Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gründete sich in Frankfurt die viel beachtete und gut funktionierende „Trümmerverwe
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Zusammenfassung
Die Frage bezieht sich auf den Einfluss des Trümmerschutts auf den Festplatz am Ratsweg und die Notwendigkeit von Untersuchungen für zukünftige Nutzungen. Es wird erwartet, dass durch entsprechende Untersuchungen die Sicherheit und Unbedenklichkeit des Platzes für neue Nutzungen gewährleistet werden kann.
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Neues zu Am Riederbruch per E-MailFrage an den Magistrat
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gründete sich in Frankfurt die viel beachtete und gut funktionierende "Trümmerverwertungsgesellschaft". Diese lud den Schutt des kriegszerstörten Frankfurts auf dem Gelände ab, das von den Straßen Ratsweg, Am Riederbruch und Riederspießstraße begrenzt wird. Während und nach dem Krieg als "Monte Scherbelino" bezeichnet, ist dieser Platz heute besser bekannt als "Festplatz am Ratsweg" .
Ich frage den Magistrat:
Inwiefern gibt es Hinweise darauf, dass der Trümmerschutt nachhaltigen Einfluss auf den Festplatz hat, und welche vertieften Untersuchungen werden vorgenommen, um etwaige neue Nutzungen des Platzes risikofrei zu gestalten?
Antwort des Magistrats
Der Festplatz am Ratsweg wurde in den Jahren von 1945 bis 1964 von der Trümmer-Verwertungs-Gesellschaft als Lagerfläche für Kriegstrümmerschutt verwendet. Die Aufbereitungsanlage selbst befand sich östlich davon, im Bereich der heutigen Anschlussstelle der Autobahn A 661. Seitdem wird die Fläche in erster Linie als Veranstaltungsort - Dippemess, Zirkus, Flohmarkt und anderes - und Parkplatz genutzt.
Da diese Nutzungen mit keinem Erdaushub verbunden und Belastungen an das verfüllte Material gebunden sind, haben etwaige schadstoffbelastete Auffüllungen aus Trümmerschutt hierauf keinen maßgeblichen Einfluss. Daher wurden bislang auch keine umwelttechnischen Bodenuntersuchungen vorgenommen und erst recht keine Sicherungs-/Sanierungsmaßnahmen durch die Altlastenbehörde beim Regierungspräsidium Darmstadt angeordnet.
Lediglich ist aus den bisherigen Untersuchungen zur Europäischen Schule am Standort Ratsweg ein Auszug aus dem Ergebnis der "Umweltprüfung Konfliktanalyse beim Regionalverband FrankfurtRheinMain" bekannt, der auf altlastenverdächtige Flächen hinweist.
Dem Magistrat der Stadt Frankfurt am Main liegen darüber hinaus keine Informationen vor, die eine qualitative Einordnung des Untergrunds zulassen. In der Projektvereinbarung des Magistrats mit den Projektbeteiligten sind weitere Arbeitsschritte definiert. Im Planungs- und Bauprozess notwendige Gutachten insbesondere zur Altlastensituation sind noch zu beauftragen und deren Ergebnisse auszuwerten.
Im Fall der Realisierung der Europäischen Schule auf dem Festplatz ist mit umfänglichen Eingriffen in den Baugrund - Fundamente, Keller, Tiefgaragen et cetera - zu rechnen. Hierfür werden im Vorfeld im Rahmen der Baugrunduntersuchungen auch umwelttechnische Bodenuntersuchungen erforderlich, die auf die künftige sensible Schulnutzung abgestimmt sein müssen. Der Umfang kann derzeit nicht beurteilt werden. Zusätzlich sind auf dem gesamten Festplatz Untersuchungen auf Kampfmittel vorzunehmen, da hier im Zweiten Weltkrieg ein Bombenabwurfgebiet war. Aufgrund der bisherigen Nutzungen ohne größere Eingriffe in den Untergrund ist dies bislang nicht erfolgt.
Im Falle einer Bauantragstellung liegt die Zuständigkeit beim Regierungspräsidium Darmstadt.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 10. November 2022 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.