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In der Presse, FAZ vom 19.09.2013, war zu lesen, dass es .klare Zeichen aus dem Römer gäbe, den Cantate-Saal nach Möglic

Vorlagentyp: F
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Frage vom 04.10.2013, F 1091 In der Presse, FAZ vom 19.09.2013, war zu lesen, dass es "klare Zeichen aus dem Römer gäbe, den Cantate-Saal nach Möglichkeit zu erhalten", um ihn Michael Quasts F liegender Volksbühne als Spielstätte zur Verfügung zu stellen. Dies steht im Widerspruch zur Idee, das Quast-Theater im Paradieshof anzusiedeln. Der Planungsdezernent hatte dagegen früher geäußert, alles unternehmen zu wollen, um die finanzielle Realisierbarkeit des Theaterprojektes in Alt-Sachsenhausen doch noch zu ermöglichen.

Ich frage den Magistrat: Hat sich der Magistrat jetzt tatsächlich endgültig von der Idee verabschiedet, die Volksbühne nach Alt-Sachsenhausen zu bringen, und warum hält er den Cantate-Saal für besser geeignet?

Antwort des Magistrats: Bürgermeister Olaf Cunitz: Herr Stadtverordnetenvorsteher, sehr verehrte Damen und Herren, liebe Kollegin Tafel-Stein! Mit Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 21. März 2013, § 2951, wurde der Magistrat beauftragt, zu prüfen und zu berichten, unter welchen Voraussetzungen und zu welchen Bedingungen der Cantate-Saal im Großen Hirschgraben der Fliegenden Volksbühne interimistisch zur Nutzung überlassen und ob eine dauerhafte Spielstätte für die Fliegende Volksbühne gefunden werden kann, deren Nutzung aus den laufenden Mitteln des Kulturdezernats finanziert würde. Der Cantate-Saal ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein gut geeigneter interimistischer Spielort. Für einen langfristigen und dauerhaften Spielbetrieb im Cantate-Saal wären auch dort im Rahmen der Gesamtplanung und Bebauung des Areals Investitionen, zum Beispiel zur Sicherstellung des Brandschutzes und anderer Maßnahmen, erforderlich. Der Magistrat beabsichtigt unabhängig von der Frage der Spielstätte die Förderung der Fliegenden Volksbühne hinsichtlich ihrer künstlerischen Betriebs- und Produktionskosten. Ein neu zu bauendes Theater am Paradieshof in Alt-Sachsenhausen wäre fraglos ein passender Ort als Spielstätte für die Fliegende Volksbühne. Angesichts der schwierigen Haushaltslage der Stadt Frankfurt ergibt sich aber die Notwendigkeit, wünschenswerte, aber nicht unerlässliche Vorhaben auf den Prüfstand zu stellen. Aus diesem Grund werden Gespräche geführt, um zu prüfen, ob eine Realisierung des Theaterneubaus in Alt-Sachsenhausen unter wesentlicher Einbeziehung privaten Kapitals zu verwirklichen ist. Aufgrund der hohen Investitionssumme von mehreren Millionen Euro stellt sich die Suche nach Alternativen zu einer städtischen Finanzierung allerdings schwierig dar. Grundsätzlich sind jedoch beide Standort geeignet, um dem Genre Volkstheater durch die Förderung der Fliegenden Volksbühne einen angemessenen Platz in der Frankfurter Theaterlandschaft zu verschaffen. Eine abschließende Entscheidung hierzu hat der Magistrat noch nicht getroffen. Tiefer gehende Erkenntnisse über den baulichen Zustand des Cantate-Saals liegen derzeit noch nicht vor, sollen aber im Rahmen des Wettbewerbs für das Gesamtareal Großer Hirschgraben eruiert werden. Deshalb ist eine Aussage über ein dauerhaftes Engagement der Fliegenden Volksbühne im Großen Hirschgraben und die Höhe der damit verbundenen Investitionskosten zurzeit nicht möglich. Stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher Lothar Stapf: Es gibt eine Zusatzfrage von Frau Stadtverordneter Wolter-Brandecker. Bitte! Stadtverordnete Dr. Renate Wolter-Brandecker, SPD: (Zusatzfrage) Herr Bürgermeister, Sie haben eben geäußert, dass es auf beiden Seiten, sowohl in Sachsenhausen als auch im Cantate-Saal, schwierig und finanziell auch bei beiden Spielstätten noch nicht absehbar ist, welche Kosten auf die Stadt zukämen. Beim Cantate-Saal möchte ich noch einmal nachfragen: Sie haben gesagt, bei der baulichen Ertüchtigung muss viel überprüft werden, gerade auch was den Brandschutz und dergleichen betrifft, aber die entscheidende Sache ist doch, dass der Cantate-Saal alleine für die Fliegende Volksbühne auf Dauer nicht ausreichen würde. Auch vorher hat das Theater Dahlem-Christ darüber hinaus in erheblichem Umfang zusätzlich Räume angemietet. Jetzt ist die Frage, wäre es möglich, im Rahmen des Neubaus dem Cantate-Saal zusätzliche Möglichkeiten zu eröffnen, wobei die künftige Leiterin des Romantikmuseums, falls es gebaut wird, schon gesagt hat, dass es dort schwierig wäre, das zu vereinbaren? Wie sehen Sie das? Welche Möglichkeiten gäbe es für die Fliegende Volksbühne, dauerhaft dort Räumlichkeiten zusätzlich zu erhalten? Bürgermeister Olaf Cunitz: (fortfahrend) Wir wären ja nicht in Frankfurt mit einem so gut aufgestellten Magistrat, wenn wir vor schwierigen Aufgaben zurückschrecken würden.

