r
Zusammenfassung
Die Frage thematisiert die zunehmenden Leerstände in der Frankfurter Innenstadt und vergleicht die Situation mit anderen Städten, die erfolgreich Konzepte zur Belebung ihrer Innenstädte umgesetzt haben. Es wird nach den Gründen gefragt, warum Frankfurt nicht als Modellstadt ausgewählt wurde und welche Maßnahmen zur Belebung der Innenstadt ergriffen wurden.
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Thema Stadtplanung verfolgenFrage an den Magistrat
Die Leerstände in der Frankfurter Innenstadt nehmen zu. In letzter Zeit machten dagegen Hanau und Bad Homburg von sich reden, erfolgreiche Konzepte gegen das Veröden ihrer Innenstädte zu entwickeln und umzusetzen. Hanau ist ferner eine von 14 Modellstädten, die eine digitale Plattform für Ansiedlungsmanagement erarbeiten. Diese enthält Daten für expansionswillige Unternehmen, Leerstände u. a. m. Dazu gehören weiter Städte wie Karlsruhe, Köln, Leipzig und Würzburg, nicht aber Frankfurt.
Ich frage den Magistrat:
Weshalb wurde Frankfurt keine Modellstadt, und welches Konzept zur Belebung unserer Innenstadt wurde stattdessen entwickelt und umgesetzt?
Antwort des Magistrats
Die Auswahl der Modellstädte ist nach Kenntnisstand der Wirtschaftsförderung durch das IFH Köln, Institut für Handelsforschung, erfolgt, das im Projekt "Stadtlabore für Deutschland: Leerstand und Ansiedlung" mit 14 deutschen Modellstädten unterschiedlicher Größe eine digitale Plattform für Ansiedlungsmanagement in Innenstädten entwickelt. Eine öffentliche Bekanntmachung im Sinne einer Einladung zur Bewerbung als Modellstadt hat nach Kenntnisstand der Wirtschaftsförderung nicht stattgefunden.
Die Wirtschaftsförderung Frankfurt stand und steht mit den Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern in verschiedenen sogenannten "Modellstädten" im Austausch und verfolgt den Verlauf des Projektes.
Seit 2015 hat die Wirtschaftsförderung Frankfurt gemeinsam mit der immovativ GmbH, einem Projektpartner von Stadtlabore für Deutschland, einen virtuellen "Immobilien-Datenraum" entwickelt. Ziel dieser digitalen Plattform ist es - vereinfacht - ein effizientes Zusammenführen, "Matching", von hinterlegten Immobilienangeboten und eingegebenen Immobiliengesuchen herbeizuführen. Der "Immobilien-Datenraum" ist bis heute im Einsatz.
Die Stadt Frankfurt nimmt die Aufgabe des Leerstandmanagements im Rahmen der bereits vorgestellten Förderprogramme von Stadt, Land und Bund an. Für die zukunftsfähige Umgestaltung der Innenstadt stehen Mittel in Höhe von annähernd 35 Millionen Euro zur Verfügung, um unter anderem mehrere Standortgemeinschaften zu initiieren und zu begleiten. Dabei geht es darum im Zusammenwirken der unterschiedlichen Innenstadtakteure den Einzelhandel, Gastronomie und kulturelle Nutzungen wie auch gemeinwohlorientierte Projekte zu unterstützen und zu fördern, Leerstände zu reduzieren und soweit möglich zu beseitigen, wie auch die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum zu verbessern.
Übergeordnetes Ziel ist es eine tragfähige integrierte Prozessstruktur aufzubauen und zu etablieren, innerhalb der verschiedene Formen der Prozessträgerschaft, des -managements und der -beteiligung, auch anhand kleinerer Projekte und agiler Prozesse entwickelt und erprobt werden können.
Neben der Pflege der Innenstadt-Akteursnetzwerke unter Einbeziehung bereits bestehender wie auch neu entstehender Initiativen gilt es also innovative Ideen und Anpassungskonzepte zu entwickeln und die Innenstadt so umzugestalten, dass sie sich robust und widerstandsfähig zeigt und gleichzeitig dynamisch und flexibel bleibt.
Darüber hinaus betreibt die Wirtschaftsförderung Frankfurt ein strategisches Leerstandsmanagement. Dazu gehört unter anderem die Erfassung von leerstehenden Ladeneinheiten sowie der Dialog mit Immobilieneigentümern.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 10. November 2022 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.