Laut Medienberichten haben die hohen Gaspreise in Europa zu einem Einbruch bei der Produktion von Ammoniak geführt. Ammo
Zusammenfassung
Die Frage bezieht sich auf die Auswirkungen der hohen Gaspreise auf die Ammoniakproduktion und die Müllverbrennung in Frankfurt. Es wird erwartet, dass die Müllverbrennungsanlagen nicht gefährdet sind, jedoch Preissteigerungen für die Abfallentsorgung ab 2024 möglich sind.
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Thema Abfall und Sauberkeit verfolgenFrage an den Magistrat
Laut Medienberichten haben die hohen Gaspreise in Europa zu einem Einbruch bei der Produktion von Ammoniak geführt. Ammoniak ist eine der meistproduzierten Chemikalien, unter anderem ist Ammoniak bei der Rauchgasreinigung in der Müllverbrennung notwendig, in dieser gelten strikte gesetzliche Grenzwerte. Die europaweite Kapazitätsauslastung für die Produktion von Ammoniak lag Ende August bei nur noch 35 Prozent. Dies könnte in der Folge ein Runterfahren von Müllverbrennungsanlagen zur Folge haben und natürlich weitere Preissteigerungen.
Ich frage den Magistrat:
Wie sieht es diesbezüglich bei den Frankfurter Müllverbrennungsanlagen aus, und welche Preissteigerungen kommen hinsichtlich der Abfallentsorgung auf die Frankfurter Bürger zu?
Antwort des Magistrats
Die Müllverbrennung im Frankfurter Müllheizkraftwerk, MHKW, ist durch die aktuellen Marktschwankungen bei der Ammoniak-Produktion - beziehungsweise dem daraus hergestellten Harnstoff - aus heutiger Sicht nicht gefährdet. Es bestehen langfristige Lieferverträge mit einem zuverlässigen Hersteller, sodass Einschränkungen bei der Müllverbrennung oder gar eine komplette Einstellung nicht zu befürchten sind. Das Müllheizkraftwerk verfügt über Lagerbestände an Harnstoff, die auch einen kompletten Lieferausfall für drei Monate überbrücken könnten.
Preissteigerungen durch einen gestiegenen Verbrennungspreis kommen frühestens ab dem 01.01.2024 auf den Frankfurter Abfallgebühren-Haushalt zu. Bis zu diesem Zeitpunkt sind die Verbrennungspreise für Anlieferungen aus dem Verbund der Rhein-Main Abfall GmbH festgeschrieben. Da bei der anstehenden Neukalkulation des Verbrennungspreises eine Vielzahl von Faktoren eine Rolle spielen, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht seriös abgeschätzt werden, wo der neue Preis liegen wird. Da die benötigte Harnstoffmenge für die Rauchgasreinigung jedoch nur einen sehr geringen Teil der anfallenden Kosten ausmacht, werden die hierfür anfallenden Mehrkosten keinen merkbaren Einfluss auf den neuen Verbrennungspreis und damit auf die Abfallgebühren haben.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine kurze Frage, die in der Fragestunde einer Plenarsitzung an den Magistrat gestellt wird. Der Magistrat antwortet mündlich in der Sitzung oder schriftlich nach.
- 1Stadtverordnete/r stellt Frage
- 2Fragestunde im Plenum
- 3Magistrat antwortet
Der Weg dieser Vorlage
Am 13. Oktober 2022 wurde diese Frage in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. Der Magistrat nahm dazu in der Fragestunde Stellung; die Antwort steht unten im Dokument.