Produktbereich: 20 Bildung Produktgruppe: 20.01 Schulbetriebsmanagement/pädag. Aufgaben IT-Probleme an Schulen endlich durch digitale Hausmeister lösen
Zusammenfassung
Der Antrag fordert die sofortige Einstellung von 18 "digitalen Hausmeistern" für Frankfurter Schulen, um einen zuverlässigen IT-Support sicherzustellen. Durch die Bereitstellung der finanziellen Mittel in Höhe von 3.120.000 € im Haushalt 2026 wird der seit Jahren anhaltende Mangel an IT-Fachpersonal an Schulen adressiert. Dies soll dazu beitragen, dass Lehrer entlastet werden und technische Probleme effizienter gelöst werden können.
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Thema Schulen und Bildung verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen:
Für die sofortige Einstellung von 18 "digitalen Hausmeistern" (IT-Servicekräften) für die Betreuung der sechs Bildungsregionen werden Personalmittel in Höhe von 3.120.000 € in den Haushalt 2026 eingestellt, um eine Gewährleistung des First Level Supports im Rahmen der Umsetzung des IT-Support-Konzepts für Schulen sicherzustellen.
Die Gegenfinanzierung erfolgt aus den mit der Aufhebung des Beschlusses § 3273 vom 11.05.2023 frei gewordenen Mitteln des Produktbereichs 20. Sofern die Mittelverwendung nicht vollständig im Haushaltsjahr 2026 erfolgt, ist ein Budgetübertrag möglich. Eine Verwendung der Mittel für andere Zwecke ist nicht zulässig. Über die Ausführung dieses Beschlusses ist der Stadtverordnetenversammlung binnen sechs Monaten zu berichten.
Begründung
Bis heute gibt es noch keinen einzigen der seit Jahren angekündigten und dringend benötigten "digitalen Hausmeister" an Frankfurter Schulen. Der Magistrat hat mit der M 164/23 ein Konzept beschlossen, auf das Frankfurter Schulen seit Jahren drängen, verweist bei der konkreten finanziellen Umsetzung aber in weiten Teilen auf das Land. Dies ist nicht seriös. Die Bürgerinnen und Bürger können zurecht erwarten, dass der Magistrat für seine Beschlüsse auch die finanziellen und organisatorischen Weichen stellt.
Frankfurter Schulen setzen sich bereits seit Jahren für eine Unterstützung der schulischen IT-Beauftragten durch städtische Angestellte in der Funktion "digitaler Hausmeister" ein. Bei den schulischen IT-Beauftragten handelt es sich um engagierte Lehrer, die für die pädagogische Entwicklung der digitalen Bildung an einer Schule zuständig sind und nicht um Experten für Soft- oder Hardware, die rund um die Uhr für die Lösung technischer Probleme großer Schulgemeinden zur Verfügung stehen können. Die Lehrkräfte sollten, vor allem in Zeiten des Lehrermangels, nicht noch mehr Stunden vom Unterricht befreit werden, um technische Probleme der Schule zu lösen.
Daher ist ein umfassender First Level Support durch "digitale Hausmeister" nötig, die den Schulen als feste und verlässliche Ansprechpartner zur Verfügung stehen, bei IT-Schwierigkeiten schnell vor Ort sind und neben der Behebung von Problemen auch die zeitaufwändige Fehlersuche übernehmen, die die schulischen IT-Beauftragten bislang viel Zeit und Mühe kostet. Das derzeit praktizierte "Ticketsystem" bringt zu viele Rückfrageschleifen sowie Wartezeiten von zum Teil mehreren Monaten mit sich. Dies kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass Lehrer wochenlang den Unterricht nicht digital vorbereiten, nicht auf Vertretungspläne zurückgreifen oder keine Lernplattformen verwenden können. Dies ist für die Schulgemeinden ein untragbarer Zustand.
Der Magistrat legte mit der Vorlage M 164 vom 22.09.2023 ein IT-Support Konzept für Frankfurter Schulen vor, das dem gestiegenen Unterstützungsbedarf durch vermehrten Einsatz digitaler Lernmethoden, die erhöhte Anzahl an Endgeräten und die Ausstattung der Schulen mit WLAN Rechnung tragen sollte. In der M 164 wird der Magistrat beauftragt "das bestehende IT-Supportkonzept um das Modul 4 ‚IT-Schulmanager' zu erweitern, um den Bedarf der Schulen nach einem direkten, persönlich bekannten Ansprechpartner für Beratung und Betreuung der wachsenden Gerätezahl und Gerätevielfalt zu decken. Das Konzept der IT-Schulmanager sieht vor, dass 15 Personen die Betreuung der z. Zt. 181 Schulstandorte - zugeordnet nach Schulform, Schulgröße und ggf. Bildungsregion - leisten." Die Kosten dafür werden auf 2,6 Mio. € für ein ganzes Jahr veranschlagt. Es erscheint sinnvoll die Anzahl der "digitalen Hausmeister" auf 18 festzusetzen. Somit würden jeder Bildungsregion 3 Fachkräfte zugeordnet bzw. jede IT-Servicekraft wäre für ca. 10 Schulen zuständig.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.
- 1Fraktion bringt Etatantrag ein
- 2Haushaltsberatungen
- 3Plenum beschließt den Haushalt
Der Weg dieser Vorlage
Am 13. Januar 2026 brachte CDU diesen Etatantrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 2 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 03.03.2026 im Haupt- und Finanzausschusses abgelehnt.
20.01 Schulbetriebsmanagement/pädag. Aufgaben
Ausgaben 2025: 420 Mio €
Der Topf steht im Titel des Antrags. Er zeigt, worüber verhandelt wird — nicht, was der Antrag selbst kostet.
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Linke und FDP gegen AfD (= Prüfung und Berichterstattung); GRÜNE, CDU, SPD, Volt und FRAKTION (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF-BIG und ÖkoLinX-ELF (= Prüfung und Berichterstattung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, Linke, FDP und Volt gegen CDU und ÖkoLinX-ELF (= Annahme) sowie BFF-BIG, AfD und FRAKTION (= Prüfung und Berichterstattung)