Produktbereich: 18 Soziales Produktgruppe: 18.01 Leistungen des Jugend- und Sozialamtes Produktbereich: 20 Bildung Produktgruppe: 20.01…
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Produktbereich: 18 Soziales Produktgruppe: 18.01 Leistungen des Jugend- und Sozialamtes Produktbereich: 20 Bildung Produktgruppe: 20.01 Schulbetriebsmanagement/pädag. Aufgaben Einführung eines kostenfreien und gesunden Mittagessens an den Frankfurter Schulen
Zusammenfassung
Es wird vorgeschlagen, eine Machbarkeitsstudie zur Einführung eines kostenfreien und gesunden Mittagessens an Frankfurter Schulen zu initiieren. Diese soll die Kosten, Umsetzbarkeit und erforderliche Investitionen detailliert klären. Ziel ist es, die Bildungsgerechtigkeit zu verbessern und Kinderarmut zu bekämpfen.
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Thema Schulen und Bildung verfolgenAntrag
- Der Magistrat wird beauftragt, eine umfassende Machbarkeitsstudie zur Einführung eines kostenfreien und gesunden Mittagessens für die Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 6 an allen städtischen Schulen in Frankfurt in Auftrag zu geben. Für die Erstellung der Machbarkeitsstudie werden 150.000 EUR in den Produkthaushalt 2026 eingestellt.
- Die Machbarkeitsstudie soll mindestens folgende Aspekte umfassend klären:
a) realistische jährliche Gesamtkosten (inkl. Essensproduktion, Logistik, Infrastruktur, Personal, Verwaltung) unter Berücksichtigung hoher Qualitätsstandards
b) mögliche Einsparungen durch Skaleneffekte, städtische Eigenproduktion oder optimierte Ausschreibungen
c) erforderliche Investitionen (z. B. Küchenumbau, Lagerkapazitäten, Hygienestandards) und deren Finanzierungswege
d) rechtliche, organisatorische und logistische Umsetzbarkeit (inkl. Caterer-Verträge, bestehende Subventionen und Frankfurt-Pass-Regelungen)
e) Akzeptanz- und Teilnahmeschätzungen sowie Auswirkungen auf Bildungsgerechtigkeit, Gesundheit und soziale Teilhabe
f) Vergleich mit bereits umgesetzten Modellen (insbesondere Berlin) und Ableitung von Best-Practice-Empfehlungen.
- ) Bei der Erstellung der Studie sind verbindliche Qualitätsstandards für ein gesundes, nachhaltiges und kultursensibles Verpflegungsangebot zugrunde zu legen, insbesondere:
- Verwendung regionaler, saisonaler und möglichst kontrolliert biologisch angebauter Lebensmittel
- tägliche vegetarische Alternativen
- kostenfreie Ausgabe von frischem Obst und Gemüse aus regionalem Anbau
- kostenloses Trinkwasser zu jeder Mahlzeit
- ) Der Magistrat wird beauftragt, der Stadtverordnetenversammlung die Machbarkeitsstudie spätestens zum 31. Dezember 2026 vorzulegen und bis dahin regelmäßig (mindestens halbjährlich) über den Bearbeitungsstand zu berichten.
Begründung
In Frankfurt hängt der Bildungserfolg vieler Kinder weiterhin stark von der sozialen Herkunft ab. Eine ausgewogene und regelmäßige Ernährung ist eine grundlegende Voraussetzung für Konzentrationsfähigkeit, Lernleistung sowie eine gesunde körperliche und geistige Entwicklung. Ein kostenfreies Schulmittagessen wirkt effektiv gegen Kinderarmut, entlastet Familien finanziell und trägt maßgeblich zu mehr Bildungs- und Chancengerechtigkeit bei. Bildung darf nicht vom Einkommen der Eltern abhängen.
Darüber hinaus kann die Stadt Frankfurt durch ein qualitativ hochwertiges Verpflegungsangebot aktiv Einfluss auf die Ernährungsgewohnheiten von Kindern und Jugendlichen nehmen und den negativen Folgen von schlechter und unausgewogener Ernährung entgegenwirken. Gerade Familien mit geringem Einkommen können sich frisches Obst und Gemüse häufig nicht regelmäßig leisten. Aber auch unabhängig vom Einkommen sind regelmäßige Mahlzeiten in manchen Haushalten keine Selbstverständlichkeit mehr. Dies führt zu Fehlernährung mit teils gravierenden gesundheitlichen Folgen. Ein kostenfreies, gesundes und kultursensibles Mittagessen an allen Schulen ist daher ein zentraler Baustein sozialer Gerechtigkeit, gesundheitlicher Prävention und nachhaltiger Bildungspolitik.
Bevor jedoch verbindliche Haushaltsmittel in zweistelliger Millionenhöhe eingestellt werden, ist eine solide Datengrundlage unerlässlich. Die Machbarkeitsstudie soll diese Grundlage schaffen, realistische Kosten aufzeigen und klären, ob und wie ein solches Programm schrittweise und finanzierbar umgesetzt werden kann. Auf dieser Basis kann dann eine fundierte politische Entscheidung über die Einführung eines kostenfreien und gesunden Mittagessens an den Frankfurter Schulen getroffen werden.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag zur Änderung des Haushaltsplans — um Mittel zu verschieben oder zusätzlich einzuplanen. Etatanträge werden in den Haushaltsberatungen der Stadtverordnetenversammlung behandelt.
- 1Fraktion bringt Etatantrag ein
- 2Haushaltsberatungen
- 3Plenum beschließt den Haushalt
Der Weg dieser Vorlage
Am 26. Januar 2026 brachte BFF-BIG diesen Etatantrag in die Stadtverordnetenversammlung ein. In 19 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 03.03.2026 im Haupt- und Finanzausschusses abgelehnt.
Beratungsverlauf19 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, Linke, FDP und Volt gegen AfD (= Annahme); CDU (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF-BIG (= Annahme) ÖkoLinX-ELF und FRAKTION (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Annahme bei Enthaltung 2 GRÜNE und BFF
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, Linke, FDP, Volt und FRAKTION gegen AfD (= Annahme); CDU (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF-BIG (= Annahme) ÖkoLinX-ELF (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU gegen BFF (= Annahme); GRÜNE und SPD (= Enthaltung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD und FDP gegen Linke und ÖkoLinX-ARL (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, CDU, Linke und FDP gegen fraktionslos (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, Linke und fraktionslos gegen FDP (= Kenntnis)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: SPD, CDU, FDP, Volt und ÖkoLinX-ARL gegen fraktionslos (= Annahme); GRÜNE (= Enthaltung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE und FDP gegen SPD und Linke (= Ablehnung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, farbechte/Linke und fraktionslos gegen BFF (= Annahme); SPD und FDP (= Enthaltung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, Linke, AfD und fraktionslos gegen 2 GRÜNE (= Zustimmung); 3 GRÜNE, SPD und FDP (= Enthaltung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Annahme bei Enthaltung CDU und GRÜNE
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: WBE, CDU, Linke und BFF gegen GRÜNE und SPD (= Ablehnung); FDP (= Enthaltung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD und FDP gegen GRÜNE, Linke, BFF und FDP (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU und GRÜNE gegen SPD und Linke (= Ablehnung); FDP (= Enthaltung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, Linke, FDP, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen BFF-BIG und AfD (= Annahme)