Jedes Jahr zu Semesterbeginn finden sich die neuen Erstsemester in der schwierigen Situation wieder, in Frankfurt bezahl
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Thema Wohnen verfolgenInhalt
Frage vom 19.08.2011, F 104 Jedes Jahr zu Semesterbeginn finden sich die neuen Erstsemester in der schwierigen Situation wieder, in Frankfurt bezahlbaren Wohnraum zu finden. Diesen Herbst steigen die Studierendenzahlen aufgrund des Aufeinandertreffens der G 8- und G 9-Jahrgänge besonders dramatisch an. Die vom Land geplanten Projekte, wie zum Beispiel auf dem Riedberg, werden oft über PPP-Projekte finanziert und sind extrem teuer zu mieten.
Ich frage den Magistrat: Was plant der Magistrat, um spontan Abhilfe zu schaffen und zumindest temporär bezahlbaren Wohnraum für die Studierenden zu schaffen?
Antwort des Magistrats: Der Magistrat wird ein Förderprogramm zur Schaffung von preiswertem Wohnraum im Rahmen der allgemeinen Wohnraumförderung für Studierende in Frankfurt auflegen. Mit diesem Programm sollen sowohl Neu-, Um- und Ausbau von für studentische Zwecke geeigneten Wohnraums als auch die Umwandlung von gewerblichen Flächen in entsprechenden Wohnraum gefördert werden. Damit könnte die studentische Wohnraumversorgung in Frankfurt mittelfristig gesteigert werden. Ein erfolgversprechendes Beispiel, das Schule machen kann, ist die Umnutzung des ehemaligen 4. Polizeireviers am Wiesenhüttenplatz zu einem Studierendenwohnhaus. Hier wurden mit städtischer Förderung 48 Ein-Zimmer-Apartments auf sieben Etagen in zentraler Lage im Bahnhofsviertel realisiert. Die Apartments haben 15 bis 25 Quadratmeter und werden vom Studentenwerk Frankfurt vermietet. Zusätzlich stellt der Magistrat geförderte Wohnungen für die Vermietung an Studierende von der ausschließlichen Bindung für "Alte Menschen" frei. Bei diesem Bestand handelt es sich um kleine Ein-Zimmer-Wohnungen in Seniorenwohnanlagen, für die unter den Senioren nur eine geringe Nachfrage besteht. So konnten bis heute allein durch diese kurzfristige Maßnahme 115 Frankfurter Studierende mit Wohnraum versorgt werden. Mit dem Einzug von Studierenden in die Seniorenwohnanlagen wohnen sozusagen "Alt und Jung unter einem Dach", was der Magistrat durchaus positiv sieht. Auch im öffentlichen Mietwohnungsbau werden Wohnungen für studentische Haushalte gefördert. So wurden beispielsweise 2008 im Neubaugebiet "Friedberger Warte" 20 öffentlich geförderte Multifunktionswohnungen erstellt und vorrangig mit Studierenden belegt. Die circa 60 Quadratmeter großen Wohnungen werden von zwei Personen in Wohngemeinschaft bewohnt. Antragstellende Person(en): Stadtv. Mike Josef
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 19. August 2011 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.