(Beifall) Deswegen denke ich - und ich denke, da bin ich in vollständiger Übereinstimmung mit dem Kulturdezernat und Herrn Professor Semmelroth -, dass wir diese Möglichkeiten im Rahmen des Wettbewerbs für das Gesamtareal prüfen sollten. Ohne den Erkenntnissen der Fachleute, der Architekten vorgreifen zu wollen, es würde mich sehr wundern, wenn nicht in einer Betrachtung des Gesamtareals eine Lösung sowohl für den Cantate-Saal mit den Räumlichkeiten für die Fliegende Volksbühne wie auch für das Romantikmuseum zu finden wäre. Dafür führt man ja einen solchen Wettbewerb mit verschiedenen Alternativen durch. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir daraus zumindest weiterführende Ideen und Erkenntnisse bekommen werden, die es uns dann möglich machen, auf dieser Basis eine belastbare, sichere Entscheidung zu treffen, die den Einrichtungen dann auch eine Zukunft gibt.

(Beifall) Stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher Lothar Stapf: Es gibt eine weitere Zusatzfrage von Frau Stadtverordneter Tafel-Stein. Bitte! Stadtverordnete Elke Tafel-Stein, FDP: (Zusatzfrage) Mir ist Alt-Sachsenhausen ein inneres Bedürfnis. Ich halte es für unglaublich wichtig, dass der Paradieshof dort realisiert wird. Bei der Entscheidung Romantikmuseum konnte man ein sichtbares Engagement von Professor Semmelroth sehen, auch Mittel einzuwerben, um dieses Projekt zu realisieren. Das ist mir bei Ihnen jetzt öffentlich nicht sonderlich aufgefallen. Deswegen wüsste ich gerne, in welcher Art und Weise hier Gespräche geführt wurden und was für konkrete Aktionen Sie planen oder durchgeführt haben, um Gelder zu akquirieren beziehungsweise auch mit den Akteuren in Alt-Sachsenhausen in Kontakt zu treten. Darüber wüsste ich gern ein bisschen mehr. Bürgermeister Olaf Cunitz: (fortfahrend) Wir haben bei den unterschiedlichen Projekten - das ergibt sich aber aus der Natur der Sache - unterschiedliche Vorgehensweisen. Ich habe festgestellt, dass ich einfach einen anderen Stil pflege. Ich führe diese Gespräche sehr vertraulich. Wir haben verschiedene Finanzierungs- und Realisierungsmodelle mit privaten Dritten durchrechnen lassen. Da gab es am Anfang die Vorstellung, weil die Stadt geplant hat, hat sie bestimmt alles viel zu teuer geplant, und wenn es ein Dritter macht, wird es alles unheimlich günstig. Diesen Zahn mussten sich auch die privaten Interessierten selbst ziehen, weil sie festgestellt haben, dass die Planungen doch sehr stichhaltig sind. Da war am Anfang eine etwas größere Erwartungshaltung vorhanden, aber nichtsdestotrotz gibt es private Dritte, die ein Interesse an dem Projekt haben, wobei für uns allerdings nicht ganz nachvollziehbar ist, wo der finanzielle Nutzen für die Stadt ist. Es gibt aber auch private Dritte, die im weitesten Sinne dort als Mäzene auftreten würden. Aber wie schon gesagt, ein Teil der Personen war schon in der Presse genannt, ein anderer Teil möchte das zu diesem Zeitpunkt nicht, was ich respektiere, um den Erfolg der Sache nicht zu gefährden. Deswegen ist es jetzt schwierig für mich, weitere Ausführungen im Sinne von konkreten Namen zu machen. Ich habe ein bisschen davor zurückgescheut, angesichts des Wahltermins 22. September, aber eigentlich wollte ich vorher noch einmal eine Runde mit Akteuren aus Alt-Sachsenhausen machen und gerne auch mit interessierten Kommunalpolitikern. Mit Frau Weber hatte ich schon einmal kurz darüber gesprochen, mit Ihnen auch, und jetzt ist wieder die Zeit, wo man sich zusammensetzen kann. Ich bitte um Verständnis dafür, dass ich erst einmal in nicht öffentlicher Sitzung über ein paar Punkte berichte, die jetzt im Augenblick, wenn sie in der Öffentlichkeit mit Namen verbunden wären, für das Projekt nicht hilfreich wären. Aber ich kann schon belegen, dass ich durchaus engagiert bei der Sache bin, und dann kann man auch über einen geeigneten Zeitpunkt reden, solche Dinge öffentlicher zu machen und eine "öffentliche" Werbekampagne für die Fliegende Volksbühne zu unternehmen. Aber das ist im jetzigen Stadium noch nicht sinnvoll.

(Beifall) Antragstellende Person(en): Stadtv. Elke Tafel-Stein

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

FFrage zur Fragestunde

Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.

  1. 1Stadtverordnete/r stellt Frage
  2. 2Fragestunde im Plenum
  3. 3Magistrat antwortet

Der Weg dieser Vorlage

Am 4. Oktober 2013 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.

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