Produktbereich: 18 Soziales Produktgruppe: 18.01 Leistungen des Jugend- und Sozialamtes Sicherung und Weiterentwicklung der Demenzberatung
Zusammenfassung
Im vorliegenden Etatantrag wird die Bereitstellung von 100.000 € für die Fortsetzung und Weiterentwicklung der Demenzberatung durch das Bürgerinstitut Frankfurt e.V. vorgeschlagen. Angesichts der steigenden Zahl älterer Menschen und der damit verbundenen Zunahme von Demenzerkrankungen ist eine verlässliche sowie ausfinanzierte Demenzberatung notwendig, um die Versorgungslücken zu schließen.
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Thema Gesundheit und Soziales verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen: Für die Fortsetzung und Weiterentwicklung von Projekten im Bereich der Beratung von Betroffenen und deren Angehörigen durch das Bürgerinstitut Frankfurt e.V. werden 2026 von 34.027 € um 65.973 € auf 100.000 € zweckbestimmt aus vorhandenen Mitteln bereitgestellt. Sofern die Mittelverwendung nicht vollständig im Haushaltsjahr 2026 erfolgt, ist ein Budgetübertrag möglich. Eine Verwendung der Mittel für andere Zwecke ist nicht zulässig. Über die Ausführung dieses Beschlusses ist der Stadtverordnetenversammlung binnen sechs Monaten zu berichten.
Begründung
Eine Stadt mit stark steigender Zahl älterer Menschen braucht nicht weniger, sondern verlässliche, ausfinanzierte Demenzberatung - präventiv, niedrigschwellig und dauerhaft.
Das Bürgerinstitut Frankfurt e.V. ist seit Jahrzehnten eine anerkannte und verlässliche Einrichtung in der Frankfurter Soziallandschaft. Mit seiner Demenzberatung bietet das Institut ein niedrigschwelliges, qualifiziertes und kostenfreies Angebot für Menschen mit Demenz sowie deren Angehörige.
Diese Arbeit ist für die Stadtgesellschaft von hoher Bedeutung, da die Zahl der Demenzerkrankungen kontinuierlich steigt. Nach aktuellen Schätzungen leben allein in Frankfurt am Main mehrere Tausend Menschen mit einer Demenzdiagnose - Tendenz steigend aufgrund der demografischen Entwicklung. Gleichzeitig hat sich die Angebotslandschaft zuletzt spürbar verändert: Ein wichtiger Anbieter im Stadtgebiet hat seine Demenzberatung eingestellt. Dadurch konzentriert sich die Nachfrage zunehmend auf die verbleibenden Beratungsstrukturen, was eine Stärkung dieser Einrichtungen unverzichtbar macht, um Versorgungslücken zu verhindern und Überlastung zu vermeiden. Vor diesem Hintergrund ist die Bereitstellung zusätzlicher Mittel erforderlich, um bestehende Beratungsangebote zu sichern, auszubauen und zu professionalisieren. Dies dient nicht nur der Unterstützung Betroffener und ihrer Familien, sondern auch der Entlastung von Pflegeeinrichtungen, Kliniken, ambulanten Diensten und sozialpsychiatrischen Hilfesystemen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.
- 1Fraktion bringt Etatantrag ein
- 2Haushaltsberatungen
- 3Plenum beschließt den Haushalt
Der Weg dieser Vorlage
Am 13. Januar 2026 brachte CDU diesen Etatantrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 2 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 03.03.2026 im Haupt- und Finanzausschusses abgelehnt.
18.01 Leistungen des Jugend- und Sozialamtes
Ausgaben 2025: 1.452 Mio €
Der Topf steht im Titel des Antrags. Er zeigt, worüber verhandelt wird — nicht, was der Antrag selbst kostet.
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Linke, FDP und AfD; GRÜNE, CDU, SPD und Volt (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF-BIG und FRAKTION (= Annahme) ÖkoLinX-ELF (= Prüfung und Berichterstattung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, Linke, FDP, AfD und Volt gegen CDU, BFF-BIG, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION (= Annahme)