Produktbereich: 20 Bildung, Produktgruppe: 20.04 Jugend- u.Erwachsenenbildung
Zusammenfassung
Der Antrag sieht die Ausweitung des Musikschulprogramms MiA auf sechs weitere Einrichtungen vor, um die musikalische Früherziehung in Kitas zu stärken. Dies soll durch eine zusätzliche Haushaltsmittelbereitstellung von 150.000 € über drei Jahre geschehen. Ziel ist es, den Kindern einen besseren Zugang zu musikalischer Bildung zu ermöglichen und die Fachkräfte in den Kitas zu qualifizieren.
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Thema Schulen und Bildung verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Für eine Ausweitung des Musikschulprogrammes MiA auf sechs weitere Einrichtungen wird ein Betrag von insgesamt 150.000 € zusätzlich im Haushalt 2023 zur Verfügung gestellt. Die Verauslagung soll über den Zeitraum von 3 Jahren mit jeweils 50.000 € pro Projektjahr erfolgen.
Sofern die Mittelverwendung nicht vollständig im laufenden Haushaltsjahr erfolgt, ist ein Budgetübertrag möglich. Eine Verwendung der Mittel für andere Zwecke ist nicht zulässig.
Über die Ausführung der Etatanträge zum Haushalt berichtet der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung nach Genehmigung des Haushalts 2023 regelmäßig halbjährlich in einer zusammengefassten Übersicht.
Begründung
Ein früher Kontakt mit Musik (Musikalische Früherziehung) in der Kita wirkt sich auf die Entwicklungsziele von Kindern positiv aus. Gemeinsames Singen stärkt die sprachliche Entwicklung von Kindern vor allem in den ersten Lebensjahren. Durch das spielerische Herangehen an Musik wird die akustische Wahrnehmung gefördert und die Kinder entwickeln ein Rhythmusgefühl, was für die spätere musikalische Entwicklung unverzichtbar ist. Aus zwei Gründen ist der musikalischen Früherziehung in jüngster Zeit im pädagogischen Programm mancher Kitas weniger Aufmerksamkeit zu Teil geworden. Zum einen war das gemeinsame Singen als Teil der Corona-Schutzmaßnahmen ab März 2020 weitgehend verboten. Zum anderen bleibt aufgrund des Personalmangels in Einrichtungen oft zu wenig Zeit Angebote wie musikalische Früherziehung zu gestalten. Um den Wiedereinstieg in die musikalische Früherziehung zu stärken, ist es sinnvoll, das MiA Programm der Frankfurter Musikschule auszuweiten. MiA (Musik im Alltag von Frankfurter Kindertagesstätten) ist ein integriert-vernetztes Musik- und Fortbildungsangebot für Frankfurter Kindertageseinrichtungen, das federführend von der Frankfurter Musikschule gemeinsam mit den Kooperationspartnern VHS, Kita FFM und dem Stadtschulamt durchgeführt wird. Das Programm findet derzeit bereits in der fünften Staffel statt. Es soll die Entwicklung einer musikalischen Alltagskultur in der Kita fördern und Musik, musizieren und die Entwicklung von musikbezogenen Fertigkeiten zum eigenständigen Baustein der frühkindlichen Entwicklung und Bildung machen. Auf diese Weise sollen möglichst alle Kinder einer Kindertageseinrichtung Zugang zu musikalischer Bildung erhalten. Es ist bereits geplant, das MiA Programm ab 2024 in einer sechsten Staffel fortzusetzen, von der etwa 18 Einrichtungen profitieren werden. In einer Projektzeit von insgesamt 3 Jahren unterstützen Musikpädagog:innen der Musikschule Frankfurt das pädagogischen Personal der Kita bei der Durchführung der musikalischen Früherziehung und qualifizieren gleichzeitig die Beschäftigten der Einrichtung dazu, die musikalische Früherziehung in Zukunft ohne externe Unterstützung durchführen zu können. Mit diesem Antrag soll die Zahl der teilnehmenden Einrichtungen in der kommenden Staffel um 6 erhöht werden. In den teilnehmenden Häusern wird Musik als selbstverständlicher Baustein der frühkindlichen Bildung in den Alltag integriert und mit anderen Bildungsbereichen verknüpft. Die Kita Fachkräfte entwickeln im Verlauf der Maßnahme ihre musikalischen und künstlerischen Fertigkeiten weiter. Auf dieser Grundlage lernen sie, wie sie selbständig Musikangebote im Kitaalltag entwickeln und dauerhaft etablieren. Die Kinder nehmen im Rahmen der musikbezogenen Aktivitäten in der Kita selbst aktiv am musikalischen Geschehen teil und erleben so ihre musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten, sowohl stimmlich, körperlich, im Umgang mit Instrumenten oder hörend. Durch das MiA Programm leisten die teilnehmenden Kitas und ihre Fachkräfte einen Beitrag zum Aufbau einer musikalischen Bildungslandschaft in den Quartieren. Sie werden in die Arbeit der Musikschulregionen einbezogen. So entsteht für die Kinder der Stadt eine Kette musikalischer Angebote, die ihre Bildungsbiografie begleitet.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.
- 1Fraktion bringt Etatantrag ein
- 2Haushaltsberatungen
- 3Plenum beschließt den Haushalt
Der Weg dieser Vorlage
Am 16. Juni 2023 brachten GRÜNE, SPD, FDP, Volt diesen Etatantrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In einer Sitzung wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 10.07.2023 im Ausschusses für Bildung und Schulbau angenommen.
20.04 Jugend- und Erwachsenenbildung, Kinderbüro
Ausgaben 2025: 20 Mio € · im Antragsjahr 2023 18 Mio € — preisbereinigt +7 % bis heute
Der Topf steht im Titel des Antrags. Er zeigt, worüber verhandelt wird — nicht, was der Antrag selbst kostet.
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, LINKE. und FRAKTION gegen CDU (= Prüfung und Berichterstattung); AfD und BFF-BIG (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Volt (= Annahme) ÖkoLinX-ELF (= Ablehnung)