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Produktbereich: 30 Büro OB / Betreuung der Gremien Produktgruppe: 30.01 Leitung der Stadtverwaltung Planungen für Haus der Demokratie stoppen - Paulskirche als nationales Denkmal aufwerten!

Vorlagentyp: EBFF
2 SitzungenAbgelehnt

Zusammenfassung

In diesem Etatantrag wird vorgeschlagen, die Planungen für ein "Haus der Demokratie" einzustellen und die dafür vorgesehenen Mittel für die Aufwertung der Paulskirche zu verwenden. Dies soll die historische Bedeutung der Paulskirche als nationales Denkmal der deutschen Demokratie hervorheben und das Bewusstsein für die demokratische Geschichte der Stadt stärken.

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Thema Stadtplanung verfolgen

Antrag

Die Planungen für ein "Haus der Demokratie" werden unverzüglich eingestellt und die damit freiwerdenden Haushaltsmittel für die Aufwertung der Paulskirche im Rahmen ihrer anstehenden Generalsanierung als Symbol der deutschen Demokratie umgewidmet. Dabei soll insbesondere das demokratische Moment der Nationalversammlung von 1848/49 in der Paulskirche erfahrbar gemacht werden.

Begründung

Die Paulskirche ist bereits ein nationales Denkmal und eines der bedeutendsten Symbole der deutschen Demokratiegeschichte. Hier tagte von Mai 1848 bis Mai 1849 die erste frei gewählte deutsche Nationalversammlung, die die Grundrechte und die erste demokratische Verfassung für Deutschland erarbeitete. Als zentraler Ort der Revolution von 1848/49 gilt sie neben dem Hambacher Schloss als nationales Symbol der demokratischen Bewegung in Deutschland. Bereits seit dem 19. Jahrhundert wird sie als Gedenkstätte genutzt. Gerade weil die Paulskirche der authentische und historisch einzigartige Ort ist, an dem die Wiege der deutschen Demokratie stand, stärkt eine gezielte Aufwertung das Bewusstsein und die Kenntnis unserer eigenen demokratischen Geschichte bei den Bürgern. Eine lebendige und erfahrbare Vermittlung dieser Meilensteine - die ersten Schritte hin zu Freiheit, Einheit und Grundrechten - trägt nachhaltig zur Stärkung des demokratischen Selbstverständnisses in unserer Gesellschaft bei und fördert ein tieferes Verständnis für die Errungenschaften und Werte, auf denen unsere heutige freiheitliche Ordnung ruht. Wir brauchen daher keine mit Kosten in Höhe von mindestens 75 Millionen Euro verbundene Einrichtung, in der die Demokratie museal zur ewigen Ruhe gebettet wird, sondern vielmehr eine lebendige, alltäglich in der gesamten Stadt gelebte Demokratie, die offen ist für echte Bürgerbeteiligung. Anstatt ein teures "Haus der Demokratie" zu errichten, welches neben den hohen Baukosten auch erhebliche Folge- und Betriebskosten verursachen würde, ist daher die Paulskirche im Rahmen ihrer anstehenden Generalsanierung gezielt als lebendiges Symbol der deutschen Demokratie aufzuwerten. Dabei soll insbesondere das demokratische Moment der Nationalversammlung von 1848/49 für Besucher erfahrbar gemacht werden. Diese Maßnahme belebt die demokratische Tradition Frankfurts und Deutschlands nachhaltig, nutzt die vorhandene, historisch authentische und bundesweit anerkannte Stätte effizient und macht ein separates "Haus der Demokratie" entbehrlich.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

EEtatantrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.

  1. 1Fraktion bringt Etatantrag ein
  2. 2Haushaltsberatungen
  3. 3Plenum beschließt den Haushalt

Der Weg dieser Vorlage

Am 26. Januar 2026 brachte BFF-BIG diesen Etatantrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 2 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 03.03.2026 im Haupt- und Finanzausschusses abgelehnt.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Haushaltstopf dieses Antrags
Zur Haushaltsanalyse

30.01 Leitung der Stadtverwaltung

Ausgaben 2025: 4 Mio €

Der Topf steht im Titel des Antrags. Er zeigt, worüber verhandelt wird — nicht, was der Antrag selbst kostet.

Beratungsverlauf2 Beratungen
OBR 1
Sitzung 45 · 24.02.2026
TO I, TOP 62
Beraten
Die Vorlage E 412 wird zurückgewiesen.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneCDUSPDLinkeFraktionslos
Ablehnung:
FDP
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, Linke und fraktionslos gegen FDP (= Kenntnis)

Haupt- und Finanzausschusses
Sitzung 45 · 03.03.2026
TO II, TOP 28
Abgelehnt
Die Vorlage E 412 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneCDUSPDLinkeFDPVoltÖkoLinX-ELFFRAKTION
Ablehnung:
BFF-BIGAfD
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, Linke, FDP, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen BFF-BIG und AfD (= Annahme)

Mitdiskutieren

Ortsbeiratssitzung