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Produktbereich: 20 Bildung Produktgruppe: 20.02 Betrieb städtischer Kitas Betreuungsausfälle in Kitas durch "Springerpool" minimieren

Vorlagentyp: ECDU
2 SitzungenAbgelehnt

Zusammenfassung

Die Einrichtung eines Springer-Pools für städtische Kitas wird vorgeschlagen, um Betreuungsausfälle aufgrund von personellen Engpässen zu minimieren. Die zusätzlichen Personalmittel in Höhe von 1.000.000 € sollen sicherstellen, dass eine verlässliche Betreuung der Kinder in den Kitas gewährleistet wird.

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Thema Schulen und Bildung verfolgen

Antrag

Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:

  1. Für die Einrichtung eines "Springerpools" für städtische Kitas werden in den Haushalt 2026 zusätzliche Personalmittel in Höhe von 1.000.000 € zur Schaffung von bis zu 20 Stellen für Erzieherinnen und Erzieher bereitgestellt. Damit sollen personelle Engpässe in einzelnen Einrichtungen abgefedert und eine verlässliche Betreuung von Kindern in Kindertagesstätten von Kita Frankfurt sichergestellt werden.
  2. Nach Ablauf des ersten Jahres evaluiert der Magistrat den Erfolg des Systems und passt Regelungen und Verfahrensweisen entsprechend an, um potentielle Schwierigkeiten zu beheben.
  3. Der Magistrat prüft, inwieweit und in welcher Form das Angebot auch den Kindertagesstätten freier Träger sowie Grundschulen mit Ganztagsbetreuung zugänglich gemacht werden kann, die noch nicht über ein eigenes Springersystem verfügen, und welche Kosten eine damit erforderliche personelle Ausweitung des Springerpools verursachen würde.

Begründung

Die Betreuung von Kindern in Kindertagesstätten ist von entscheidender Bedeutung für ihre eigene Entwicklung und für das Wohlbefinden und den Arbeitsalltag ihrer Familien. Jedoch können unvorhergesehene Umstände wie Krankheit von Erzieherinnen und Erziehern oder unerwartete Personalengpässe zu Unterbrechungen in der Betreuung führen. Diese Situationen belasten nicht nur die Familien, sie können auch langfristig zu Problemen mit dem Arbeitgeber führen.

Ein Springer-Pool von bei der Stadt angestellten Pädagoginnen und Pädagogen sowie Aushilfskräften würde es ermöglichen, kurzfristige Personalausfälle schnell zu kompensieren und sicherzustellen, dass der Betrieb in den Kindertagesstätten kontinuierlich aufrechterhalten werden kann. Dies würde zudem auch die Belastung der Erzieherinnen und Erzieher vor Ort reduzieren, die Ausfälle häufig nur schwer kompensieren können und dringend Unterstützung benötigen. Da die Kräfte vor Ort immer im Team mit erfahrenen, ausgebildeten Erzieher/-innen eingesetzt werden, könnte sich hier nach sorgfältiger Abwägung auch die Möglichkeit bieten, auf Seiteneinsteiger/innen zurückzugreifen, die in verwandten Berufen tätig waren, den Wiedereinstieg in den Beruf nach einer längeren Elternzeit suchen oder ihr Lehramts- oder Sozialpädagogikstudium noch nicht abgeschlossen haben. Die Bewerber/-innen erhalten im Gegenzug die Möglichkeit, viele unterschiedliche Einrichtungen und Teams kennenzulernen und sich umfassend fortzubilden.

In anderen Städten werden gezielt Erzieher/-innen und Absolvent/-innen verwandter Berufe für Springerpools angeworben, so zum Beispiel in Hanau. Die Stadt Düsseldorf beschäftigt auch Springer für den Einsatz in der Ganztagsbetreuung an Grundschulen. Auch verschiedene freie Träger der Kinderbetreuung in Frankfurt unterhalten bereits "Springerpools" zur Vermeidung von Betreuungsausfällen und praktizieren dies seit Jahren mit Erfolg. Hier ist beispielsweise der Sozialpädagogische Verein zur familienergänzenden Erziehung als Träger von 90 Kinderbetreuungseinrichtungen zu nennen oder KitaConcept als Betreiber von Betriebskindergärten.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

EEtatantrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.

  1. 1Fraktion bringt Etatantrag ein
  2. 2Haushaltsberatungen
  3. 3Plenum beschließt den Haushalt

Der Weg dieser Vorlage

Am 13. Januar 2026 brachte CDU diesen Etatantrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 2 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 03.03.2026 im Haupt- und Finanzausschusses abgelehnt.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Haushaltstopf dieses Antrags
Zur Haushaltsanalyse

20.02 Betrieb städtischer Kitas

Ausgaben 2025: 212 Mio €

Der Topf steht im Titel des Antrags. Er zeigt, worüber verhandelt wird — nicht, was der Antrag selbst kostet.

Beratungsverlauf2 Beratungen
Ausschusses für Bildung und Schulbau
Sitzung 42 · 23.02.2026
TO I, TOP 18
Abgelehnt
Die Vorlage E 59 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
LinkeFDP
Ablehnung:
AfDBFF-BIG
Sonstige:
Grüne (Votum im Haupt- und Finanzausschuss)CDU (Votum im Haupt- und Finanzausschuss)SPD (Votum im Haupt- und Finanzausschuss)Volt (Votum im Haupt- und Finanzausschuss)FRAKTION (Votum im Haupt- und Finanzausschuss)ÖkoLinX-ELF (Prüfung und Berichterstattung)
Abstimmung im Original

Abstimmung: Linke und FDP gegen AfD (= Prüfung und Berichterstattung); GRÜNE, CDU, SPD, Volt und FRAKTION (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF-BIG (= Annahme) ÖkoLinX-ELF (= Prüfung und Berichterstattung)

Haupt- und Finanzausschusses
Sitzung 45 · 03.03.2026
TO II, TOP 30
Abgelehnt
Die Vorlage E 59 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneSPDLinkeFDPVolt
Ablehnung:
CDUBFF-BIGÖkoLinX-ELFFRAKTIONAfD
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, SPD, Linke, FDP und Volt gegen CDU, BFF-BIG, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION (= Annahme) sowie AfD (= Prüfung und Berichterstattung)

Mitdiskutieren

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