Produktbereich: 31 Finanzen Produktgruppe: 31.01 Steuerungsunterstützung und Controlling Bürgerhaushalt einführen: "Deine Stadt, Dein Geld!"
Zusammenfassung
Der Magistrat wird beauftragt, ein Konzept für einen Bürgerhaushalt zur aktiven Bürgerbeteiligung an städtischen Ausgaben und Einnahmen vorzulegen. Dies soll Transparenz schaffen und das Vertrauen in die Politik stärken, indem Bürger aktiv in den Haushaltsprozess einbezogen werden.
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Der Magistrat wird damit beauftragt, der Stadtverordnetenversammlung möglichst zeitnah ein Konzept für die Einführung eines Bürgerhaushaltes als Beteiligungsverfahren zum kommunalen Haushalt zur Verabschiedung vorzulegen.
Im Rahmen des Bürgerhaushaltes sollen Frankfurterinnen und Frankfurter zukünftig aktiv in die Planung der städtischen Ausgaben und Einnahmen einbezogen werden, ihr Wissen sowie ihre Ideen einbringen und diskutieren können, wofür die Stadt Frankfurt ihre Gelder ausgeben soll oder besser nicht.
Begründung
Bürgerhaushalte, wie sie bereits in zahlreichen Kommunen in Deutschland als Beteiligungsverfahren erfolgreich praktiziert werden, schaffen Transparenz über die Verwendung der städtischen Finanzmittel und stärken damit das Vertrauen der Bevölkerung in die Politik.
Indem Bürger von "Betroffenen" zu "Beteiligten" gemacht werden, können sie finanzpolitische Entscheidungen auf kommunaler Ebene besser nachvollziehen und werden damit auch dazu in die Lage versetzt, diese letztlich mitzutragen. Denn informierte und beteiligte Bürger verstehen, dass vielfältigen Bedürfnissen und Wünschen begrenzte finanzielle Ressourcen gegenüberstehen.
Zudem hilft das Bürgerwissen der Verwaltung dabei, besser auf die Bedürfnisse der Bürger einzugehen und Maßnahmen zu priorisieren.
Darüber hinaus trägt ein Bürgerhaushalt zur Legitimation der Entscheidungen in den politischen Gremien unserer Stadt bei. Denn nur wenn den gewählten Volksvertretern in den Ortsbeiratsgremien, der Stadtverordnetenversammlung und im Magistrat die Präferenzen der Bürger bekannt sind, können sie ihre demokratische Funktion tatsächlich erfüllen. Die Einführung eines Bürgerhaushaltes stärkt damit nicht zuletzt auch die repräsentative Demokratie in Frankfurt.
Die Finanzierung dieser Maßnahme wird durch eine veränderte Priorisierung und die Verlagerung von Haushaltsmitteln im Haushalt 2026 sichergestellt.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.
- 1Fraktion bringt Etatantrag ein
- 2Haushaltsberatungen
- 3Plenum beschließt den Haushalt
Der Weg dieser Vorlage
Am 26. Januar 2026 brachte BFF-BIG diesen Etatantrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 2 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 03.03.2026 im Haupt- und Finanzausschusses abgelehnt.
31.01 Steuerungsunterstützung und Controlling
Ausgaben 2025: 9 Mio €
Der Topf steht im Titel des Antrags. Er zeigt, worüber verhandelt wird — nicht, was der Antrag selbst kostet.
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, Linke, FDP, AfD und ÖkoLinX-ELF Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF-BIG (= Annahme) Volt und FRAKTION (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, Linke, FDP, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen BFF-BIG (= Annahme)