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Produktbereich: 20 Bildung Produktgruppe: 20.01 Schulbetriebsmanagement/pädag. Aufgaben Digitale Südsee-Projektwoche für Frankfurter Schulen

Vorlagentyp: EGRÜNESPDFDPVolt
1 SitzungAngenommen

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Thema Schulen und Bildung verfolgen

Antrag

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Das Medienzentrum Frankfurt erhält zur Konzepterstellung und Durchführung einer Projektwoche unter dem Titel "Frankfurt fährt in die Südsee" zur Vermittlung von digitaler Kompetenz 20.000 Euro. Der Zuschuss für das Medienzentrum von 450.000 Euro wird um 20.000 Euro auf 470.000 Euro erhöht.

Das Angebot richtet sich an alle Schulen in Frankfurt und wird nach der Durchführung evaluiert. Nicht verwendete Mittel fließen in den Haushalt zurück.

Der Betrag wird dem Haushalt zugesetzt.

Eine Verwendung der Mittel für andere Zwecke ist nicht zulässig.

Über die Umsetzung der Etatanträge zum Haushalt berichtet der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung nach Genehmigung des Haushalts 2022 jeweils halbjährlich in einer zusammengefassten Übersicht nach Produktgruppen.

Begründung

Als Deutschland im vergangenen Jahr die tägliche Beschulung in den Distanz-unterricht nach Hause verlegte, wurde nicht nur in Frankfurt klar, dass es für Bildung zu Hause mehr braucht als Technik. Lehrkräfte, Kinder und Schulleitungen brauchen nicht nur Unterstützung mit Geld, sondern auch mit Konzepten und Weiterbildungs-möglichkeiten in digitaler Kompetenz. Anstatt immer weitere Ansprüche an die o.g. Personengruppen zu formulieren und sie mit der Umsetzung alleine zu lassen, kann eine gemeinsame Initiative sinnvoll unterstützen und dabei dringend benötigte Gemeinschaft fördern. Bei dieser Lösung erstellt das Medienzentrum Frankfurt die Unterrichtsplanung für eine Woche und arbeitet sie im Detail für jede Schulform und Klassenstufe aus. Schulen können als Ganzes an dieser Projektwoche teilnehmen. Die von der Vorbereitung befreiten Lehrkräfte werden auf die Woche vorbereitet mit einem strukturierten Unterrichtsplan, mit Möglichkeiten zur Selbstgestaltung (z.B. Exkursionen) und einer Vorbesprechung. Sie nehmen dann gemeinsam mit ihrer Klasse als Passagiere an der "Reise" teil und sind während der Projektwoche weiterhin Ansprechpartner*innen für ihre Schüler*innen. Am Ende der "Reise" haben sich sowohl die Schüler*innen in ihrem jeweiligen Lehrstoff als auch die Lehrkräfte in digitaler Kompetenz weitergebildet. Die beantragten Mittel werden vor allem für die Betreuung der teilnehmenden Schulen während der Woche durch Sonderkräfte und eine Hotline verwendet, damit das gemeinsame Erlebnis ohne Stress und mit Fokus auf die virtuellen Entdeckungen der "Reise" ablaufen kann. "Learning by Doing" ist das eine tragende Prinzip dieser Projektwoche und das gilt hier sowohl für Lehrkräfte und Schulleitungen als auch für Schüler*innen. Mit der konkreten Anwendung kann Lehrkräften gezeigt werden, was als Unterrichtsmittel möglich ist und wie ihre Klassen darauf reagieren. Lehrkräfte werden mit den oft fremden Möglichkeiten nicht alleine gelassen, sondern können ebenso spielerisch wie ihre Schüler*innen Medienkompetenz erwerben, sich von ihrem Kollegium inspirieren lassen und mit anderen Schulen vernetzen. Schüler*innen erleben digitalen, bzw. hybriden Unterricht als ein einheitliches Konzept mit einer übergeordneten Erzählung. Die in dieser Projektwoche gesammelten Erkenntnisse können für die gezielte Unterrichtsgestaltung weiterverwendet werden und in eine Folgewoche im nächsten Jahr einfließen. Gemeinschaft durch eine zeitgleiche verbindende Erzählung ist das zweite tragende Prinzip der Projektwoche. Weil die gemeinsame Erzählung für die ganze Schule und je mehr Schulen teilnehmen schulübergreifend dieselbe ist, aber die Aufgabenstellung in den konkreten Details voneinander abweichen wird, können sich Lehrkräfte, Schüler*innen, Geschwister und Familien gegenseitig über ihren Schultag und ihre Aufgaben austauschen. Beispielweise könnten Schüler*innen der unteren Klassen überlegen, welchen Proviant sie brauchen und wie viel davon, während Schüler*innen oberer Klassen sich über die klimatischen Verhältnisse am Zielort und den Kurs Gedanken machen. Am Ende des Tages haben alle wertvolle Komponenten zur gemeinsamen Reise beigetragen, können darüber berichten und Wertschätzung erleben. Frankfurt kann sich mit einer solchen Projektwoche nicht nur innovativ und führend in der digitalen Bildung zeigen, sie wird von der freigesetzten Kreativität und dem Gemeinschaftserlebnis noch lange zehren.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

EEtatantrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.

  1. 1Fraktion bringt Etatantrag ein
  2. 2Haushaltsberatungen
  3. 3Plenum beschließt den Haushalt

Der Weg dieser Vorlage

Am 4. Mai 2022 brachten GRÜNE, SPD, FDP, Volt diesen Etatantrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In einer Sitzung wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 30.05.2022 im Ausschusses für Bildung und Schulbau angenommen.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf1 Beratung
Ausschusses für Bildung und Schulbau
Sitzung 8 · 30.05.2022
TO I, TOP 11
Angenommen
Der Vorlage E 74 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneSPDLinkeFDPVoltFRAKTION
Ablehnung:
CDUAfDÖkoLinX-ELFBFF-BIG
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, SPD, LINKE., FDP und Volt gegen CDU, AfD, ÖkoLinX-ELF und BFF-BIG (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION (= Annahme)

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